Pla Pao mit ganzem Tilapia

Ganzes Fischgericht aus Thailand

Ein ganzer Tilapia wird mit grobem Meersalz, Zitronengras, MakrutAromatische Blätter der Makrut-Limette für südostasiatische Gerichte.-Limettenblättern und Thai-Basilikum gefüllt und indirekt über Holzkohle gegrillt. Dazu werden Nam Jim Seafood, Salat und Gurke serviert.

Zum Rezept
Pla Pao mit ganzem Tilapia
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 70 Minuten
Menge 2–3 Personen
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Trocken einreiben
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Salzkruste schützt die Haut während des indirekten Grillens und hält das Fischfleisch saftig.
  • Zitronengras, Makrut-Limettenblätter und Thai-Basilikum aromatisieren den Fisch von innen, ohne seinen Geschmack zu überdecken.
  • Die Kombination aus mildem Fisch, scharfem Chili, Limettensaft und Fischsauce sorgt für einen klaren süß-säuerlich-salzigen Kontrast.
  • Salat und Gurke bringen Frische und Textur zur kräftigen Sauce und zur Salzkruste.

Pla Pao steht in Thailand für ganzen gegrillten Fisch mit einer schützenden Salzschicht und aromatischen Kräutern. In dieser Variante wird ein küchenfertiger Tilapia indirekt über Holzkohle gegart, damit die Haut geschützt bleibt und das Fleisch saftig wird. Die scharf-säuerliche Nam-Jim-Seafood-Sauce ergänzt den milden Fisch.

Der Fisch hat eine trockene, aromatische Salzkruste und zartes, saftiges Fleisch, das sich leicht von der Gräte löst. Zitronengras und Makrut-Limettenblätter geben eine frische, zitrische Duftnote; Nam Jim Seafood schmeckt scharf, säuerlich, salzig und leicht süß.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fisch füllen und salzen

    Den Fisch bis zur Grillvorbereitung kalt halten. Den Tilapia nicht schuppen, trocken tupfen und die Bauchhöhle kontrollieren. Zitronengras, Makrut-Limettenblätter und Thai-Basilikum locker hineingeben. Die Haut außen leicht mit Wasser befeuchten und das grobe Meersalz rundum andrücken; Schnittflächen und Bauchhöhle nur dünn bedecken.

    5 Minuten
    • Die Salzschicht soll haften, aber nicht unnötig dick auf den Schnittflächen liegen.

    Wichtig: Rohen Fisch bis zur weiteren Verarbeitung kalt halten und Hände sowie Arbeitsflächen danach gründlich reinigen.

  2. Nam Jim Seafood zubereiten

    Knoblauch und Thai-Chilis fein zerstoßen oder hacken. Mit Limettensaft, FischsauceSalzige Würzsauce aus fermentiertem Fisch oder Fischextrakten., Palmzucker und Wasser verrühren, bis sich der Zucker löst. Den Koriander unterheben und die Sauce bis zum Servieren kalt stellen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Palmzucker ist weitgehend gelöst und die Sauce gleichmäßig vermischt.

    • Die Sauce kann während des Grillens weiter durchziehen.
  3. Grill für indirekte Hitze vorbereiten

    Einen Holzkohlegrill für zwei Zonen vorbereiten. Die Kohlen auf einer Seite verteilen und den Grill mit geschlossenem Deckel auf etwa 180–200 °C am Rost einregeln. Den sauberen Rost dünn mit dem neutralen Öl bestreichen.

    15 Minuten 190 °C
    • Die Fischseite ohne Kohlen muss groß genug für den ganzen Tilapia sein.

    Wichtig: Beim Umgang mit heißer Kohle und dem heißen Rost hitzebeständige Grillhandschuhe verwenden.

  4. Fisch indirekt grillen

    Den gesalzenen Fisch auf die kühle Seite des Rosts legen, den Deckel schließen und 15–20 Minuten indirekt grillen. Die Sauce bleibt währenddessen gekühlt.

    20 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Die Salzkruste bleibt möglichst geschlossen und die Haut beginnt fest zu werden.

    • Den Deckel möglichst geschlossen halten, damit die Grilltemperatur stabil bleibt.

    Wichtig: Den Fisch nicht direkt über die Kohlen legen; austretendes Fett und Salz können Flammen verursachen.

