Scotch Bonnet finden und milder einsetzen
Frische Scotch Bonnet findest du am ehesten in karibischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Asia-Läden oder größeren Supermärkten. Für weniger Schärfe die Schote vor dem Verarbeiten entkernen.
Lammkoteletts vom Zweizonen-Grill
Doppelt geschnittene Lammkoteletts werden mit einer aromatischen Jerk-Paste mariniert, direkt kräftig angegrillt und anschließend indirekt fertig gegart. Eine süß-säuerliche Sauce aus Minzgelee, dunklem RumGut sortierte Spirituosenabteilungen und karibische Fachgeschäfte führen dunklen jamaikanischen Rum häufig. und zurückbehaltener Jerk-Paste dient als Glasur und wird zusätzlich zum Servieren gereicht.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Jerk ist eine jamaikanische Würz- und Grillweise, die hier auf kräftige doppelt geschnittene Lammkoteletts trifft. PimentPiment, auch Nelkenpfeffer genannt, ist ein aromatisches Gewürz aus getrockneten Beeren mit Noten von Nelke, Muskat, Zimt und Pfeffer., Scotch BonnetSehr scharfe Chilischote aus der Art Capsicum chinense mit fruchtigem Aroma., Frühlingszwiebel, Knoblauch und Thymian geben der Paste Tiefe und Schärfe. Auf dem Zweizonen-Grill entstehen zuerst kräftige Röstaromen, danach garen die dicken Koteletts sanft bis zum gewünschten Garpunkt. Die süß-säuerliche Rum-Minz-Sauce setzt dazu einen frischen Kontrast.
Außen kräftig geröstet und würzig, innen saftig bis medium nach gewünschtem Garpunkt. Die Sauce schmeckt süß-säuerlich, minzig und warm-würzig mit dunkler Rumnote; die Scotch Bonnet liefert eine deutliche, fruchtige Schärfe.
Schritt für Schritt
Frühlingszwiebeln, rote Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Scotch Bonnet, Pimentbeeren, Thymian, Muskatnuss, schwarzen Pfeffer, Limettensaft, Öl, braunen Zucker und 6 g Salz in einem Mixer oder Mörser zu einer groben Paste verarbeiten. Für weniger Schärfe die Scotch Bonnet vorher entkernen. 30 g der Paste in ein sauberes Schälchen geben, abdecken und kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind zu einer groben, zusammenhängenden Paste verarbeitet.
Wichtig: Das Schälchen und die verwendeten Utensilien für die zurückbehaltene Paste sauber halten.
Die Lammkoteletts mit der übrigen Paste und dem restlichen Salz rundum einreiben. In einen verschließbaren Behälter legen und 4–12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Grillen etwa 30 Minuten temperieren lassen.
Daran erkennst du es: Die Koteletts sind rundum mit Paste bedeckt und vor dem Grillen temperiert.
Wichtig: Während der Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Minzgelee, Rotweinessig, Rum, die zurückbehaltene Jerk-Paste und Wasser in einen kleinen Topf geben. Unter Rühren aufkochen und 1–2 Minuten leise sprudelnd einkochen lassen, bis das Gelee vollständig gelöst ist. Die Sauce vom Herd nehmen und warm halten.
Daran erkennst du es: Das Minzgelee ist vollständig gelöst und die Sauce leicht eingedickt.
Einen Holzkohlegrill mit Deckel für zwei Zonen vorbereiten: eine direkte heiße Zone und eine indirekte Zone ohne Kohlen. Die Grilltemperatur bei geschlossenem Deckel auf etwa 190–205 °C einregeln. Den Rost gründlich reinigen und leicht ölen.
Daran erkennst du es: Der Grill besitzt eine klar getrennte direkte und indirekte Zone und hält bei geschlossenem Deckel etwa 190–205 °C.
Wichtig: Beim Umgang mit heißem Grillrost und glühender Holzkohle hitzefeste Werkzeuge verwenden.
Die Koteletts aus der Marinade nehmen und überschüssige Paste leicht abstreifen, damit sie über der direkten Hitze nicht verbrennt. Die Koteletts über der heißen Zone 2–3 Minuten pro Seite kräftig angrillen. Auch die schmalen Kanten kurz anrösten.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche zeigt kräftige Röstaromen, ohne dass die Paste stark verbrennt.
Wichtig: Die rohen Koteletts und gegarten Koteletts nicht mit denselben ungereinigten Utensilien behandeln.
Die Koteletts auf die indirekte Seite legen, den Deckel schließen und 10–18 Minuten weitergrillen. Nach etwa 8 Minuten wenden. In den letzten 5 Minuten zweimal dünn mit der Rum-Minz-Sauce bestreichen, damit die süße Sauce nicht zu dunkel wird.
