MSG im Rub
Mononatriumglutamat unterstützt die herzhafte Würzwirkung des Rubs. Wenn es weggelassen wird, schmecken die Rippchen etwas weniger vollmundig.
USA · South Carolina · BBQ-Rippchen
Indirekt und langsam gegarte Schweine-Spareribs mit leichtem Gewürzauftrag, kräftigem Rauch und einem dünnen Essig-Pfeffer-Mop, der erst nach der ersten Rauchphase aufgetragen wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Rippchen orientieren sich an einer im Pee-Dee-Raum South Carolinas belegten BBQ-Praxis: kräftiger Rauch, ein zurückhaltender Gewürzauftrag und ein dünner Essig-Pfeffer-Mop. Der Mop wird erst nach der ersten Rauchphase aufgetragen und bringt Säure, Schärfe und etwas Süße an das Fleisch. Die Variante ist eine südkarolinische Ausprägung amerikanischer Rippchen, nicht der Anspruch auf ein einziges Original. Auf dem Grill werden die Spareribs indirekt und langsam gegart, bis sich die Knochenenden leicht zeigen und das Rack elastisch nachgibt.
Die Rippchen entwickeln eine kräftig rotbraune, trockene Oberfläche mit deutlichem Rauchduft. Das Fleisch bleibt saftig und würzig, während der Mop eine klare Essigsäure, schwarzen Pfeffer, Chiliwärme und eine leichte Süße beisteuert.
Schritt für Schritt
Salz, Paprikapulver, Chilipulver, braunen Zucker, schwarzen Pfeffer, MSG, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver und Cayennepfeffer in einer Rührschüssel gründlich vermischen.
Den Essig in einem kleinen Topf auf etwa 66 °C erwärmen. Die Zitronenscheiben hineingeben und etwa 10 Minuten mit erhitzen, bis sie leicht durchsichtig werden. Schwarzen Pfeffer, Cayennepfeffer, Chiliflocken und Zucker einrühren. Den Mop weiter erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat und die Flüssigkeit etwa 88 °C erreicht. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Zucker ist vollständig gelöst und die Zitronenscheiben sind leicht durchsichtig.
Wichtig: Heißen Essig vorsichtig handhaben und Spritzer vermeiden.
Die dünne Membran auf der Knochenseite der Rippchen mit einem stumpfen Messer an einer Ecke lösen. Mit Küchenpapier greifen und vollständig abziehen. Große Fett- oder Fleischlappen an den Rändern entfernen, ohne das Rack stark auszudünnen.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln bearbeiten und Arbeitsflächen anschließend reinigen.
Einen Grill mit Deckel oder Smoker für indirektes Low-and-slow-BBQ auf 110 bis 120 °C einregeln. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben und die Rippchen später auf die gegenüberliegende Seite legen. Eine kleine Schale mit Wasser kann unter dem Fleisch stehen. Eichen- oder Hickoryholz auf die Glut geben, sodass die Rippchen tatsächlich von Rauch umgeben sind.
Wichtig: Beim Nachlegen von Räucherholz und beim Umgang mit heißer Glut hitzebeständige Grillhandschuhe verwenden.
Den Rub unmittelbar vor dem Auflegen leicht und gleichmäßig auf beiden Seiten verteilen. Nicht kräftig einmassieren. Die Rippchen mit der Knochenseite nach unten in den indirekten Bereich legen und den Deckel schließen.
Die Rippchen etwa 90 Minuten indirekt räuchern. In dieser ersten Phase nicht moppen, damit sich eine trockene, rauchige Oberfläche und eine gleichmäßige Farbe entwickeln. Die Temperatur möglichst stabil zwischen 110 und 120 °C halten.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt kräftig rotbraun zu werden.
