Räucherholz auswählen
Kleine Chunks aus Buche oder Apfelholz eignen sich für die beschriebene Rauchphase. Sie werden nicht dauerhaft nachgelegt, sondern nur bei deutlich nachlassendem Rauch ergänzt.
Schweizer BBQ-Variante
Langsam im Holzkohle-Smoker gegarte Schweineschulter mit dunkler Würzkruste, echter Rauchphase und saftigem Fleisch, das sich leicht zerzupfen lässt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pulled Pork aus Schweineschulter ist ein ausdauerndes BBQ-Hauptgericht mit kräftiger Würzung und ausgeprägtem Raucharoma. Die Schulter wird zuerst trocken gewürzt und mehrere Stunden indirekt mit Buchen- oder Apfelholz geräuchert. Eingewickelt gart sie anschließend im Smoker weiter, bis sie zupfzart ist. Der aufgefangene Fleischsaft wird zum Schluss unter das Fleisch gehoben.
Außen dunkel, würzig und rauchig mit kräftiger Bark; innen sehr zart, saftig und faserig. Der Apfelsaft rundet die herzhafte Würzung leicht fruchtig ab.
Schritt für Schritt
Die Schweineschulter trocken tupfen. Falls eine sehr dicke, feste Fettschicht vorhanden ist, diese auf etwa 5 mm ausdünnen. Senf, Salz, braunen Zucker, Paprikapulver, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, Cayennepfeffer und schwarzen Pfeffer in der Schüssel vermischen. Die Schulter rundum dünn mit Senf bestreichen und anschließend kräftig mit der Würzmischung einreiben.
Wichtig: Nach dem Kontakt mit rohem Schweinefleisch Hände, Arbeitsfläche und verwendete Geräte gründlich reinigen.
50 ml Apfelsaft mit der Marinier- oder Fleischspritze an mehreren Stellen in die dickste Partie der Schulter spritzen. Das Fleisch abgedeckt 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Eine Stunde vor dem Garen aus dem Kühlschrank nehmen, damit es temperieren kann.
Wichtig: Das Fleisch während der gesamten Kühlzeit abgedeckt und gekühlt aufbewahren.
Den Holzkohle-Smoker für indirekte Hitze einrichten. Die Glut liegt auf einer Seite, die mit 1 l Wasser gefüllte Wasserschale zwischen Glut und Fleisch. Den Garraum auf 105–115 °C stabilisieren. Zwei Holzchunks auf die Glut legen und warten, bis sauberer, dünner Rauch entsteht.
Wichtig: Beim Nachlegen von Kohle oder Holz hitzebeständige Handschuhe und geeignete Grillwerkzeuge verwenden.
Das Fleisch auf die indirekte Seite des Rosts legen und den Temperaturfühler in die dickste Stelle stecken. Die Schulter 4–6 Stunden im Smoker garen und dabei tatsächlich dem Holzrauch aussetzen. Die Garraumtemperatur zwischen 105 und 115 °C halten. Wenn die Oberfläche trocken und dunkel gewürzt ist und die Kerntemperatur etwa 70–75 °C erreicht, ist die Rauch- und Krustenphase abgeschlossen. Weitere Holzchunks nur nachlegen, wenn der Rauch deutlich nachlässt.
Daran erkennst du es: Trockene, dunkle Oberfläche und etwa 70–75 °C Kerntemperatur
Wichtig: Den Temperaturfühler so platzieren, dass er nicht am Knochen oder an einer besonders dünnen Stelle liegt.
Die Schulter auf festes Metzgerpapier legen, mit den restlichen 100 ml Apfelsaft beträufeln und dicht einwickeln. Das eingewickelte Fleisch wieder auf den Rost legen. Die eingewickelte Phase findet weiterhin im Smoker statt und wird nicht durch Backofen, Slow Cooker oder ein anderes Gerät ersetzt.
Wichtig: Das Metzgerpapier darf nicht mit offener Flamme in Kontakt kommen.
Das eingewickelte Fleisch bei 110–120 °C im Smoker weitergaren. Die gesamte tatsächliche Smoker-Garzeit beträgt je nach Gewicht, Fettgehalt und Smoker etwa 10–14 Stunden. Eine Plateauphase zwischen etwa 70 und 80 °C ist möglich und kann den Garverlauf verlängern. Das Fleisch ist fertig, wenn der Temperaturfühler meist 93–96 °C anzeigt und ohne deutlichen Widerstand in die dickste Stelle gleitet. Die Zartheitsprüfung entscheidet über das Ende, nicht allein die Zahl auf dem Thermometer.
