Zitronengras finden
Frische Stangen gibt es meist im Asia-Laden, auf gut sortierten Wochenmärkten oder in größeren Supermärkten. Tiefgekühltes Zitronengras ist eine brauchbare Alternative.
Vietnam · moderne Grillvariante
Saftige Schweineschulter mit ZitronengrasZitronengras ist ein aromatisches tropisches Gras mit frischem Zitronenduft., FischsauceSalzige Würzsauce aus fermentiertem Fisch oder Fischextrakten., Knoblauch, Schalotten und Thai-Chili, die indirekt langsam gegrillt, zerzupft und mit einer süß-säuerlichen Würzsoße vermengt wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Vietnamesisch gewürztes Pulled Pork verbindet aromatische Grillmarinaden mit Zitronengras, Fischsauce, Sojasauce und Chili mit dem langsamen indirekten Garen eines Pulled Pork. Die Schweineschulter wird über mehrere Stunden gegart, bis sie sich leicht zerzupfen lässt, und anschließend mit aufgefangenem Bratensaft, süßer Chilisoße und Limettensaft saftig abgeschmeckt. Das Rezept ist eine moderne, eigenständige Vietnam-Variante und kein behauptetes historisches Original.
Das Fleisch ist weich, saftig und faserig, außen kräftig gebräunt und rauchig. Zitronengras und Limette wirken frisch und zitrisch, Fischsauce und Sojasauce sorgen für salzige Tiefe, während Zucker und süße Chilisoße eine milde karamellige Süße beitragen. Thai-Chili und schwarzer Pfeffer geben eine deutliche, aber anpassbare Schärfe.
Schritt für Schritt
Die Schweineschulter trocken tupfen. Überschüssige dicke Fettschichten abschneiden, dabei eine dünne Fettschicht stehen lassen. Das Fleisch rundum mehrfach flach einschneiden, damit die Würzung besser anhaftet.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und danach Hände, Brett und Messer gründlich reinigen.
Zitronengras, Knoblauch, Schalotten, Fischsauce, Sojasauce, Zucker, Öl, Pfeffer, Fünf-Gewürze-Pulver und Chilis in einer Schüssel zu einer groben Paste verrühren. Die Schweineschulter gründlich damit einreiben, abdecken und 8 bis 24 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Das Fleisch nicht bei Raumtemperatur marinieren.
Das Fleisch 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Einen Grill für indirekte Hitze auf 170 bis 175 °C einregeln. Eine stabile Auffangschale unter den indirekten Bereich stellen und 250 ml Wasser hineingeben.
Wichtig: Beim Öffnen und Einregeln des heißen Grills hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Die Schweineschulter mit der Fettseite nach oben über die indirekte Hitze legen. Den Grill schließen und das Fleisch etwa 90 Minuten garen. Nach 45 Minuten einmal wenden. Die Oberfläche soll leicht gebräunt sein.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht gebräunt.
Wichtig: Fleisch und Grillrost nur mit sauberen beziehungsweise dafür vorgesehenen Grillutensilien berühren.
Die Auffangschale samt Fleisch sorgfältig mit Alufolie abdecken, den Grill wieder schließen und weitere 2 Stunden indirekt garen. Danach die Folie entfernen und die Schweineschulter noch 45 bis 75 Minuten weitergrillen, bis sie außen kräftig gebräunt ist und sich eine Gabel leicht ins Fleisch stechen lässt. Die Kerntemperatur liegt dann meist bei etwa 93 bis 96 °C.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig gebräunt, eine Gabel lässt sich leicht einstechen und die Kerntemperatur liegt meist bei etwa 93 bis 96 °C.
Wichtig: Beim Entfernen der Folie vorsichtig arbeiten, da heißer Dampf austreten kann.
Das Fleisch vom Grill nehmen, locker mit Folie abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. Den Bratensaft aus der Auffangschale in einen Topf oder eine Schüssel gießen und überschüssiges Fett abschöpfen. 150 ml davon abmessen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist nach der Ruhezeit etwas abgekühlt und lässt sich sicher weiterverarbeiten.
Wichtig: Das Fleisch nach dem Grillen nicht mit Utensilien berühren, die zuvor mit rohem Fleisch in Kontakt waren.
Bratensaft, süße Chilisoße, Limettensaft und Fischsauce verrühren. Bei Bedarf kurz erwärmen, aber nicht stark einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Soße ist gleichmäßig vermischt und noch fließfähig.
