Senföl einkaufen und ersetzen
Senföl ist meist in indischen oder gut sortierten asiatischen Supermärkten bei den Speiseölen erhältlich. Rapsöl ist eine mögliche Alternative, bringt aber deutlich weniger pikante Senfnote mit.
Indisches BBQ · Große Lammkeule
Eine festliche Tandoori-Raan-Variante aus ausgelöster Lammkeule: 24 bis 48 Stunden mariniert, zunächst indirekt gegrillt und zum Schluss direkt gebräunt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Tandoori Raan ist eine festliche indische Zubereitung aus einer marinierten Lammkeule. Diese Grillvariante gart die flach aufgeschnittene Keule zunächst indirekt im Kugelgrill oder Kamado und erhält anschließend direkte Hitze für eine kräftig gebräunte Würzkruste. Nach der Ruhezeit wird das Fleisch quer zur Faser in dünne Scheiben geschnitten.
Außen dunkel gebräunt und würzig, innen saftig und zart; Joghurt, Ingwer, Knoblauch, Chili und Tandoori-Masala sorgen für eine kräftige, aromatische Würze mit pikantem Charakter.
Schritt für Schritt
Überschüssiges Fett und grobe Sehnen von der Lammkeule entfernen. Das Fleisch an den dickeren Stellen kreuzweise einschneiden, damit es gleichmäßig flach liegt. Mit einem dünnen Messer tiefe Taschen einstechen und die Knoblauchstifte hineinschieben.
Für die erste Marinade 2 EL Ingwer-Knoblauch-Paste, 2 EL Zitronensaft, 2 EL Weißweinessig und 1 TL Salz verrühren. Die Mischung gründlich in die Lammkeule einmassieren und 30 Minuten abgedeckt kalt stellen.
Das Senföl in einem kleinen Topf erhitzen, bis es gerade zu rauchen beginnt. Vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen, bevor es mit Joghurt und den übrigen Zutaten vermischt wird.
Daran erkennst du es: Das Öl ist vollständig abgekühlt, bevor die Joghurtmarinade angesetzt wird.
Wichtig: Heißes Öl vorsichtig vom Herd nehmen und vor dem Vermischen vollständig abkühlen lassen.
Das abgekühlte Senföl mit den gehackten Chilischoten, Kreuzkümmel, Koriander, Tandoori-Masala, Kashmiri-Chilipulver, schwarzem Pfeffer, Röstzwiebeln, der übrigen Ingwer-Knoblauch-Paste, dem übrigen Zitronensaft, dem übrigen Weißweinessig, dem übrigen Salz und dem Joghurt verrühren.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist gleichmäßig vermischt und ohne trockene Gewürznester.
Die zweite Marinade in die Einschnitte und auf die gesamte Lammkeule verteilen. Das Fleisch dicht abdecken und 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Daran erkennst du es: Die Keule ist vollständig mit Marinade überzogen und dicht abgedeckt gekühlt.
Wichtig: Die marinierte Lammkeule durchgehend gekühlt aufbewahren.
Die Lammkeule etwa 60 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen und temperieren lassen. Den Grill für indirekte Hitze auf etwa 190 °C einregeln. Beim Kugelgrill die Kohlen auf eine Seite schieben und unter dem Fleisch eine Tropfschale platzieren; beim Kamado den Hitzedeflektor einsetzen. Die Lammkeule mit der dicksten Stelle über die indirekte Zone legen, ein Thermometer einstecken und überschüssige Marinade nicht zurück in die Schüssel geben.
Wichtig: Überschüssige Marinade, die mit rohem Fleisch in Kontakt war, nicht zurück in die Schüssel geben.
Die Lammkeule indirekt grillen, bis sie im dicksten Bereich etwa 52 bis 54 °C erreicht. Je nach Dicke dauert das ungefähr 40 bis 60 Minuten. Nicht allein nach Zeit garen, sondern nach Kerntemperatur.
Daran erkennst du es: Im dicksten Bereich werden etwa 52 bis 54 °C gemessen.
Das Ghee schmelzen und die Lammkeule dünn damit bestreichen. Den Grill für direkte, sehr kräftige Hitze auf etwa 300 bis 350 °C bringen und das Fleisch 1 bis 2 Minuten pro Seite über der Glut grillen, bis die Marinade dunkel gebräunt ist.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist dunkel gebräunt, ohne an den Rändern zu verbrennen.
Die Lammkeule auf ein Schneidebrett legen, locker abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht abgekühlt und der Fleischsaft tritt beim Anschneiden weniger stark aus.
Die Lammkeule anschließend quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden und sofort servieren.
Gut zu wissen
Senföl ist meist in indischen oder gut sortierten asiatischen Supermärkten bei den Speiseölen erhältlich. Rapsöl ist eine mögliche Alternative, bringt aber deutlich weniger pikante Senfnote mit.
Kashmiri-Chilipulver ist in indischen Lebensmittelgeschäften oder im Gewürzfachhandel erhältlich. Eine Mischung aus mildem Paprikapulver und einer kleinen Menge Cayennepfeffer ersetzt es, wird aber weniger fruchtig und meist etwas weniger leuchtend rot.
Tandoori-Masala findest du in indischen Supermärkten und vielen Asia-Läden. Garam Masala mit einer kleinen Prise Paprikapulver ist ein möglicher Ersatz; der typische Tandoori-Charakter wird dann etwas zurückhaltender.
Die Marinade funktioniert weiterhin, verliert aber die pikante Senfnote des Senföls.
Rapsöl in derselben Menge verwenden und wie beschrieben erhitzen, anschließend vollständig abkühlen lassen.
Die Marinade wird weniger fruchtig und meist etwas weniger leuchtend rot.
Als Ersatz für das Kashmiri-Chilipulver verwenden und die Schärfe nach gewünschtem Charakter anpassen.
Der typische Tandoori-Charakter fällt etwas zurückhaltender aus.
Als Ersatz für das Tandoori-Masala in die zweite Marinade geben.
Im dicksten Bereich mit dem Thermometer messen und nicht allein nach den 40 bis 60 Minuten grillen.
Die Keule dünn quer zur Faser aufschneiden und mit etwas zusätzlicher Marinade oder einem saftigen Begleiter servieren.
Die Keule zunächst indirekt garen und erst am Ende kurz direkt bräunen.
Verbrannte äußere Stellen vorsichtig dünn abschneiden und die Keule in einer weniger heißen Zone fertig garen.
Das Senföl nach dem Erhitzen vollständig abkühlen lassen.
Die Marinade kräftig verrühren; bei starker Trennung eine kleine Menge Joghurt nach und nach unterarbeiten.
Die Faserrichtung vor dem Aufschneiden prüfen und die Keule quer dazu dünn schneiden.
Die Lammkeule kann bis zu 48 Stunden vor dem Grillen mit der zweiten Marinade bedeckt und im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Häufig gefragt
Vorgesehen ist eine ausgelöste Lammkeule von etwa 2,2 bis 2,5 kg, die vom Metzger flach aufgeschnitten wird.
Die zweite Marinade sollte 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank einwirken. Vor dem Grillen die Keule etwa 60 Minuten temperieren lassen.
Die indirekte Grillphase dauert ungefähr 40 bis 60 Minuten und hängt von der Dicke und Ausgangstemperatur ab. Entscheidend ist eine Temperaturmessung im dicksten Bereich.
Nach 15 Minuten Ruhezeit die Lammkeule quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden.
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