Besondere Tempe-Variante
Tempe gembus ist eine eigene Tempe-Form aus Tofupressrückstand. Er bleibt weicher als gewöhnlicher Tempeh und nimmt den Würzsud gut auf.
Indonesische Tempeh-Spieße
Sate kere aus Solo: Tempe gembusIndonesisches Fermentationsprodukt aus fermentiertem Tofu-Rückstand. wird in Kokoswasser und Gewürzen gegart, auf Bambusspieße gesteckt und über direkter Holzkohlenglut gegrillt. Dazu wird warme Bumbu kacang, eine kräftige indonesische Erdnusssauce, serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sate kere tempe gembus ist eine Variante des bekannten Grillgerichts aus Solo auf Java. Die besondere Grundlage ist Tempe gembus, eine fermentierte Tempe-Form aus Tofupressrückstand. Die Stücke werden zuerst in einem würzigen Sud mit Kokoswasser, Tamarinde und Palmzucker gegart, anschließend aufgespießt und direkt über Kohlen gegrillt. Eine warme Bumbu kacang mit Erdnüssen, Chilis und Kecap manisSüße, dickflüssige indonesische Sojasauce mit würzigem und karamelligem Geschmack. ergänzt die rauchig gebräunten Spieße.
Die Spieße sind außen gebräunt und an den Kanten leicht rauchig, während der Tempe gembus innen weich bleibt. Die Bumbu kacang ist dickflüssig, cremig und nussig, mit süßen Palmzuckernoten, salziger Würze und einer variablen Chilischarfe.
Schritt für Schritt
Die Bambusspieße mindestens 30 Minuten in Wasser legen. Das verhindert, dass sie über der Glut zu schnell verkohlen. Währenddessen den Tempe gembus vorsichtig in gleich große Stücke von etwa 3 cm schneiden.
Daran erkennst du es: Die Spieße sind vollständig durchfeuchtet.
Wichtig: Die Spieße vor dem Grillen ausreichend wässern und beim späteren Aufstecken vorsichtig behandeln.
Schalotten, Knoblauch, Koriandersaat, KemirinüsseKemirinüsse geben der Sauce Körper und eine leicht buttrige Nussnote., schwarzen Pfeffer und Salz zu einer groben Würzpaste zermahlen.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind grob zermahlen und verbinden sich zu einer feuchten Paste.
Kokoswasser, Würzpaste, indonesische Lorbeerblätter, Galgant, Tamarindenpaste und Palmzucker in den breiten Topf geben und aufkochen. Die Tempe-gembus-Stücke einlegen und bei kleiner Hitze sanft 25–30 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch vorsichtig wenden, bis die Flüssigkeit weitgehend eingekocht ist und die Würzung aufgenommen wurde.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist weitgehend eingekocht und die Stücke sind gewürzt, aber noch formstabil.
Wichtig: Die Flüssigkeit vollständig erhitzen und den Tempe gembus während des Garens gleichmäßig durchwärmen.
Die gegarten Stücke aus dem Sud heben und 10 Minuten abkühlen lassen. Danach jeweils 4–5 Stücke locker auf einen gewässerten Spieß stecken.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind handwarm und lassen sich aufspießen, ohne zu zerfallen.
Wichtig: Vor dem Aufspießen kurz abkühlen lassen, damit die Stücke sicher gehandhabt werden können.
Das neutrale Öl im kleinen Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch, rote Chilis, kleine scharfe Chilis und Kemirinüsse 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze anrösten. Die gerösteten Zutaten zusammen mit Erdnüssen, Salz, Palmzucker und heißem Wasser fein zermahlen oder mixen. Während die Sauce zubereitet wird, kann der Holzkohlegrill bereits vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Die Schalotten und Chilis duften aromatisch und sind leicht angeröstet.
Wichtig: Heiße Zutaten und heißes Wasser vorsichtig in den Mörser oder Mixer geben.
Die Erdnussmischung zurück in den kleinen Topf geben, Kecap manis einrühren und 3–4 Minuten sanft erhitzen, bis die Sauce dickflüssig ist. Falls sie zu fest wird, esslöffelweise heißes Wasser einrühren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist dickflüssig, glänzend und lässt sich noch gut löffeln.
Einen Holzkohlegrill für direkte mittlere Hitze vorbereiten und den Rost dünn mit neutralem Öl bestreichen.
