Satoimo-Dengaku mit weißem Miso

Japan · Taro-Grillbegleiter

Vorgekochte japanische Taro-Knollen werden auf flachen Spießen direkt gegrillt und mit einer süß-würzigen Glasur aus weißem MisoSalzige fermentierte Würzpaste der japanischen Küche aus Sojabohnen, Koji und Salz., Zucker, Mirin und Mentsuyu gebräunt.

Zum Rezept
Satoimo-Dengaku vom Grill
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Minuten
Gesamtzeit ca. 45 Minuten
Menge Portionen als Grillbegleiter
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Soja, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Kochen in Flüssigkeit
Würzanwendung Glasieren
Vorgesehener Würzeinsatz Als Würzglasur vorgesehen
Servierrolle Als Beilage vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Vorkochen macht die Satoimo weich und sorgt dafür, dass sie auf dem Grill nur noch bräunen müssen.
  • Weißes Miso, Zucker, Mirin und Mentsuyu verbinden süße, salzige und würzige Aromen zu einer haftenden Glasur.
  • Das Grillen auf Spießen vergrößert die gebräunte Oberfläche und erleichtert das gleichmäßige Wenden.
  • Die kurze Ruhezeit lässt die angebackene Glasur an der Oberfläche leicht anziehen.

Satoimo-Dengaku bringt kleine japanische Taro-Knollen auf den Grill: außen leicht geröstet, innen weich und cremig, mit einer süß-würzigen weißen Miso-Glasur. Die Knollen werden zunächst gegart, auf Spieße gesteckt und anschließend direkt gegrillt. So bleibt der Taro der Hauptbestandteil und bekommt kräftige Röstaromen.

Außen leicht gebräunt und glänzend, innen weich und cremig. Die Glasur schmeckt süß-würzig und misoartig, während der Grill dezente Röstaromen beisteuert.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Satoimo vorbereiten

    Die Satoimo gründlich waschen und anhaftende Erde abreiben. Die Enden knapp abschneiden. Große Knollen halbieren, kleine ganz lassen.

    • Kleine, festkochende Knollen lassen sich ganz aufspießen.
    • Die Knollen erst nach dem Waschen und Zuschneiden weiterverarbeiten.
  2. Satoimo vorkochen und schälen

    Die Knollen in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und das Salz hinzufügen. Aufkochen und 10–15 Minuten garen, bis ein Messer leicht hineingleitet. Abgießen, etwa 10 Minuten abkühlen lassen und die Schalen abziehen.

    Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet leicht in die Knollen.

    • Bei größeren Knollen kann das Vorkochen etwas länger dauern.
    • Die Knollen vor dem Schälen ausreichend abkühlen lassen, damit sie sich gut greifen lassen.

    Wichtig: Beim Abgießen und Schälen vorsichtig mit heißem Wasser und Dampf umgehen.

  3. Knollen aufspießen

    Je vier Knollen auf einen flachen Spieß stecken. Die Knollen sollen dicht aneinanderliegen, aber sich beim Wenden noch gut greifen lassen.

    • Halbierte große Knollen mit der Schnittfläche so ausrichten, dass sie stabil auf dem Spieß liegen.
  4. Miso-Glasur anrühren

    Weißes Miso, Zucker, Mirin und Mentsuyu verrühren. Die Mischung in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze 1–2 Minuten erwärmen, bis sich der Zucker löst. Nicht stark kochen lassen.

    Daran erkennst du es: Der Zucker ist gelöst und die Glasur ist glatt verrührt.

    • Die Glasur nur erwärmen, damit sie glatt wird; starkes Kochen kann sie zu dick oder klebrig machen.
  5. Grill vorbereiten

    Den Grill auf 200–220 °C direkte mittlere Hitze vorheizen. Rost oder Grillplatte dünn mit dem neutralen Öl bestreichen.

    210 °C
    • Nur dünn ölen, damit die Spieße nicht unnötig rauchen.

    Wichtig: Beim Ölen eines heißen Grills Abstand zur Hitze halten und nur sehr wenig Öl verwenden.

  6. Satoimo grillen und glasieren

    Die Spieße rundum mit etwa zwei Dritteln der Miso-Glasur bestreichen und direkt auf den heißen Rost legen. 2–3 Minuten grillen, wenden und weitere 2–3 Minuten grillen, bis die Glasur leicht gebräunt ist. Bei zu starker Bräunung die Spieße kurz in die indirekte Zone ziehen.

    210 °C

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist rundum leicht gebräunt und haftet an den Knollen.

    • Die Glasur vor dem Auflegen gleichmäßig verteilen.
    • Die Spieße vorsichtig wenden, damit die weichen Knollen nicht vom Spieß rutschen.
    • Den restlichen Glasuranteil nicht mit bereits benutztem Pinsel zurück in den Topf geben.

    Wichtig: Heiße Spieße und Grillzange vorsichtig handhaben; die Glasur kann durch den Zucker schnell nachdunkeln.

