Ungeröstetes Maniokmehl verwenden
Feines, ungeröstetes Maniokmehl bindet locker und leicht körnig. Geröstetes Maniokmehl schmeckt nussiger und macht die Beilage trockener.
Warme Bohnenbeilage aus Minas Gerais
Feijão tropeiro ist eine herzhafte brasilianische Bohnenbeilage aus bissfest gekochten Carioca-Bohnen, Bacon, Linguiça, Ei, Couve und feinem Maniokmehl. Die lockere Pfannenzubereitung passt besonders gut zu Churrasco und gegrilltem Fleisch.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese warme Beilage verbindet bissfeste Bohnen mit gebräuntem Bacon, würziger Linguiça, Ei, fein geschnittener Couve und leicht körnigem Maniokmehl. Die Zutaten werden in der Pfanne zusammengeführt, ohne die Bohnen zu zerdrücken. So entsteht eine lockere, kräftige Beilage für einen brasilianisch inspirierten Grillabend.
Lockere, leicht körnige Konsistenz mit bissfesten Bohnen, zarten grünen Kohlstreifen und kleinen gebräunten Wurst- und Baconstücken. Geschmacklich herzhaft, würzig und rauchig mit milden Zwiebelnoten; das Maniokmehl bringt eine dezente Nussigkeit und bindet die Feuchtigkeit, ohne die Beilage schwer oder breiig zu machen.
Schritt für Schritt
Die trockenen Carioca-Bohnen gründlich verlesen und abspülen. In einer großen Schüssel mit reichlich Wasser bedecken und 8 bis 12 Stunden quellen lassen. Danach das Einweichwasser abgießen und die Bohnen erneut abspülen.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind nach dem Einweichen sichtbar gequollen.
Die eingeweichten Bohnen mit 1,5 l frischem Wasser und den Lorbeerblättern in einen großen Topf geben. Aufkochen, den entstehenden Schaum abschöpfen und bei kleiner bis mittlerer Hitze 60 bis 75 Minuten sanft garen. Nach etwa 45 Minuten 4 g Salz einrühren. Die Bohnen sollen weich, aber noch bissfest sein und nicht zerfallen.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind weich, aber noch bissfest und behalten ihre Form.
Die Bohnen abgießen und etwa 100 ml Kochwasser auffangen. Die Lorbeerblätter entfernen. Während die Bohnen garen oder abkühlen, Bacon, Linguiça, Zwiebel, Knoblauch, Couve, Eier und Frühlingszwiebeln vorbereiten.
Eine große, breite Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Den Bacon 6 bis 8 Minuten auslassen, bis er leicht gebräunt ist. Die Linguiça dazugeben und weitere 4 bis 5 Minuten braten, bis sie Farbe angenommen hat.
Daran erkennst du es: Der Bacon ist leicht gebräunt und die Linguiça hat rundum Farbe angenommen.
Die Zwiebel in die Pfanne geben und etwa 4 Minuten im ausgelassenen Fett weich braten. Den Knoblauch hinzufügen und 1 Minute mitbraten. Die fein geschnittene Couve unterheben und 2 bis 3 Minuten zusammenfallen lassen. Falls die Pfanne trocken ist, 15 ml Öl und 30 ml vom aufgefangenen Bohnenkochwasser einrühren.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, der Knoblauch duftet und die Couve ist zusammengefallen, aber noch grün.
Die Zutaten an den Pfannenrand schieben. Die Eier in die freie Fläche geben und 2 bis 3 Minuten unter Rühren stocken lassen, bis sie gerade fest sind. Danach mit Bacon, Linguiça, Zwiebel, Knoblauch und Couve vermischen.
Daran erkennst du es: Die Eier sind gerade fest, aber noch saftig.
Die gekochten Bohnen vorsichtig unterheben. Mit dem restlichen Salz und dem schwarzen Pfeffer würzen. Das Maniokmehl nach und nach einstreuen und bei kleiner Hitze behutsam unterheben. 2 bis 3 Minuten erwärmen, bis das Mehl die Feuchtigkeit bindet und die Mischung locker umhüllt. Nicht kräftig rühren, damit die Bohnen ganz bleiben. Falls die Masse zu trocken wirkt, esslöffelweise etwas Kochwasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Das Maniokmehl bindet die Feuchtigkeit, die Mischung bleibt locker und die Bohnen bleiben ganz.
Die Pfanne vom Herd nehmen, die Frühlingszwiebeln unterheben und den Feijão tropeiro 5 Minuten ruhen lassen. Warm als Beilage zu Churrasco sowie zu gegrilltem Rind, Schwein oder Geflügel servieren.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist warm, locker und nicht trocken.
Gut zu wissen
Feines, ungeröstetes Maniokmehl bindet locker und leicht körnig. Geröstetes Maniokmehl schmeckt nussiger und macht die Beilage trockener.
Linguiça calabresa ist eine brasilianische geräucherte Schweinswurst. Du findest sie meist in brasilianischen Spezialitätengeschäften oder gut sortierten internationalen Märkten.
Wenn keine Couve erhältlich ist, kann fein geschnittener Grünkohl verwendet werden.
Die Beilage bleibt herzhaft und rauchig, schmeckt meist aber etwas weniger würzig und pfeffrig.
Die grobe geräucherte Schweinswurst in dünne Scheiben schneiden und im Rezept anstelle der Linguiça calabresa mit dem Bacon braten.
Der Geschmack wird etwas kräftiger und die Blätter können je nach Sorte etwas länger zum Zusammenfallen brauchen.
Grünkohl sehr fein schneiden und im gleichen Arbeitsschritt wie die Couve in die Pfanne geben.
Die Beilage schmeckt nussiger und wird trockener als mit ungeröstetem Maniokmehl.
Nach und nach einstreuen und bei Bedarf etwas mehr aufgefangenes Bohnenkochwasser ergänzen.
Die Bohnen bereits beim Kochen bissfest halten und später nur vorsichtig unterheben.
Die Mischung nicht weiter rühren, sondern mit einem breiten Pfannenwender portionsweise wenden.
Das Mehl nach und nach einstreuen und das aufgefangene Kochwasser bereithalten.
Esslöffelweise etwas Bohnenkochwasser unterheben, bis die Mischung wieder locker wirkt.
Den Knoblauch erst nach der Zwiebel zugeben und nur etwa 1 Minute mitbraten.
Wenn möglich die nicht verbrannten Zutaten aus der Pfanne nehmen und in einer sauberen Pfanne mit frischem Fett fortsetzen.
Die Eier nur bis zum gerade festen Zustand stocken lassen.
Die Bohnenmischung vorsichtig mit etwas aufgefangenem Kochwasser lockern.
Häufig gefragt
Für diese Zubereitung werden trockene Carioca-Bohnen verwendet. Sie werden eingeweicht und anschließend weich, aber noch bissfest gekocht.
Ja. Geröstetes Maniokmehl schmeckt nussiger und macht die Beilage trockener. Deshalb sollte es besonders langsam eingearbeitet und bei Bedarf mit etwas Kochwasser ausgeglichen werden.
Eine grobe geräucherte Schweinswurst eignet sich als Ersatz. Sie ist meist etwas weniger würzig und pfeffrig als Linguiça calabresa.
Ja. Grünkohl sehr fein schneiden und im gleichen Arbeitsschritt wie die Couve in die Pfanne geben.
Die warme Bohnenbeilage passt zu Churrasco sowie zu gegrilltem Rind, Schwein oder Geflügel.
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