Ubi kayu bakar aus der Glut

Malaysia · direkte Glut

Ganze Maniokwurzeln garen direkt in heißer Holz- oder Holzkohlenglut, bis die Schale tief schwarz und das Innere weich ist. Dazu kommt eine feuchte Kokos-Manisan aus Gula Melaka, Kokosnuss und Pandan.

Zum Rezept
Ubi kayu bakar aus der Glut
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 70 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 105 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Gerichte aus intakten Einzel- und Portionsstücken
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen, Wurzeln und Knollen, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Garen in oder auf der Glut, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die direkte Glut sorgt für eine tief geröstete, leicht rauchige Außenschicht, während das Innere weich und cremig bleibt.
  • Gula Melaka bringt eine malzige Süße in die Kokos-Manisan.
  • Pandan ergänzt die Kokosnuss mit einer floralen Note.
  • Die feuchte Manisan bildet einen aromatischen Kontrast zur trockenen, schwarzen Maniokschale.

Ubi kayu bakar ist eine schlichte malaysische Feuerzubereitung mit intensiv gerösteter Schale und cremig-weichem Maniok. Die Wurzeln garen direkt in der Glut und werden anschließend mit einer warmen, feuchten Kokos-Manisan serviert.

Außen tief schwarz und rauchig geröstet, innen weich, dicht und cremig. Die Kokos-Manisan ist warm, feucht und dickflüssig, mit malziger Palmzuckersüße, zarter Kokosnote und floraler Pandan-Note.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Maniok vorbereiten

    Verwende nur frische, als Speiseware verkaufte Maniokwurzeln. Wasche sie gründlich, schneide die Enden ab und lasse die Schale zunächst dran. Maniok nicht roh probieren.

    • Die Schale schützt das Innere während des Garens in der Glut.

    Wichtig: Roher Maniok darf nicht probiert werden; erst nach vollständigem Durchgaren servieren.

  2. Glut vorbereiten

    Bereite im Grill oder in einer Feuerschale ein kräftiges Bett aus glühender Holz- oder Holzkohlenglut vor. Die Glut muss so heiß sein, dass die Wurzeln direkt darin garen können.

    • Arbeite nur mit einem stabilen, vollständig entwickelten Glutbett.

    Wichtig: Grill oder Feuerschale standsicher aufstellen und beim Umgang mit der heißen Glut hitzefestes Grillbesteck verwenden.

  3. Maniok in der Glut garen

    Lege die ganzen Maniokwurzeln direkt in die Glut und bedecke sie teilweise mit weiterer Glut. Wende sie mit einer Grillzange alle 10 bis 15 Minuten. Gare sie 45 bis 70 Minuten, bis die Schale tief schwarz ist und ein Holzspieß an der dicksten Stelle ohne festen Widerstand bis ins Innere gleitet. Bei sehr starker Hitze schiebe die Wurzeln an den Rand der Glut, ohne sie aus dem Glutbett zu nehmen.

    Daran erkennst du es: Die Schale ist tief schwarz und ein Holzspieß gleitet an der dicksten Stelle ohne festen Widerstand bis ins Innere.

    • Die Wurzeln während des Garens regelmäßig wenden, damit sie gleichmäßig weich werden.
    • Bei sehr starker Hitze an den Rand der Glut schieben.

    Wichtig: Die Wurzeln erst aus der Glut nehmen, wenn sie vollständig weich gegart sind.

  4. Ruhen lassen und schälen

    Hebe den Maniok vorsichtig aus der Glut und lasse ihn 10 Minuten ruhen. Schabe die schwarze Schale vollständig ab, schäle die Wurzeln und entferne, falls vorhanden, den harten Mittelstrang. Schneide den weichen Maniok in etwa 5 cm große Stücke. Serviere ihn erst, wenn er vollständig durchgegart und weich ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Innere ist weich und lässt sich nach dem Schälen in Stücke schneiden; ein harter Mittelstrang wird entfernt.

    • Die schwarze Außenschicht vollständig entfernen.
    • Den harten Mittelstrang nur entfernen, falls er vorhanden ist.

    Wichtig: Beim Schälen auf heiße Schalenreste und Glut achten.

  5. Kokos-Manisan einkochen

    Für die Kokos-Manisan gib Gula Melaka, Wasser, Pandanblatt und Salz in einen kleinen Topf auf der Seitenkochstelle des Grills. Erhitze alles unter Rühren, bis sich der Palmzucker aufgelöst hat, und lasse die Mischung 6 bis 8 Minuten leicht einkochen.

    Daran erkennst du es: Der Palmzucker ist vollständig aufgelöst und die Mischung leicht eingedickt.

    • Unter Rühren erhitzen, damit sich der Palmzucker gleichmäßig löst.

    Wichtig: Den kleinen Topf auf der stabilen Seitenkochstelle sicher platzieren.