  7. Ruhen lassen und servieren

    Die Satoimo-Dengaku 2 Minuten ruhen lassen und warm mit der angebackenen Miso-Glasur servieren.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist leicht angezogen und die Spieße lassen sich gut servieren.

    • Warm servieren, solange die Knollen weich und die Röstaromen präsent sind.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Glasur nicht stark kochen: Die Miso-Mischung nur bei niedriger Hitze erwärmen, bis sich der Zucker löst. Starkes Kochen ist nicht nötig und kann die Glasur zu dick oder zu dunkel machen.
  • Arbeitsablauf bündeln: Während die Satoimo abkühlen, können Spieße, Glasur und Grill vorbereitet werden. So bleibt die Gesamtzeit trotz der Abkühlphase bei ungefähr 45 Minuten.
  • Glasur beim Grillen beobachten: Durch den Zucker bräunt die Glasur schnell. Bei zu starker Bräunung die Spieße in die indirekte Grillzone ziehen.

Zutatenwissen

Satoimo und Taro

Satoimo ist japanischer Taro. Kleiner festkochender Taro ist eine passende Alternative; bei größeren Knollen kann das Vorkochen etwas länger dauern.

Weißes Miso

Weißes Miso sorgt für eine milde, süßere Glasur. Helles Miso funktioniert ebenfalls, schmeckt aber herzhafter und weniger süß.

Mentsuyu richtig dosieren

Die angegebene Menge bezieht sich auf 2-fach konzentriertes Mentsuyu. Bei einem anderen Konzentrationsgrad sollte die Glasur vorsichtig abgeschmeckt werden.

Sinnvolle Alternativen

Kleiner festkochender Taro

Größere Knollen können eine längere Vorkochzeit benötigen und lassen sich eventuell nicht ganz aufspießen.

Größere Taro-Knollen in passende Stücke teilen und so lange vorkochen, bis ein Messer leicht hineingleitet. Anschließend auf die Spieße stecken.

Helles Miso

Die Glasur wird herzhafter und weniger süß als mit weißem Miso.

Helles Miso in gleicher Menge verwenden und die Glasur vor dem Auftragen abschmecken.

Helle Sojasauce und ungesalzener Dashi

Die Glasur wird etwas salziger und weniger süß.

Beide Ersatzflüssigkeiten miteinander verrühren und anstelle der 5 ml Mentsuyu in die Glasur geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Satoimo bleiben innen fest.

So lange vorkochen, bis ein Messer leicht hineingleitet.

Die Spieße bei indirekter Hitze mit geschlossenem Deckel noch kurz weitergaren, bevor sie erneut leicht gebräunt werden.

Die Miso-Glasur wird sehr dunkel oder bitter.

Die Spieße beobachten und bei zu starker Bräunung in die indirekte Zone ziehen.

Verbrannte Oberflächen vorsichtig abnehmen und die Spieße mit dem zurückbehaltenen Glasuranteil dünn nachbestreichen.

Die Satoimo haften am Rost oder an der Grillplatte.

Rost oder Grillplatte dünn mit neutralem Öl bestreichen und die Glasur leicht anziehen lassen.

Die Spieße mit der Grillzange vorsichtig lösen und erst wenden, wenn sich eine gebräunte Oberfläche gebildet hat.

Varianten

Taro-Stücke vom Grill

Die vorgekochten Satoimo werden nicht aufgespießt, sondern als einzelne Stücke auf einer geölten Grillplatte gebräunt und glasiert.

Herzhaftere Glasur

Helles Miso ersetzt das weiße Miso und ergibt eine weniger süße, kräftigere Glasur.

Servieren und kombinieren

  • Warm als Grillbegleiter: Die Satoimo-Dengaku warm auf den flachen Spießen servieren. Sie eignet sich als eigenständiger kleiner Grillbegleiter zu weiteren gegrillten Speisen.
  • Mit angebackener Glasur servieren: Die Spieße mit der angebackenen Miso-Glasur direkt nach der kurzen Ruhezeit servieren, damit die Oberfläche noch glänzt und die Knollen innen weich bleiben.

Allergene und Nährwerte

  • Soja: enthält · Weißes Miso ist eine Sojazubereitung. Die Produktkennzeichnung von Mentsuyu kann zusätzliche Allergene ausweisen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich größere Taro-Knollen verwenden?

Ja. Größere Knollen sollten passend geteilt werden und können etwas länger vorkochen, bis ein Messer leicht hineingleitet.

Was kann ich statt Mentsuyu verwenden?

Als Ersatz sind 5 ml helle Sojasauce und 5 ml ungesalzener Dashi angegeben. Die Glasur wird dadurch etwas salziger und weniger süß.

Kann ich helles Miso statt weißem Miso nehmen?

Ja. Helles Miso funktioniert, schmeckt aber herzhafter und weniger süß. Die Glasur vor dem Auftragen abschmecken.

Aus unserer Küche

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