Sata Ikan

Gegrillte Fischpäckchen

Würzige Makrelenmasse mit Kokosnuss, Kokosmilch und Tamarinde wird in Bananenblätter gefaltet, auf Bambusspieße gesetzt und direkt gegrillt. Die 12 kleinen Sata-Päckchen werden heiß im gerösteten Bananenblatt serviert.

Zum Rezept
Sata Ikan aus Terengganu
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 22 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge 12 Sata-Päckchen auf 4 kleinen Spießen
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Pürieren und Mixen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die fettreiche Makrele verbindet sich mit Kokosnuss und Kokosmilch zu einer saftigen, aromatischen Fischmasse.
  • Tamarinde, Palmzucker, Chili, Zitronengras und Kurkuma sorgen für ein ausgewogenes Spiel aus Säure, Süße, Schärfe und Würze.
  • Das Bananenblatt hält die kleinen Portionen zusammen, schützt sie vor der direkten Hitze und verleiht ihnen ein feines Grillaroma.
  • Das Auffädeln von jeweils drei Päckchen auf einen Bambusspieß erleichtert das Wenden und Servieren.

Sata Ikan ist eine Spezialität aus Terengganu an Malaysias Ostküste. Für diese kleinen Fischpäckchen wird Makrele mit Kokosnuss, Kokosmilch, Tamarinde und aromatischen Gewürzen vermischt, in Bananenblätter gefaltet und direkt über dem Grill gegart. Die Blätter schützen die Fischmasse und geben ihr während des Grillens einen charakteristischen Duft.

Die Sata-Päckchen duften nach gegrilltem Bananenblatt, Zitronengras und Kokosnuss. Die Fischmasse ist weich und saftig, zugleich vollständig fest gegart; an den Blattkanten entstehen dunkle Röstaromen. Tamarinde bringt eine angenehme Säure, während Palmzucker und Kokosmilch die Würze abrunden.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten

  1. Spieße und Bananenblätter vorbereiten

    Die Bambusspieße 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Währenddessen die Bananenblätter abspülen und trocken tupfen. Jedes Blattstück kurz über dem warmen Grill erwärmen, bis es biegsam wird. Nicht rösten.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bananenblätter sind weich und biegsam, ohne geröstet zu sein.

    • Tiefgekühlte Bananenblätter vollständig auftauen und vor dem Erwärmen trocken tupfen.
    • Das kurze Erwärmen verhindert, dass die Blätter beim Falten reißen.
  2. Würzpaste mixen

    Das Makrelenfilet in Stücke schneiden und beiseitestellen. Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Zitronengras, Chilischoten, Kurkumapulver, Tamarindenpaste, Wasser, Palmzucker und Salz in den Mixer geben und zu einer groben Würzpaste verarbeiten.

    10 Minuten
    • Die Paste darf noch leicht stückig sein; sie muss nicht vollkommen glatt werden.

    Wichtig: Rohes Fischfilet und Küchenutensilien nach der Verarbeitung gründlich reinigen.

  3. Fischmasse mischen und kühlen

    Die Fischstücke mit der Würzpaste, der Kokosmilch und der geriebenen Kokosnuss in der Rührschüssel vermengen. Die Masse 20 Minuten gekühlt ziehen lassen, damit die Aromen einziehen.

    20 Minuten
    • Die Schüssel während der Ruhezeit abdecken oder geschlossen kühlen.

    Wichtig: Die rohe Fischmasse bis zum Formen durchgehend gekühlt halten.

Formen und Grillen

  1. Grill vorbereiten

    Den Grill für direkte mittlere bis kräftige Hitze auf etwa 200 bis 220 °C vorbereiten. Den Rost sauber bürsten und dünn mit dem neutralen Öl bestreichen.

    5 Minuten 210 °C
    • Der Rost sollte sauber und nur dünn geölt sein, damit die Bananenblätter nicht unnötig anhaften.

    Wichtig: Beim Bürsten und Ölen des heißen Grills auf ausreichenden Abstand zur Hitze achten.

  2. Sata-Päckchen formen

    Jeweils etwa 1½ gehäufte Esslöffel Fischmasse mittig auf ein Bananenblatt setzen. Die Blattseiten über die Masse falten und ein flaches, dichtes Päckchen formen. Je drei Päckchen mit einem eingeweichten Bambusspieß durch die gefaltete Unterkante auffädeln. Die Päckchen sollen eng sitzen, aber nicht zerdrückt werden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Päckchen sind flach, dicht gefaltet und halten ohne offene Spalten zusammen.

    • Die Blattunterkante beim Auffädeln vollständig durchstechen, damit sich die Päckchen beim Wenden nicht lösen.
    • Die Fischmasse gleichmäßig auf alle 12 Blattstücke verteilen.

    Wichtig: Die rohe Fischmasse nicht bei Raumtemperatur stehen lassen; jeweils nur die benötigte Menge aus dem Kühlschrank nehmen.

  3. Sata direkt grillen

    Die Spieße direkt über die Hitze legen. Die Sata-Päckchen 4 bis 5 Minuten grillen, vorsichtig wenden und weitere 3 bis 5 Minuten garen. Die Bananenblätter dürfen an den Rändern dunkel werden. Die Fischmasse muss vollständig fest und undurchsichtig sein; am dicksten Päckchen sollte sie mindestens 70 °C Kerntemperatur erreichen.

