Galgant
Frischer Galgant ist in gut sortierten Asia-Märkten meist bei Ingwer und Kurkuma erhältlich. Er bringt ein pfeffriges und zitroniges Aroma in die Gewürzpaste.
Spießgericht · Westsumatra
Würzige Rinderzungen-Spieße aus Westsumatra mit aromatischer Gewürzpaste, sämiger Reismehl-Sauce, LontongZylindrisch gepresster Reiskuchen, traditionell in Bananenblättern gegart. und Röstzwiebeln.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sate Padang gehört zu den würzigen Spießgerichten Westsumatras. Für diese Variante wird Rinderzunge zunächst blanchiert, anschließend im Gewürzsud weich geschmort und danach direkt über Holzkohle angeröstet. Die kräftige Sauce entsteht aus derselben Gewürzbasis und Brühe und wird mit Reismehl sämig gebunden.
Die Spieße sind zart und saftig mit leicht angerösteten Kanten. Die Sauce ist dick, intensiv würzig, warm scharf und leicht säuerlich; Lontong wirkt weich und mild, während Röstzwiebeln für Knusprigkeit sorgen.
Schritt für Schritt
Die Bambusspieße 30 Minuten vollständig mit Wasser bedecken. Die Rinderzunge unter kaltem Wasser abspülen, in 2 l Wasser aufkochen und 5 Minuten blanchieren. Das Wasser abgießen. Die Zunge kurz abkühlen lassen und die äußere, feste Haut mit einem scharfen Messer vollständig abziehen.
Daran erkennst du es: Die äußere, feste Haut der Zunge lässt sich vollständig abziehen.
Wichtig: Beim Abgießen und Abkühlen der heißen Zunge vorsichtig arbeiten.
Die Zunge mit 1,5 l frischem Wasser erneut aufsetzen, aufkochen und 30 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Die Zunge herausheben und 1 l der Brühe abmessen. Davon 500 ml für die Zunge und 500 ml für die Sauce beiseitestellen. Die Zunge in etwa 3 cm große Würfel schneiden.
Daran erkennst du es: Die Zunge ist vor dem späteren Schmoren fest, aber gut schneidbar.
Wichtig: Die gekochte Zunge mit sauberem Werkzeug weiterverarbeiten und Kreuzkontamination vermeiden.
Knoblauch, Schalotten, Chili, Ingwer, GalgantAromatisches Rhizom aus der Ingwerfamilie, besonders wichtig in Südostasien. und KurkumawurzelFrische Kurkumawurzel ist das aromatische Rhizom der Kurkumapflanze und wird meist gerieben, geschnitten oder fein gehackt verwendet. zu einer feinen Paste mixen. Falls nötig, dafür 1 bis 2 Esslöffel der abgemessenen Brühe verwenden.
Daran erkennst du es: Die Paste ist möglichst fein und gleichmäßig vermischt.
Das Öl in zwei schweren Töpfen beziehungsweise zunächst in einem schweren Topf erhitzen. Die Gewürzpaste 1 Minute anbraten. Koriandersaat, Currypulver, Muskatnuss, weißen Pfeffer und Fenchelsaat einrühren. Zimt, Sternanis, Kardamom, Nelken, Zitronengras, Daun-salam-Blätter und Kaffir-Limettenblätter dazugeben. Alles etwa 4 Minuten braten, bis die Gewürze intensiv duften. Die Mischung gleichmäßig auf zwei Töpfe verteilen.
Daran erkennst du es: Die Gewürze duften intensiv, ohne dass die Paste dunkel oder bitter wird.
Wichtig: Das Öl nicht überhitzen; Gewürzpaste kann spritzen.
Die Zungenwürfel in einen der Töpfe geben. 500 ml Brühe und 12 g Salz hinzufügen. Alles aufkochen und anschließend etwa 60 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Zunge weich ist und die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen wurde. Danach vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zungenwürfel sind weich und die Flüssigkeit ist fast vollständig aufgenommen.
Wichtig: Die Zungenwürfel vollständig durchgaren und bis zum Grillen nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Für die Sauce die übrige Gewürzmischung mit den restlichen 500 ml Brühe und dem Tamarindenkonzentrat 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb gießen. Das Reismehl mit 75 ml kaltem Wasser glatt verrühren, in die heiße Brühe rühren und die Sauce unter ständigem Rühren 4 bis 5 Minuten weiterkochen, bis sie dick und glatt ist. Mit 5 g Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist dick und glatt und überzieht den Löffel.
Wichtig: Die heiße Brühe vorsichtig durch das Sieb gießen und beim Einrühren Spritzer vermeiden.