Daran erkennst du es: Die Koteletts sind auf der indirekten Zone bis zum gewünschten Garpunkt weitergegart und dünn mit Sauce überzogen.
Wichtig: Sauce, die mit rohem Fleisch oder roher Marinade in Kontakt gekommen ist, nicht zum Servieren zurückbehalten.
Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen. Für medium die Koteletts bei etwa 60–63 °C vom Grill nehmen; je nach Dicke und gewünschtem Garpunkt kann die Zeit abweichen. Die Koteletts auf einem Teller 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die gemessene Kerntemperatur entspricht dem gewünschten Garpunkt; für medium nennt das Rezept etwa 60–63 °C beim Herunternehmen.
Wichtig: Die Kerntemperatur und der gewünschte Garpunkt vor dem Servieren prüfen.
Die Lammkoteletts mit der restlichen Rum-Minz-Sauce servieren. Die Sauce gehört sowohl als dünne Glasur vom Grill als auch zum Nachreichen auf den Teller.
Daran erkennst du es: Die Koteletts sind mit etwas Sauce glasiert und die restliche Sauce steht zum Nachreichen bereit.
Gut zu wissen
Frische Scotch Bonnet findest du am ehesten in karibischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Asia-Läden oder größeren Supermärkten. Für weniger Schärfe die Schote vor dem Verarbeiten entkernen.
Piment steht meist auch unter den Bezeichnungen Nelkenpfeffer oder Allspice in der Gewürzabteilung. Gemahlenes Piment funktioniert ebenfalls; die Paste wird dadurch etwas feiner und das Aroma verteilt sich schneller.
Gut sortierte Spirituosenabteilungen und karibische Fachgeschäfte führen dunklen jamaikanischen Rum häufig. Dunkler Rum anderer Herkunft ist möglich, dann kann die kräftige Melassenote der Sauce milder oder stärker ausfallen.
Ähnliche Schärfe, meist etwas weniger fruchtiges Aroma.
Die Scotch Bonnet durch eine Habanero ersetzen. Für eine mildere Paste die Schote vorher entkernen.
Die Paste wird etwas feiner und das Pimentaroma verteilt sich schneller.
Statt ganzer Pimentbeeren gemahlenes Piment verwenden und mit den übrigen Zutaten verarbeiten.
Die kräftige Melassenote der Sauce kann milder oder stärker ausfallen.
Dunklen Rum anderer Herkunft in gleicher Menge verwenden.
Überschüssige Paste vor dem direkten Angrillen leicht abstreifen und die Rum-Minz-Sauce erst in den letzten 5 Minuten verwenden.
Verbrannte äußere Stellen vorsichtig entfernen und die restliche Sauce erst beim Servieren einsetzen.
30 g Paste vor dem Marinieren in ein sauberes Schälchen geben.
Nach dem indirekten Weitergrillen die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen und die Koteletts bei gewünschtem Garpunkt vom Grill nehmen.
Die Koteletts dünn aufschneiden und mit zusätzlicher Rum-Minz-Sauce servieren.
Nur in den letzten 5 Minuten zweimal dünn bestreichen.
Weitere Glasur weglassen und die restliche Sauce separat zum Servieren reichen.
Die Schärfe der Paste wird reduziert, während die übrigen Aromen erhalten bleiben.
Gemahlenes Piment ersetzt die ganzen Pimentbeeren und verteilt sich schneller in der Paste.
Die Sauce wird mit dunklem Rum anderer Herkunft zubereitet.
Die Koteletts können 4–12 Stunden vor dem Grillen mit der Jerk-Paste mariniert und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die 30 g Paste für die Sauce werden vorher separat zurückbehalten.
Häufig gefragt
Die Scotch Bonnet sorgt für deutliche Schärfe. Für eine mildere Variante die Schote vor dem Verarbeiten entkernen.
Habanero ist eine brauchbare Alternative. Sie bringt meist eine ähnliche Schärfe, wirkt aber etwas weniger fruchtig.
Piment wird auch Nelkenpfeffer oder Allspice genannt. Gemahlenes Piment funktioniert ebenfalls und macht die Paste etwas feiner.
Die Marinierzeit beträgt 4–12 Stunden im Kühlschrank. Vor dem Grillen die Koteletts etwa 30 Minuten temperieren lassen.
Die direkte Zone sorgt für kräftige Röstaromen, die indirekte Zone gart die dicken Koteletts anschließend kontrolliert fertig.
In den letzten 5 Minuten des indirekten Grillens zweimal dünn bestreichen. So wird die süße Sauce nicht zu dunkel.
Für medium nennt das Rezept etwa 60–63 °C beim Herunternehmen vom Grill. Die Zeit kann je nach Dicke und gewünschtem Garpunkt abweichen.
Ja. Die kräftige Melassenote der Sauce kann dann milder oder stärker ausfallen.
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