    9 Minuten 210 °C

    Daran erkennst du es: Die Fischmasse ist vollständig fest und undurchsichtig; das dickste Päckchen erreicht mindestens 70 °C im Kern.

    • Die Spieße vorsichtig wenden, damit die Blattpäckchen nicht zerdrückt werden.
    • Je nach Grill und Dicke der Päckchen kann die genaue Grillzeit innerhalb des angegebenen Bereichs variieren.

    Wichtig: Fisch vollständig durchgaren und am dicksten Päckchen mindestens 70 °C Kerntemperatur anstreben.

Ruhen und Servieren

  1. Kurz ruhen lassen und servieren

    Die Spieße vom Grill nehmen und 2 Minuten ruhen lassen. Sata Ikan heiß in den gegrillten Bananenblättern servieren.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Päckchen sind heiß und bleiben beim Servieren in ihren gefalteten Bananenblättern.

    • Die Päckchen direkt auf den Spießen servieren, damit sie ihre Form behalten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Bananenblätter biegsam machen: Bananenblätter nur kurz über dem warmen Grill erwärmen. Sie sollen weich und biegsam werden, aber nicht rösten oder verbrennen.
  • Gleichmäßige Päckchen: Die Fischmasse möglichst gleichmäßig auf die 12 Blattstücke verteilen. So garen die Päckchen auf dem Grill vergleichbar schnell.
  • Garzustand prüfen: Die Fischmasse muss vollständig fest und undurchsichtig sein. Am dicksten Päckchen sollte die Kerntemperatur mindestens 70 °C erreichen.

Zutatenwissen

Bananenblätter vorbereiten

Frische oder tiefgekühlte Bananenblätter verwenden. Tiefgekühlte Blätter vollständig auftauen und trocken tupfen, bevor sie kurz erwärmt und gefaltet werden.

Tamarindenpaste ersetzen

Tamarindenpaste ist in asiatischen Lebensmittelgeschäften und zunehmend in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Falls sie nicht verfügbar ist, kann sie durch Zitronensaft ersetzt werden.

Geriebene Kokosnuss

Frisch geriebene Kokosnuss ist auch tiefgekühlt erhältlich. Ungesüßte tiefgekühlte Kokosraspel passen ebenfalls; getrocknete Kokosraspel machen die Fischmasse trockener.

Sinnvolle Alternativen

tiefgekühlte Bananenblätter

Nach dem Auftauen lassen sie sich ebenso gut falten.

Die Blätter vollständig auftauen, abspülen und trocken tupfen. Anschließend wie frische Blätter kurz über dem warmen Grill erwärmen.

Zitronensaft

Die Säure wirkt heller und weniger malzig als bei Tamarindenpaste.

Die Tamarindenpaste durch 1 EL Zitronensaft ersetzen und den Zitronensaft mit den übrigen Zutaten zur Würzpaste mixen.

ungesüßte tiefgekühlte Kokosraspel

Das Aroma bleibt passend; die Masse kann etwas trockener wirken.

Die ungesüßten tiefgekühlten Kokosraspel vollständig auftauen und mit der Kokosmilch unter die Fischmasse mischen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bananenblätter reißen oder schmecken verbrannt.

Die Blätter nur kurz erwärmen, bis sie biegsam werden, und nicht rösten.

Gerissene Blätter durch neue, kurz erwärmte Stücke ersetzen.

Die Fischmasse ist in der Mitte noch nicht fest gegart.

Die Masse flach verteilen und die 12 Portionen möglichst gleich groß formen.

Die Päckchen vorsichtig weitergrillen, bis die Fischmasse vollständig fest und undurchsichtig ist.

Die Päckchen öffnen sich beim Wenden.

Die Blattseiten eng über die Masse falten und den Spieß durch die gefaltete Unterkante führen.

Das Päckchen vorsichtig mit einem weiteren Blattstück umwickeln und erneut auffädeln.

Die Fischmasse bleibt innen glasig oder weich.

Die Päckchen nach dem Wenden insgesamt 7 bis 10 Minuten grillen und den dicksten Teil prüfen.

Die Päckchen bei direkter Hitze weitergaren, bis die Masse fest und undurchsichtig ist.

Servieren und kombinieren

  • Heiß im Bananenblatt servieren: Die Sata-Päckchen nach der kurzen Ruhezeit direkt auf den Bambusspießen in ihren gegrillten Bananenblättern servieren.
  • Direkt vom Grill: Die kleinen Päckchen eignen sich als aromatisches Fischgericht für eine gemeinsame Grillrunde und lassen sich portionsweise vom Spieß nehmen.

Allergene und Nährwerte

  • Fisch: enthält · Das Rezept enthält Makrelenfilet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich tiefgekühlte Bananenblätter verwenden?

Ja. Die Blätter vollständig auftauen, trocken tupfen und anschließend kurz über dem warmen Grill erwärmen, bis sie biegsam werden.

Was kann ich statt Tamarindenpaste verwenden?

Ersetze die Tamarindenpaste durch 1 EL Zitronensaft. Die Säure wirkt dadurch heller und weniger malzig.

Kann ich getrocknete Kokosraspel verwenden?

Ungesüßte tiefgekühlte Kokosraspel sind eine passende Alternative. Getrocknete Kokosraspel machen die Fischmasse jedoch trockener.

Aus unserer Küche

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