Haut und Knochen für mehr Saftigkeit
Patamuslos mit Haut und Knochen bleiben beim langsamen Grillen besonders saftig. Die Haut wird erst am Ende direkt über der Hitze knusprig gegrillt.
Uruguay · Parrilla-Küche
Saftige Hähnchen-Patamuslos mit Haut und Knochen werden in einer zitronigen Chimichurri-Marinade gewürzt, zunächst indirekt gegart und zum Schluss über direkter Hitze knusprig gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pollo a la parrilla bringt uruguayische Parrilla-Aromen auf den Grill: Hähnchen-Patamuslos mit Haut und Knochen werden langsam über indirekter Hitze gegart und anschließend kurz über der direkten Zone kross gefinisht. Zitronensaft, Rotweinessig, Kräuter, Knoblauch und Senf geben der Marinade Frische und Würze.
Die Haut wird goldbraun und knusprig, während das Fleisch saftig und zart bleibt. Die Marinade schmeckt zitronig, kräuterwürzig, leicht säuerlich und herzhaft; die Röstaromen werden durch den Pfeffer und die direkte Grillhitze betont.
Schritt für Schritt
Richte den Grill für zwei Zonen ein. Halte die indirekte Zone bei etwa 180–200 °C und die direkte Zone bei etwa 220–240 °C. Bei einem Holzkohlegrill liegen die gut durchgeglühten Kohlen dafür auf einer Seite; der Deckel bleibt während des indirekten Garens geschlossen.
Daran erkennst du es: Die indirekte Zone hält stabil etwa 180–200 °C.
Verrühre Zitronensaft, Rotweinessig, Olivenöl, Senf, Petersilie, Knoblauch, Oregano, Paprikapulver, Pfeffer und Salz zu einer glatten Marinade.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist gleichmäßig vermischt und enthält keine trockenen Gewürznester.
Tupfe die Patamuslos trocken und reibe sie rundum mit der Marinade ein. Lege sie abgedeckt für 60 Minuten in den Kühlschrank. Nimm sie etwa 15 Minuten vor dem Grillen heraus.
Daran erkennst du es: Alle Stücke sind gleichmäßig mit Marinade überzogen.
Wichtig: Rohes Hähnchen und die verwendeten Utensilien nach dem Marinieren sorgfältig von anderen Lebensmitteln getrennt halten.
Lege die Patamuslos mit der Knochenseite nach unten und der Hautseite nach oben in die indirekte Zone. Schließe den Deckel und grille sie 25–30 Minuten, bis die Haut beginnt, sich zu straffen und aus dem Fleischsaft keine rohe Marinade mehr austritt.
Daran erkennst du es: Die Haut beginnt sich zu straffen; aus dem Fleischsaft tritt keine rohe Marinade mehr aus.
Wende die Stücke vorsichtig und bestreiche die Haut mit der geschmolzenen Butter. Grille sie weitere 15–20 Minuten indirekt. Drehe die Stücke bei Bedarf einmal, damit sie gleichmäßig garen.
Daran erkennst du es: Die Stücke garen gleichmäßig weiter und die Haut nimmt erste goldbraune Farbe an.
Wichtig: Den Pinsel für die Butter nicht mit rohem Geflügelsaft verunreinigen.
Prüfe die dickste Stelle eines Patamuslos mit einem Thermometer, ohne den Knochen zu berühren. Sobald mindestens 74 °C erreicht sind, lege die Stücke mit der Hautseite nach unten für 2–4 Minuten über die direkte Hitze. Beobachte sie dabei aufmerksam, damit die Butter und das austretende Fett keine zu starke Flamme erzeugen.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 74 °C und die Haut ist knusprig gebräunt.
Wichtig: Das Geflügel erst bei mindestens 74 °C Kerntemperatur in die direkte Schlussphase geben und Flammenbildung aufmerksam überwachen.
Sind noch keine 74 °C erreicht, grille die Stücke in der indirekten Zone jeweils 5 Minuten weiter und prüfe erneut. Lege das fertige Geflügel auf eine saubere Platte und lasse es 10 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Mindestens 74 °C Kerntemperatur sind erreicht; anschließend ruht das Geflügel 10 Minuten.
Wichtig: Für die Ruhephase eine saubere Platte verwenden, nicht die Platte mit rohem Geflügel.
Serviere die Patamuslos mit den Zitronenspalten direkt von der Parrilla.
Daran erkennst du es: Das Geflügel ist durchgeruht und die Haut bleibt knusprig.
Gut zu wissen
Patamuslos mit Haut und Knochen bleiben beim langsamen Grillen besonders saftig. Die Haut wird erst am Ende direkt über der Hitze knusprig gegrillt.
Zitronensaft gibt der Marinade Säure und Frische; Zitronenspalten werden erst beim Servieren gereicht.
Die geschmolzene Butter wird während des indirekten Grillens auf die Haut gestrichen. Sie unterstützt die Bräunung, kann über direkter Hitze aber Flammen fördern.
Das Chimichurri schmeckt deutlich grüner und würziger mit einer markanteren Koriandernote.
Die Petersilie im gleichen Gewicht durch fein gehacktes Koriandergrün ersetzen.
Die Haut wird etwas weniger buttrig, bleibt aber aromatisch und kann gut bräunen.
Statt geschmolzener Butter Olivenöl verwenden und die Haut damit bestreichen.
Die Garzeit kann sich je nach Größe und Knochenanteil verlängern.
Die Unterkeulen ebenfalls zunächst indirekt grillen und die Garzeit ausschließlich über die Kerntemperatur bestimmen.
Die erste und längste Garphase indirekt durchführen und die direkte Zone nur für das kurze Finish verwenden.
Die Stücke in die indirekte Zone verschieben und bei geschlossenem Deckel bis zur sicheren Kerntemperatur weitergaren.
An der dicksten Stelle messen, den Knochen vermeiden und bei Bedarf in 5-Minuten-Schritten indirekt weitergrillen.
In der indirekten Zone weitergaren und die Temperatur erneut prüfen.
Die Stücke vor dem Marinieren trocken tupfen und die Haut am Ende kurz über direkter Hitze grillen.
Die Hautseite nochmals kurz über die direkte Zone legen und dabei Flammen aufmerksam beobachten.
Die Marinade erhält eine pikante Schärfe, ohne das Grillverfahren zu verändern.
Ausgelöste Hähnchenoberschenkel garen schneller und lassen sich leichter portionieren.
Die Butter wird durch Olivenöl ersetzt, sodass die Marinade und das Finish milchfrei bleiben.
Häufig gefragt
Die angegebene Marinierzeit beträgt 60 Minuten im Kühlschrank. Für dieses Rezept sollte die Marinierzeit nicht eigenmächtig verlängert werden, da die säurehaltige Marinade die Oberfläche des Fleisches verändern kann.
Die indirekte Zone gart die Patamuslos langsam und gleichmäßig. Die direkte Zone wird erst am Ende genutzt, damit die Haut knusprig wird, ohne dass das Fleisch außen verbrennt.
Das Thermometer wird in die dickste Stelle eines Patamuslos gesteckt, ohne den Knochen zu berühren. Vor dem direkten Haut-Finish müssen mindestens 74 °C erreicht sein.
Die Hähnchenstücke sofort in die indirekte Zone verschieben, den Deckel schließen und die Flammen abklingen lassen. Danach bei Bedarf indirekt weitergaren.
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