Sobald die Oberfläche kräftig rotbraun gefärbt ist, die Rippchen mit dem Essig-Pfeffer-Mop dünn bestreichen. Die Racks wenden und auch die zweite Seite moppen. Wieder mit der Knochenseite nach unten in den indirekten Bereich legen und weitere 60 bis 90 Minuten garen. Wenn die Oberfläche trocken wirkt, noch einmal sparsam moppen; der Mop soll würzen und befeuchten, aber keine dicke Glasur bilden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche bleibt dünn befeuchtet und bildet keine dicke Glasurschicht.
Wichtig: Den Mop nicht mit demselben Pinsel auf gegarte Speisen auftragen, wenn der Pinsel zuvor mit rohem Fleisch in Kontakt gekommen ist.
Die Rippchen sind fertig, wenn sich die Knochenenden leicht zeigen und das Rack beim Anheben elastisch nachgibt. Die genaue Dauer hängt von Dicke der Racks, Grilltemperatur und Luftzug ab. Die Rippchen nicht nur nach einer Uhrzeit beurteilen.
Daran erkennst du es: Knochenenden zeigen sich leicht und das Rack gibt beim Anheben elastisch nach.
Die fertigen Racks vom Grill nehmen und 10 bis 15 Minuten locker ruhen lassen. Zwischen den Knochen in einzelne Rippchen schneiden und mit dem restlichen Mop servieren.
Daran erkennst du es: Die Racks sind angeschnitten und lassen sich zwischen den Knochen in einzelne Rippchen teilen.
Gut zu wissen
Mononatriumglutamat unterstützt die herzhafte Würzwirkung des Rubs. Wenn es weggelassen wird, schmecken die Rippchen etwas weniger vollmundig.
Eiche liefert einen kräftigen, ausgewogenen Rauch. Hickory wirkt meist etwas intensiver; ein kleiner Anteil Apfelholz ergibt ein milderes Raucharoma.
Der Rub schmeckt etwas weniger vollmundig, bleibt aber verwendbar.
Das MSG einfach weglassen und die übrigen Rub-Zutaten unverändert mischen.
Das Raucharoma wird milder und etwas fruchtiger.
Einen kleinen Anteil des Eichen- oder Hickoryholzes durch Apfelholz ersetzen.
Während der ersten etwa 90 Minuten nicht moppen und erst nach der ersten Rauchphase beginnen.
Wenn die Oberfläche zu früh feucht geworden ist, ohne weiteren Mop weitergaren und die Oberfläche vor dem nächsten dünnen Auftrag wieder abtrocknen lassen.
Den Mop nur dünn aufpinseln; er soll würzen und befeuchten, nicht glasieren.
Die Oberfläche vorsichtig mit der Grillhitze weiter trocknen lassen und keinen weiteren Mop auftragen.
Die Rippchen vollständig in der indirekten Zone platzieren und die Temperatur zwischen 110 und 120 °C halten.
Die Racks sofort in die indirekte Zone umsetzen und die Temperatur stabilisieren.
Knochenenden und elastisches Nachgeben prüfen, statt nur nach der Uhr zu entscheiden.
Bei noch festem Rack in der indirekten Zone weitergaren und den Garzustand erneut prüfen.
Ein kleiner Anteil des kräftigen Räucherholzes wird durch Apfelholz ersetzt.
Der Rub wird ohne Mononatriumglutamat zubereitet.
Häufig gefragt
Die erste Rauchphase soll eine trockene, rauchige Oberfläche und eine gleichmäßige Farbe entwickeln. Der Mop wird danach dünn aufgetragen, damit er würzt und befeuchtet, ohne die Oberfläche früh aufzuweichen.
Die Knochenenden zeigen sich leicht und das Rack gibt beim Anheben elastisch nach. Die genaue Zeit hängt von Dicke der Racks, Grilltemperatur und Luftzug ab.
Ein kleiner Anteil Apfelholz ist möglich. Das Raucharoma wird dadurch milder.
Ja. Die Rippchen schmecken dann etwas weniger vollmundig, der Rub bleibt aber verwendbar.
Nein. Der Mop soll dünn aufgetragen werden und würzen sowie befeuchten, aber keine dicke Glasurschicht bilden.
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