Daran erkennst du es: Die Kohlen glühen gleichmäßig und der Rost ist dünn eingefettet.
Wichtig: Beim Umgang mit Holzkohle und heißem Rost hitzebeständige Grillhandschuhe verwenden.
Die Spieße direkt über die Glut legen und 8–10 Minuten grillen. Alle 2 Minuten wenden, bis die Oberfläche gebräunt ist und die Kanten leichte Röstaromen zeigen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt, die Kanten zeigen leichte Röstaromen und die Spieße sind rundum heiß.
Wichtig: Die Spieße nicht unbeaufsichtigt über der offenen Glut lassen.
Die Sate kere tempe gembus sofort mit der warmen Bumbu kacang servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist warm und die Spieße werden direkt nach dem Grillen serviert.
Gut zu wissen
Tempe gembus ist eine eigene Tempe-Form aus Tofupressrückstand. Er bleibt weicher als gewöhnlicher Tempeh und nimmt den Würzsud gut auf.
Kemirinüsse werden in der indonesischen Küche für Würzpasten und Saucen verwendet. Als Ersatz können Macadamianüsse dienen; die Sauce wird dann etwas milder und cremiger.
Kecap manis ist eine süße indonesische Sojasauce. Sie bringt Süße, Salz und karamellige Würze in die Bumbu kacang.
Tamarindenpaste gibt dem Würzsud eine fruchtig-säuerliche Tiefe. Limettensaft kann sie ersetzen, wirkt aber frischer und weniger tief.
Die Sauce wird etwas milder und cremiger.
Die Kemirinüsse in beiden Zubereitungen durch die gleiche Anzahl Macadamianüsse ersetzen und wie im Rezept mitzermahlen.
Die Sauce wird etwas dünner und weniger karamellig.
Sojasauce und braunen Zucker verrühren und anstelle der Kecap manis in die eingekochte Erdnusssauce geben.
Der Würzsud wird frischer, aber weniger tief und fruchtig-säuerlich.
Den Limettensaft in den Würzsud geben und wie die Tamarindenpaste mit den übrigen Zutaten erhitzen.
Die Stücke bleiben fester und schmecken deutlich nussiger; es ist kein gleichwertiger Ersatz.
Nur verwenden, wenn Tempe gembus nicht erhältlich ist. Den gewöhnlichen Tempeh ebenfalls in etwa 3 cm große Stücke schneiden und die Garzeiten beobachten.
Die Spieße mindestens 30 Minuten wässern und beim Grillen regelmäßig wenden.
Stark verkohlte Enden abschneiden oder die Spieße auf einen weniger heißen Bereich des Grills legen.
Etwa 3 cm große Stücke schneiden, vorsichtig wenden und locker aufspießen.
Zerfallene Stücke in einer Grillpfanne oder auf einer Grillplatte weiterbräunen und mit der Sauce servieren.
Die Sauce nur sanft erhitzen und bei Bedarf esslöffelweise heißes Wasser einrühren.
Mit heißem Wasser portionsweise verdünnen und kurz erwärmen.
Die Sauce nur sanft erhitzen und regelmäßig mit dem Kochlöffel rühren.
Die Sauce sofort in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den angesetzten Bodensatz unterzurühren.
Eine mildere Sauce mit weniger Schärfe, bei der die kleinen scharfen Chilis weggelassen werden.
Die säuerliche Komponente wird mit Limettensaft statt Tamarindenpaste zubereitet.
Kemirinüsse werden durch Macadamianüsse ersetzt, wodurch die Sauce milder und cremiger wird.
Häufig gefragt
Tempe gembus ist eine besondere Tempe-Variante aus fermentiertem Tofupressrückstand. Er ist weicher als gewöhnlicher Soja-Tempeh und nimmt Würzsud besonders gut auf.
Am ehesten findest du ihn in indonesischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Asia-Märkten oder auf Märkten mit indonesischem Sortiment.
Ja, aber er ist kein gleichwertiger Ersatz. Gewöhnlicher Tempeh bleibt fester und schmeckt deutlich nussiger.
Macadamianüsse eignen sich als Ersatz. Die Bumbu kacang wird dadurch etwas milder und cremiger.
1 EL Limettensaft kann Tamarindenpaste ersetzen. Der Würzsud wird dadurch frischer, aber weniger tief und fruchtig-säuerlich.
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