  5. Fisch wenden und fertig grillen

    Den Fisch mit zwei breiten Grillwendern vorsichtig wenden, damit die Salzkruste möglichst geschlossen bleibt, und weitere 15–20 Minuten indirekt grillen.

    20 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Das Fleisch wird undurchsichtig und beginnt, sich leicht von der Gräte zu lösen.

    • Den Fisch mit zwei Wendern vollständig unterstützen, statt ihn an einer Seite hochzuheben.

    Wichtig: Die Salzkruste und der Fisch sind sehr heiß; beim Wenden Gesicht und Hände vom Dampf fernhalten.

  6. Kerntemperatur prüfen und ruhen lassen

    An der dicksten Stelle neben der Mittelgräte die Kerntemperatur prüfen. Der Fisch ist verzehrfertig, wenn mindestens 63 °C erreicht sind und das Fleisch undurchsichtig ist und sich leicht von der Gräte löst. Falls die Temperatur noch nicht erreicht ist, den Fisch in kurzen Abschnitten weitergrillen. Den fertigen Fisch anschließend auf eine saubere Platte legen und 5 Minuten ruhen lassen. Die harte Salzkruste vorsichtig aufbrechen, die Haut abheben und das Fleisch von oben entlang der Gräte auslösen. Die Kräuter aus der Bauchhöhle entfernen.

    5 Minuten 63 °C

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist undurchsichtig, erreicht mindestens 63 °C und löst sich leicht von der Gräte.

    • Die Salzkruste erst am Ende öffnen, damit das Fleisch bis zum Servieren geschützt bleibt.

    Wichtig: Fisch erst servieren, wenn die Kerntemperatur und die beschriebenen Garzeichen erreicht sind.

  7. Anrichten

    Das Fischfleisch mit Salatblättern und Gurke auf der Platte oder daneben servieren. Nam Jim Seafood erst beim Essen darübergeben oder zum Dippen reichen.

    • Die Sauce separat zu reichen hält Salat und Fischhaut länger frisch und knusprig.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Warum indirekt grillen?: Die indirekte Zone gart den ganzen Fisch gleichmäßiger und verringert das Risiko, dass die Salzkruste oder die Haut über der direkten Kohle verbrennt.
  • Salz sparsam an den Schnittflächen: Außen darf das Salz haften, die Schnittflächen und die Bauchhöhle sollen aber nur dünn bedeckt werden, damit das Fischfleisch nicht unnötig salzig wird.
  • Vorsichtig wenden: Ein ganzer Fisch kann beim Wenden leicht brechen. Zwei breite Wender stützen ihn besser und halten die Salzkruste weitgehend geschlossen.

Zutatenwissen

Makrut-Limettenblätter

Makrut-Limettenblätter sind häufig frisch oder tiefgekühlt im Asia-Supermarkt erhältlich. Vor dem Einlegen grob zerreißen, damit ihr zitrisches Aroma besser freigesetzt wird.

Schärfe anpassen

Kleine Thai-Chilis können deutlich unterschiedlich scharf sein. Die Menge kann für eine mildere Sauce reduziert werden, ohne die übrigen Zutaten zu verändern.

Fischsauce

Fischsauce liefert Salz und Umami in der Nam-Jim-Sauce. Erst nach dem Auflösen des Palmzuckers abschmecken, da sich die Balance dann besser beurteilen lässt.

Sinnvolle Alternativen

fein abgeriebene Limettenschale

Das Aroma wird zitrisch und weniger floral.

Die Limettenschale mit den Kräutern in die Bauchhöhle geben und nicht lange vorher abreiben.

frisches Thai-Basilikum oder ersatzweise normales Basilikum

Normales Basilikum schmeckt milder und weniger anisartig.

Die Blätter wie im Grundrezept in die Bauchhöhle geben.

ein anderer ganzer, festfleischiger Fisch ähnlicher Größe

Garzeit und Geschmack ändern sich je nach Fischart und Körperform.

Den Ersatzfisch ebenfalls ausgenommen und ungeschuppt verwenden und die Garzeit ausschließlich nach der Kerntemperatur und dem Garzustand beurteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Salzkruste wird feucht und haftet schlecht.

Den Fisch erst unmittelbar vor dem Auflegen befeuchten und mit Salz umhüllen.

Feuchte Stellen vorsichtig trocken tupfen und dort etwas grobes Salz ergänzen, ohne die Kruste unnötig zu verdicken.

Die Haut oder Salzkruste verbrennt, während das Innere noch nicht gar ist.