Knochen und größere Fettstücke aus der Schweineschulter entfernen. Das Fleisch mit zwei Gabeln oder sauberen Fleischkrallen in Fasern zupfen. Die Würzsoße nach und nach unterheben, bis das Fleisch saftig, aber nicht flüssig ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist in weiche Fasern zerlegt und gleichmäßig, aber nicht suppig mit Soße überzogen.
Das Pulled Pork in den frischen Salatblättern mit Möhrenstiften servieren. Die Salatblätter und Möhren werden frisch verwendet und nicht mitgegrillt.
Wichtig: Nur saubere, ungegarte Servierutensilien für die fertigen Zutaten verwenden.
Gut zu wissen
Frische Stangen gibt es meist im Asia-Laden, auf gut sortierten Wochenmärkten oder in größeren Supermärkten. Tiefgekühltes Zitronengras ist eine brauchbare Alternative.
Vietnamesische Fischsauce steht häufig bei den asiatischen Würzmitteln im Asia-Laden oder in größeren Supermärkten. Sie bringt salzige Tiefe und Umami in die Marinade und die fertige Soße.
Frische Thai-Chilis sind meist im Asia-Laden und manchmal im Kräuterregal gut sortierter Supermärkte erhältlich. Rote Peperoni machen das Gericht milder.
Das Aroma wird etwas weniger frisch und zitrisch.
Getrocknetes Zitronengras direkt mit den übrigen Marinadenzutaten verrühren.
Die Würzung schmeckt milder und weniger charakteristisch; außerdem bleibt der Fischgeschmack der Fischsauce aus.
Bei Bedarf Fischsauce durch helle Sojasauce ersetzen und die fertige Mischung vorsichtig abschmecken.
Das Gericht wird weniger scharf, aber aromatisch runder.
Rote Peperoni fein hacken und anstelle der Thai-Chilis in die Marinade geben.
Die Süße wirkt leicht karamellig und passt gut zur vietnamesisch inspirierten Würzung.
Palmzucker in derselben Gesamtmenge wie den braunen Zucker verwenden.
Eine stabile indirekte Zone einrichten, den Deckel geschlossen halten und die Temperatur regelmäßig kontrollieren.
Verbrannte äußere Stellen gegebenenfalls entfernen, das Fleisch in eine abgedeckte indirekte Zone umsetzen und langsam weitergaren.
Die Soße schrittweise zugeben und nach jeder Zugabe die Konsistenz prüfen.
Das Fleisch kurz offen stehen lassen und nur bei Bedarf portionsweise weitere Fasern oder etwas Bratensaft einarbeiten.
Nicht nur nach Uhrzeit entscheiden, sondern auf leichtes Einstechen mit der Gabel und die beschriebene Kerntemperatur achten.
Das Fleisch zurück in eine abgedeckte indirekte Grillphase geben und weitergaren, bis es sich leichter zerzupfen lässt.
Das marinierte Fleisch abdecken und durchgehend im Kühlschrank aufbewahren.
Die Schärfe wird reduziert, ohne die Zitronengras- und Umami-Aromen der Marinade zu verlieren.
Die Schweineschulter kann nach dem Einreiben 8 bis 24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren. Die fertige Würzsoße kann kurz vor dem Vermengen vorbereitet werden.
Keine belegte Einfrier- und Auftauanleitung für dieses Rezept vorhanden.
Häufig gefragt
Die Schärfe kommt vor allem von den zwei roten Thai-Chilis und lässt sich durch rote Peperoni oder eine geringere Chili-Menge abmildern.
Das Wasser unterstützt die feuchte Garumgebung und sammelt gemeinsam mit dem austretenden Fleischsaft die Grundlage für die spätere Würzsoße.
Die Oberfläche soll kräftig gebräunt sein, eine Gabel soll sich leicht einstechen lassen und die Kerntemperatur liegt laut Rezept meist bei etwa 93 bis 96 °C.
Ja. Etwa 1½ TL getrocknetes Zitronengras sind eine brauchbare Alternative, das Aroma wird jedoch weniger frisch und zitrisch.
Überschüssiges Fett abschöpfen, 150 ml abmessen und mit süßer Chilisoße, Limettensaft und Fischsauce zur Würzsoße verrühren.
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