Daran erkennst du es: Der Fühler gleitet ohne deutlichen Widerstand in die dickste Stelle; meist 93–96 °C Kerntemperatur
Wichtig: Das Fleisch erst aus dem Smoker nehmen, wenn die dickste Stelle zart geprüft ist.
Die eingewickelte Schulter 45–90 Minuten ruhen lassen. Danach das Papier vorsichtig öffnen und den aufgefangenen Fleischsaft zurückhalten. Knochen und größere Fettstücke entfernen. Das Fleisch mit zwei Gabeln oder sauberen Fleischklauen entlang der natürlichen Fasern zerzupfen und nach Bedarf mit etwas aufgefangenem Saft vermengen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht entlang der natürlichen Fasern zerzupfen.
Wichtig: Zum Zerzupfen saubere Fleischklauen oder saubere Gabeln verwenden.
Das Pulled Pork heiß und zerzupft servieren. Die rauchige Kruste unter das zarte Innere heben, damit jede Portion etwas Bark und Fleischsaft enthält. Es kann pur mit aufgefangenem Fleischsaft oder im Brötchen serviert werden.
Gut zu wissen
Kleine Chunks aus Buche oder Apfelholz eignen sich für die beschriebene Rauchphase. Sie werden nicht dauerhaft nachgelegt, sondern nur bei deutlich nachlassendem Rauch ergänzt.
Von den insgesamt 150 ml werden 50 ml zum Injizieren verwendet. Die übrigen 100 ml kommen erst in der Wickelphase über die Schulter.
Gewicht, Form und Fettgehalt der Schweineschulter beeinflussen die tatsächliche Garzeit deutlich. Die Zartheitsprüfung bleibt deshalb wichtiger als eine feste Uhrzeit.
Nur bei sauberem, dünnem Rauch räuchern und weitere Chunks erst bei deutlich nachlassendem Rauch ergänzen.
Die Schulter ohne weitere Holzchunks eingewickelt fertig garen und beim Zerzupfen besonders bittere Krustenstellen sparsam entfernen.
Indirekte Zone, Wasserschale und Temperaturfühler vor dem Auflegen stabilisieren und den Deckel nur kurz öffnen.
Die Kohle vorsichtig nachregeln und die Schulter weitergaren, bis der Fühler ohne deutlichen Widerstand hineingleitet.
Nicht allein nach der Thermometerzahl entscheiden, sondern die dickste Stelle mit dem Fühler prüfen.
Die Schulter weiter eingewickelt im Smoker garen und die Zartheit erneut prüfen.
Nach der Rauch- und Krustenphase dicht einwickeln, die Ruhezeit einhalten und den Fleischsaft zurückhalten.
Nach und nach aufgefangenen Fleischsaft unter das zerzupfte Fleisch mischen.
Die Rauch- und Krustenphase erst bei trockener, dunkler Oberfläche und etwa 70–75 °C Kerntemperatur abschließen.
Das Fleisch nach dem Auspacken noch kurz im Smoker weitergaren, sofern die Zartheit noch nicht erreicht ist.
Die gewürzte und mit Apfelsaft injizierte Schweineschulter kann abgedeckt bis zu 12 Stunden im Kühlschrank ziehen. Vor dem Garen eine Stunde temperieren.
Häufig gefragt
Die Rauchphase läuft bei etwa 105–115 °C Garraumtemperatur. Nach dem Einwickeln wird die Schulter bei etwa 110–120 °C im Smoker weitergegart.
Nach etwa 4–6 Stunden, wenn die Oberfläche trocken und dunkel gewürzt ist und die Kerntemperatur ungefähr 70–75 °C erreicht hat.
Die Schulter ist fertig, wenn der Temperaturfühler meist 93–96 °C anzeigt und ohne deutlichen Widerstand in die dickste Stelle gleitet. Die Zartheitsprüfung ist entscheidend.
Für die Rauchphase sind 4–6 kleine Chunks aus Buche oder Apfelholz vorgesehen. Weitere Chunks nur nachlegen, wenn der Rauch deutlich nachlässt.
Die 45–90 Minuten Ruhezeit geben dem Fleisch Zeit, sich zu setzen. Danach lässt es sich leichter zerzupfen und der aufgefangene Fleischsaft kann untergemischt werden.
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