Gleichmäßige Scheiben
Scheiben von etwa 1,5 cm Dicke erleichtern eine gleichmäßige Garung. Dünnere Stücke auf dem Grill früher prüfen.
Innereien vom Grill
Dünne Scheiben Kalbsleber werden in Milch gezogen, mit Knoblauch, Paprikapulver, Pfeffer und Öl gewürzt und direkt über dem Grill gegart. Dazu kommen ein frischer Salat aus Zwiebeln und Petersilie sowie Zitrone.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Teleća džigerica na žaru bedeutet gegrillte Kalbsleber. Dünne Leberscheiben, direkte Grillhitze und frische Zwiebel ergeben ein kräftiges, unkompliziertes Gericht mit bosnisch-herzegowinischem Grillbezug. Die Milchziehzeit mildert den Geschmack, während die kurze Garzeit die Leber saftig halten soll.
Außen kräftig gebräunt, innen saftig und zart mit charakteristischem Leberaroma. Die Zwiebel ist knackig, die Petersilie frisch und die Zitrone sorgt für einen hellen säuerlichen Kontrast.
Schritt für Schritt
Die Kalbsleber von sichtbaren Häuten und festen Adern befreien und in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.
Die Leberscheiben in eine Schüssel legen, mit der Milch bedecken und 30 Minuten kalt ziehen lassen. Anschließend abgießen, die Milch verwerfen und die Leber mit Küchenpapier sehr gründlich trocken tupfen.
Wichtig: Die verwendete Milch nach dem Kontakt mit der rohen Leber nicht weiterverwenden.
30 ml Öl, Knoblauch, Paprikapulver und Pfeffer verrühren. Die Leber rundum damit bestreichen und 10 Minuten ruhen lassen. Das Salz noch nicht zugeben.
Während die Leber ruht, die Zwiebel in feine Ringe schneiden, die Petersilie hacken und die Zitrone halbieren. Eine Hälfte auspressen, die andere in Spalten schneiden. Zwiebel, Petersilie, Zitronensaft, die restlichen 15 ml Öl und die Hälfte des Salzes vermengen und bis zum Servieren beiseitestellen.
Den Grill für direkte mittelhohe bis hohe Hitze vorbereiten und den Rost auf 230–250 °C bringen. Bei einem Holzkohlegrill die Leber erst auflegen, wenn die Kohlen gleichmäßig glühen und keine offenen Flammen mehr hochschlagen.
Wichtig: Nicht über offenen Flammen grillen; Fett und Öl können aufflammen.
Die Leberscheiben direkt über der Hitze 3–4 Minuten pro Seite grillen. Einmal wenden und weitergaren, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist und die dickste Stelle mindestens 71 °C Kerntemperatur erreicht. Dünnere Stücke früher prüfen, damit sie nicht austrocknen.
Daran erkennst du es: Kräftig gebräunte Oberfläche und mindestens 71 °C Kerntemperatur an der dicksten Stelle
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen und die Leber vollständig durchgaren.
Die gegrillte Leber 3 Minuten ruhen lassen, dann mit dem restlichen Salz würzen. Mit dem Zwiebel-Petersilien-Salat und den Zitronenspalten servieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche bleibt warm und der Fleischsaft verteilt sich vor dem Servieren.
Gut zu wissen
Scheiben von etwa 1,5 cm Dicke erleichtern eine gleichmäßige Garung. Dünnere Stücke auf dem Grill früher prüfen.
Die Milch dient ausschließlich zum kalten Ziehen der Leber und wird danach verworfen.
Die feste Gesamtmenge von 1 TL wird auf den Salat und das abschließende Würzen der Leber verteilt.
Die Leber erhält weniger Rauchcharakter, kann aber ebenso direkt und heiß gegrillt werden.
Den Gasgrill auf direkte mittelhohe bis hohe Hitze vorheizen und den Rost auf 230–250 °C bringen.
Der Salat wird farbintensiver und etwas milder beziehungsweise süßlicher.
Die rote Zwiebel in feine Ringe schneiden und wie im Rezept beschrieben mit Petersilie, Zitronensaft, Öl und Salz vermengen.
Das Ergebnis bleibt mild und neutral im Geschmack.
Sonnenblumenöl in derselben Gesamtmenge verwenden; ein hitzestabiles neutrales Öl wählen.
Die Milch vollständig abgießen und die Leber rundum mit Küchenpapier trocknen.
Die Leber bei direkter Hitze etwas länger grillen, dabei die Kerntemperatur und die Oberfläche prüfen.
Den Rost auf 230–250 °C bringen und bei Holzkohle erst ohne offene Flammen grillen.
Die Leber an eine weniger heiße Stelle legen und bis zur erforderlichen Kerntemperatur weitergaren.
Scheiben möglichst gleichmäßig schneiden und dünnere Stücke früher mit dem Thermometer prüfen.
Die Leber sofort vom Grill nehmen und mit Zwiebelsalat und Zitronensaft servieren.
Das Salz erst nach dem Grillen verwenden; nur die vorgesehene Hälfte in den Zwiebelsalat geben.
Die Grundzubereitung bleibt unverändert, der frische Anteil beim Servieren wird stärker hervorgehoben.
Die Leber wird auf einem Holzkohlegrill zubereitet, um den direkten Grillcharakter stärker hervorzuheben.
Die Leber kann bis zum Grillen in Milch ziehen und anschließend gewürzt kalt bereitgehalten werden. Den Zwiebel-Petersilien-Salat möglichst erst kurz vor dem Servieren vermengen.
Übrig gebliebene gegrillte Leber und Salat getrennt voneinander abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb eines Tages verbrauchen.
Nicht länger ungekühlt stehen lassen; rohe und gegarte Leber getrennt aufbewahren.
Das Einfrieren der fertig gegrillten Leber wird wegen möglicher Qualitätsverluste bei Textur und Saftigkeit nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Die Leber zieht 30 Minuten in kalter Milch, bevor die Milch verworfen wird. Dadurch wird der kräftige Eigengeschmack abgemildert.
Der Rost soll für direkte mittelhohe bis hohe Hitze auf etwa 230–250 °C gebracht werden.
Das Salz wird nicht in die Öl-Gewürz-Mischung gegeben. Die Hälfte kommt in den Zwiebelsalat, die andere Hälfte erst nach der dreiminütigen Ruhezeit auf die gegrillte Leber.
Ja. Beide Grillarten eignen sich für direkte Hitze. Beim Holzkohlegrill soll die Leber erst ohne offene Flammen auf den Rost gelegt werden.
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