Die Kohlen nur auf einer Seite verteilen und den Fisch auf der kühlen Seite garen.

Den Fisch sofort in die indirekte Zone verschieben, den Deckel schließen und die Temperatur weiter kontrollieren.

Der Fisch bricht oder die Salzkruste fällt ab.

Zwei breite Wender verwenden und den Fisch vollständig unterstützen.

Abgelöste Salzstücke entfernen und den Fisch vorsichtig indirekt fertig garen.

Nam Jim Seafood schmeckt unausgewogen salzig.

Palmzucker vollständig lösen und die Sauce vor dem Servieren probieren.

Mit etwas Limettensaft, Wasser oder zusätzlichem Palmzucker ausgleichen.

Varianten

Extra scharfe Nam Jim Seafood

Eine deutlich schärfere Dip-Sauce für alle, die den Kontrast zum milden Fisch verstärken möchten.

Kräuterbetonte Variante

Mehr frische Kräuter in der Bauchhöhle geben dem Fisch ein intensiveres, floral-zitrisches Aroma.

Mildere Sauce

Eine weniger scharfe Version der Nam-Jim-Sauce mit weiterhin säuerlich-salzigem Profil.

Servieren und kombinieren

  • Mit Salat und Gurke: Den Fisch auf einer großen Platte mit knackigen Salatblättern und dünnen Gurkenscheiben anrichten. Nam Jim Seafood separat zum Dippen reichen.
  • Sauce erst beim Essen: Die Sauce nicht über den ganzen Fisch geben, sondern portionsweise auf das ausgelöste Fleisch träufeln oder separat dippen. So bleibt die Haut länger trocken.
  • Mit Reis ergänzen: Gedämpfter Jasminreis passt als zusätzliche sättigende Beilage zum Fisch, zur Sauce und zum frischen Gemüse.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Nam-Jim-Sauce kann bis zu 24 Stunden im Voraus angerührt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Fisch erst kurz vor dem Grillen salzen und füllen.

Aufbewahren

Übrig gebliebenes Fischfleisch innerhalb von 2 Stunden nach dem Servieren abkühlen lassen, abgedeckt in den Kühlschrank stellen und innerhalb eines Tages verbrauchen. Salat, Gurke und Sauce möglichst getrennt lagern.

Fischreste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.

Einfrieren

Das gegarte Fischfleisch und die frischen Beilagen verlieren beim Einfrieren voraussichtlich deutlich an Textur; die Sauce kann sich beim Auftauen trennen.

Aufwärmen

  • Backofen oder abgedeckte Pfanne: Fischfleisch portionsweise in einer abgedeckten ofenfesten Form oder Pfanne mit einem kleinen Spritzer Wasser vorsichtig erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Fisch: enthält · Tilapia und Fischsauce sind ausdrücklich Bestandteil des Rezepts.

Lebensmittelsicherheit

  • Umgang mit rohem Fisch: Den rohen Tilapia bis zur Grillvorbereitung kalt halten, getrennt von verzehrfertigen Zutaten arbeiten und Hände, Messer, Arbeitsflächen sowie verwendete Utensilien gründlich reinigen.
  • Garzustand des Fisches: Den Fisch erst servieren, wenn die Kerntemperatur an der dicksten Stelle neben der Mittelgräte mindestens 63 °C erreicht und das Fleisch undurchsichtig ist und sich leicht von der Gräte löst.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum wird der Tilapia nicht geschuppt?

Die ungeschuppte Haut bleibt unter der Salzkruste besser geschützt. Nach dem Grillen wird die Haut zusammen mit der Salzkruste abgehoben.

Wird der Fisch durch die Salzkruste sehr salzig?

Die Kruste schützt vor direkter Hitze und würzt die Oberfläche. Schnittflächen und Bauchhöhle werden deshalb nur dünn bedeckt, und die harte Kruste wird vor dem Essen entfernt.

Kann Pla Pao auch direkt über der Holzkohle gegrillt werden?

Für diesen ganzen Fisch ist indirekte Hitze vorgesehen. Direkt über der Kohle würde die Salzkruste eher verbrennen, bevor das dicke Fischfleisch gar ist.

Was kann ich statt Makrut-Limettenblättern verwenden?

Etwa 1 TL fein abgeriebene Limettenschale kann die Blätter ersetzen. Das Aroma wird dann zitrischer und weniger floral.

Aus unserer Küche

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