Je 3 bis 4 Zungenwürfel auf einen eingeweichten Spieß stecken. Den Grill für direkte Hitze auf etwa 220 bis 240 °C am Rost vorheizen. Die Spieße dünn mit Öl bestreichen und direkt über der Glut 1 bis 2 Minuten pro Seite grillen, bis die Kanten leicht gebräunt und stellenweise angeröstet sind. Die Zunge ist bereits gegart; auf dem Grill geht es vor allem um Röstaromen.
Daran erkennst du es: Die Kanten sind leicht gebräunt und stellenweise angeröstet.
Wichtig: Die Spieße nur mit eingeweichten Bambusspießen grillen und die heiße Grillzange verwenden.
Die Lontong-Scheiben auf Teller verteilen, die heißen Spieße darauflegen und großzügig mit der dicken Sauce überziehen. Mit Röstzwiebeln bestreuen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Spieße sind heiß, die Sauce ist dick und die Röstzwiebeln bleiben knusprig.
Gut zu wissen
Frischer Galgant ist in gut sortierten Asia-Märkten meist bei Ingwer und Kurkuma erhältlich. Er bringt ein pfeffriges und zitroniges Aroma in die Gewürzpaste.
Frische Kurkumawurzel liegt häufig im Kühlregal asiatischer Lebensmittelgeschäfte. Kurkumapulver ist möglich, färbt die Sauce stärker und schmeckt etwas erdiger.
Daun-salam-Blätter und Kaffir-Limettenblätter sind frisch oder tiefgekühlt im Asia-Markt erhältlich. Sie geben dem Gewürzsud eine charakteristische aromatische Tiefe.
Gekochte indonesische Reiskuchen gibt es vakuumverpackt im Asia-Markt. In Scheiben geschnitten nehmen sie die dicke Sauce besonders gut auf.
Das Aroma wird weniger pfeffrig und zitronig.
Galgant durch eine größere Menge Ingwer ersetzen und die Paste wie beschrieben mixen.
Die Sauce färbt sich stärker und schmeckt etwas erdiger.
Kurkumapulver anstelle der frischen Kurkumawurzel in die Gewürzpaste geben.
Das Aroma wird kräftiger und weniger typisch indonesisch.
Daun-salam-Blätter durch ein kleines Lorbeerblatt ersetzen und dieses im Gewürzsud mitkochen.
Die Sauce wird weniger blumig, erhält aber weiterhin Zitrusaroma.
Fein abgeriebene Limettenschale statt der Blätter verwenden und zum Gewürzsud geben.
Die Säure wirkt frischer und etwas spitzer.
Als Ersatz nach und nach einrühren und die Sauce vor dem Salzen abschmecken.
Die Sauce wird glatter und weniger körnig.
Speisestärke ebenfalls zunächst mit kaltem Wasser glatt verrühren und in die heiße Brühe einarbeiten.
Die Zunge kurz abkühlen lassen und die feste Haut vollständig mit einem scharfen Messer abziehen.
Sichtbare feste Haut vor dem Würfeln nachträglich entfernen.
Die Brühe mit dem Messbecher genau aufteilen und die beiden Portionen getrennt halten.
Nur vorhandene Brühe verwenden und die Konsistenz der Sauce beim Binden entsprechend prüfen.
Reismehl mit kaltem Wasser glatt anrühren und unter ständigem Rühren einarbeiten.
Die Sauce nochmals durch ein feines Sieb geben und vorsichtig weiter erhitzen.
Nur 1 bis 2 Minuten pro Seite grillen und auf leicht gebräunte Kanten achten.
Die Spieße sofort mit Sauce servieren, damit die Oberfläche wieder saftiger wirkt.
Die Schärfe der Gewürzpaste lässt sich reduzieren, ohne den grundsätzlichen Charakter des Gerichts zu verlieren.
Die Sauce kann mit Speisestärke statt Reismehl gebunden werden.
Häufig gefragt
Die Menge reicht für etwa 16 bis 20 Spieße. Die genaue Zahl hängt davon ab, wie groß die etwa 3 cm großen Zungenwürfel geschnitten werden und ob jeweils drei oder vier Würfel auf einen Spieß kommen.
Ja. Mehr Ingwer funktioniert als Ersatz, das Aroma wird dann jedoch weniger pfeffrig und zitronig.
Gekochte indonesische Reiskuchen gibt es vakuumverpackt im Asia-Markt. In Scheiben geschnitten nehmen sie die dicke Sauce besonders gut auf.
Die Zunge ist dann bereits gegart. Das kurze Grillen über direkter Hitze dient vor allem dazu, die Kanten leicht zu bräunen und Röstaromen zu erzeugen.
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