  6. Kokosnuss einrühren

    Rühre die geraspelte Kokosnuss ein und lasse die Manisan weitere 3 bis 4 Minuten sanft köcheln. Sie soll feucht und dickflüssig sein, aber nicht trocken karamellisieren. Entferne das Pandanblatt.

    Daran erkennst du es: Die Manisan ist feucht und dickflüssig, aber nicht trocken karamellisiert.

    • Die Kokosnuss erst nach dem Auflösen des Palmzuckers einrühren.
    • Das Pandanblatt vor dem Servieren entfernen.
  7. Anrichten und servieren

    Richte den warmen Maniok mit der Kokos-Manisan an und serviere ihn direkt nach dem Garen.

    • Die Manisan direkt über den warmen Maniok geben oder daneben anrichten.

    Wichtig: Nur vollständig durchgegarten, weichen Maniok servieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Maniok nicht roh probieren: Die Maniokwurzeln erst nach dem vollständigen Garen und Schälen probieren oder servieren.
  • Auf die Weichheit achten: Die schwarze Schale allein reicht nicht als Garprobe. Entscheidend ist, dass der Holzspieß an der dicksten Stelle ohne festen Widerstand ins Innere gleitet.
  • Manisan nicht trocken karamellisieren: Die Kokos-Manisan soll feucht und dickflüssig bleiben. Sobald die Kokosnuss eingearbeitet ist, nur sanft weiterköcheln lassen.

Zutatenwissen

Frischen Maniok finden

Frische Maniokwurzeln führen häufig asiatische, afrikanische oder lateinamerikanische Lebensmittelgeschäfte. Frage auch nach Maniok, Cassava oder Yucca.

Gula Melaka

Gula Melaka ist ein malaysischer Palmzucker. Dunkler Palmzucker ist eine passende Alternative, schmeckt in der Manisan aber etwas weniger malzig.

Pandan

Pandanblätter sind frisch oder tiefgekühlt in asiatischen Märkten erhältlich. Ohne Pandan bleibt die Manisan süß und kokosbetont, die florale Note fehlt jedoch.

Sinnvolle Alternativen

Dunkler Palmzucker

Die Manisan schmeckt etwas weniger malzig.

Gula Melaka in gleicher Menge durch dunklen Palmzucker ersetzen und wie beschrieben fein hacken beziehungsweise auflösen.

Pandanblatt weglassen

Die Manisan bleibt süß und kokosbetont, verliert aber ihre florale Note.

Das Pandanblatt einfach weglassen; die übrigen Zutaten unverändert zubereiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Maniok ist außen schwarz, innen aber noch fest.

Zusätzlich zur schwarzen Schale immer die Holzspießprobe an der dicksten Stelle durchführen.

Die Wurzel zurück an den Rand des Glutbetts legen und weitergaren, bis der Spieß ohne festen Widerstand ins Innere gleitet.

Die Kokos-Manisan wird trocken oder karamellisiert zu stark.

Nach dem Einrühren der Kokosnuss nur sanft köcheln lassen und auf eine feuchte, dickflüssige Konsistenz achten.

Wenn sie noch nicht angebrannt ist, etwas Wasser einrühren und die Manisan vorsichtig wieder erwärmen.

Schwarze Schalenreste bleiben am Maniok zurück.

Die schwarze Schale vollständig entfernen und den Maniok erst danach in Stücke schneiden.

Verbliebene dunkle Schalenreste vor dem Servieren sorgfältig abschaben.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit Kokos-Manisan servieren: Den weich gegarten Maniok in etwa 5 cm große Stücke schneiden und warm mit der feuchten Kokos-Manisan anrichten. Die Manisan direkt darübergeben oder separat danebenreichen.

Lebensmittelsicherheit

  • Roher Maniok: Maniok nicht roh probieren. Die Wurzeln vollständig garen und erst weich gegart, geschält und von einem möglichen harten Mittelstrang befreit servieren.
  • Umgang mit Glut: Beim Einlegen, Wenden und Herausheben der Wurzeln hitzefestes Grillbesteck verwenden und auf einen sicheren Stand von Grill oder Feuerschale achten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Soll der Maniok vor dem Garen geschält werden?

Nein. Die Wurzeln zunächst waschen, die Enden abschneiden und die Schale dranlassen. Nach dem Garen die schwarze Schale vollständig abschaben und die Wurzeln schälen.

Womit kann ich Gula Melaka ersetzen?

Dunkler Palmzucker ist eine passende Alternative. Die Kokos-Manisan schmeckt damit etwas weniger malzig.

Was passiert, wenn ich kein Pandan finde?

Das Pandanblatt kann weggelassen werden. Die Manisan bleibt süß und kokosbetont, verliert aber ihre florale Note.

Woran erkenne ich, dass der Maniok gar ist?

Die Schale soll tief schwarz sein und ein Holzspieß muss an der dicksten Stelle ohne festen Widerstand bis ins Innere gleiten. Erst dann servieren.

Aus unserer Küche

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