Bondiola auswählen
Bondiola stammt aus dem Nacken- beziehungsweise Schulterbereich des Schweins. Gut sortierte Metzgereien und lateinamerikanische Fleischereien führen den Zuschnitt eher als gewöhnliche Supermärkte.
Pulled Pork • indirektes BBQ
Saftiges Pulled Pork aus Bondiola, indirekt bei niedriger Temperatur gegrillt, mit Apfelholz geräuchert und anschließend in lange Fasern gezupft. Serviert wird das Fleisch pur mit Garjus und zusätzlicher BBQ-Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pulled Pork ist eine international verbreitete Zubereitung. Diese Variante greift Bondiola aus dem uruguayischen Rezeptumfeld auf und setzt sie konsequent auf dem geschlossenen Grill um: Erst nimmt das Fleisch bei indirekter Hitze Apfelrauch auf, anschließend gart es langsam im eigenen Saft und Apfelsaft weich. Ohne Brot bleibt die zerzupfte Bondiola ein eigenständiges Grillgericht.
Die Bondiola entwickelt eine dunkle, würzige Kruste mit milder Apfelrauchnote. Darunter ist das Schweinefleisch weich, saftig und faserig; Garjus und BBQ-Sauce bringen zusätzliche Würze, leichte Süße und eine glänzende, saftige Bindung.
Schritt für Schritt
Schneide nur sehr dicke, harte Fettstellen von der Bondiola ab und lasse eine dünne Fettschicht stehen. Vermische Salz, braunen Zucker, Paprika, schwarzen Pfeffer, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Kreuzkümmel und Oregano. Reibe das Fleisch rundum mit dem Gewürzrub ein, decke es ab und lasse es 6–12 Stunden im Kühlschrank ruhen.
Bereite den Grill für indirekte Hitze vor und stabilisiere ihn bei 110–120 °C. Stelle eine hitzefeste Auffangschale unter den späteren Garbereich und gib 100 ml Apfelsaft sowie 150 ml Wasser hinein. Lege die Apfelholzchips auf die Glut oder in eine Räucherbox.
Lege die Bondiola über die Auffangschale auf den Rost. Schließe den Grill und räuchere das Fleisch etwa 90 Minuten bei 110–120 °C. Öffne den Deckel in dieser Phase möglichst selten, damit Rauch und Temperatur stabil bleiben.
Daran erkennst du es: Eine kräftige Gewürzkruste beginnt sich zu bilden.
Sobald sich eine kräftige Gewürzkruste gebildet hat, nimm die Bondiola kurz vom Rost und wickle sie dicht in doppelte Alufolie. Gib die restlichen 150 ml Apfelsaft dazu und verschließe das Paket sorgfältig. Lege es zurück in den indirekten Garbereich.
Wichtig: Beim Öffnen eines heißen Folienpakets kann heißer Dampf austreten.
Gare die Bondiola weitere 4–6 Stunden bei 110–120 °C, bis eine Kerntemperatur von etwa 94–96 °C erreicht ist und ein Holzspieß oder Thermometerfühler ohne großen Widerstand hineingleitet. Je nach Größe und Grill kann die Gesamtzeit variieren; entscheidend sind Zartheit und Fasern, nicht allein die Uhr.
Daran erkennst du es: Etwa 94–96 °C im Kern und ein Fühler, der ohne großen Widerstand hineingleitet.
Nimm das Paket vom Grill und lasse die Bondiola 30–45 Minuten ruhen. Öffne die Folie vorsichtig und fange den heißen Fleischsaft auf.
Wichtig: Die Folie und der austretende Dampf sind sehr heiß. Öffne das Paket vom Körper weg und gieße den Saft vorsichtig ab.
Zupfe das Fleisch mit zwei Gabeln oder Fleischkrallen in lange Fasern. Vermische es mit dem aufgefangenen Saft und 120 ml BBQ-Sauce. Die restlichen 80 ml BBQ-Sauce stellst du zum Servieren dazu.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich in lange, weiche Fasern teilen.
Gut zu wissen
Bondiola stammt aus dem Nacken- beziehungsweise Schulterbereich des Schweins. Gut sortierte Metzgereien und lateinamerikanische Fleischereien führen den Zuschnitt eher als gewöhnliche Supermärkte.
Apfelholzchips sorgen für eine milde, fruchtige Rauchnote. Kirschholzchips sind eine passende Alternative mit ebenfalls fruchtigem Charakter.
Die Marmorierung kann anders ausfallen, bei gleicher Garführung bleibt der Zuschnitt dennoch saftig.
Schweinenacken im gleichen Gewicht verwenden, mit demselben Rub einreiben und nach Fühlerprobe und Fasertest fertig garen.
Die Rauchnote wird etwas fruchtiger und kann geringfügig kräftiger wirken.
Kirschholzchips in gleicher Menge wie die Apfelholzchips verwenden und in derselben Räucherphase einsetzen.
Rauch und Temperatur vor dem Auflegen des Fleisches stabilisieren und den Deckel möglichst geschlossen halten.
Den Grill wieder auf 110–120 °C stabilisieren und die Bondiola nach Fühlerprobe weitergaren.
Bis zur Fühlerprobe weitergaren und anschließend 30–45 Minuten ruhen lassen.
Das Fleisch wieder dicht verpacken und im indirekten Garbereich weitergaren, bis der Fühler ohne großen Widerstand hineingleitet.
Das Paket dicht und mit doppelter Folienlage verschließen.
Das Paket vorsichtig neu in Folie wickeln und mit dem aufgefangenen Saft sowie BBQ-Sauce servieren.
Die Bondiola kann nach dem Einreiben abgedeckt 6–12 Stunden im Kühlschrank ruhen, bevor sie auf den Grill kommt.
Häufig gefragt
Bondiola ist ein Schweinezuschitt aus dem Nacken- beziehungsweise Schulterbereich. Er eignet sich wegen seiner Marmorierung besonders für langsames Garen und anschließendes Zupfen.
Ja. Schweinenacken kann in gleicher Menge verwendet werden. Die Marmorierung kann etwas anders ausfallen, deshalb sollte die Fühlerprobe und nicht allein die Garzeit über das Ende entscheiden.
Milde Kirschholzchips sind eine passende Alternative. Sie verleihen dem Fleisch eine etwas fruchtigere Rauchnote und werden in gleicher Menge eingesetzt.
Nein. Diese Variante wird bewusst ohne Brot pur auf dem Teller serviert, mit Garjus und optional zusätzlicher BBQ-Sauce.
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