Kashmiri-Chilipulver
Kashmiri-Chilipulver bringt eine milde bis mittlere Schärfe und eine kräftige rote Farbe. Als Ersatz eignet sich mildes Chilipulver; Farbe und Schärfe können dann abweichen.
Kenianische Küste · Holzkohlegrill
Gegrillte Hähnchenoberschenkel werden mit einer würzigen, separat gekochten Kokossauce vollendet. Direkte und indirekte Grillhitze verbinden rauchige Röstaromen mit einer cremigen Sauce aus KokosmilchWässrige Emulsion aus zerkleinertem Kokosnussfleisch und Wasser., Tomate, Ingwer und Chili.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kuku wa Kupaka ist ein kenianisches Gericht der Swahili-Küste: Gegrilltes Hähnchen trifft auf eine würzige Kokossauce. In dieser Variante bleibt der Grillgeschmack im Hähnchenoberschenkel, während die Sauce separat sanft einkocht und das Fleisch erst zum Schluss darin fertig gart.
Saftige, rauchig gebräunte Hähnchenoberschenkel treffen auf eine cremige, leicht sämige Kokossauce. Tomate und Gewürze geben Tiefe, Ingwer und Chili Wärme, während Zitrone und Koriander für einen frischen Abschluss sorgen.
Schritt für Schritt
Hähnchenoberschenkel trocken tupfen und an den dicksten Stellen zweimal bis nahe an den Knochen einschneiden. Zitronensaft, fein geriebenen Knoblauch, Salz und Kashmiri-ChilipulverRotes Chilipulver aus Kashmiri-Chilis, das vor allem Farbe und eine meist milde bis moderate Schärfe beitragen kann. in der Rührschüssel verrühren. Die Marinade gründlich in das Fleisch und unter die Haut reiben. Abgedeckt 2 Stunden im Kühlschrank marinieren. Das Hähnchen etwa 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist gleichmäßig mit Marinade benetzt und bleibt bis zum Grillen gekühlt.
Wichtig: Rohes Geflügel und Marinade getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln halten.
Einen Holzkohlegrill für direkte und indirekte Hitze vorbereiten. Die direkte Zone soll am Rost etwa 220 °C erreichen. Den Rost mit der Grillbürste reinigen und mit etwas neutralem Pflanzenöl leicht ölen. Grilldeckel, Grillthermometer und Grillzange bereithalten.
Wichtig: Beim Arbeiten mit Holzkohle und heißem Grillrost hitzebeständige Handschuhe und lange Grillzange verwenden.
Die Hähnchenoberschenkel mit der Hautseite nach unten über die direkte Glut legen. 4–5 Minuten grillen, bis die Haut gebräunt ist, dann wenden und weitere 4–5 Minuten grillen. Bei aufflammendem Fett das Fleisch sofort in die indirekte Zone ziehen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist deutlich gebräunt; das Fleisch ist an dieser Stelle noch nicht vollständig durchgegart.
Wichtig: Heiße Fettflammen nicht mit Wasser löschen; das Hähnchen stattdessen in die indirekte Zone ziehen.
Das Hähnchen in die indirekte Zone legen und bei geschlossenem Grilldeckel 18–25 Minuten fertig grillen, dabei einmal wenden. Im dicksten Stück nahe am Knochen sollte es etwa 68–70 °C erreichen. Es gart später in der Sauce vollständig zu Ende.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist außen fest und erreicht im dicksten Stück nahe am Knochen etwa 68–70 °C, bevor es in die Sauce kommt.
Wichtig: Das Hähnchen wird erst in der Kokossauce vollständig fertig gegart.
Während das Hähnchen grillt, Zwiebel, Ingwer, Knoblauch, grüne Chili, Tomate und die Korianderstängel in einem Mixer oder Mörser zu einer groben Paste verarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist grob pastös, ohne vollständig glatt zu sein.
Das Öl in einem schweren Topf erhitzen. Die aromatische Paste, Tomatenmark, Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander, Kurkuma, Paprikapulver, schwarzen Pfeffer und Salz hineingeben. Bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten unter Rühren einkochen, bis die Zwiebel weich ist und die Paste deutlich dicker wird.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und die Paste deutlich eingedickt; sie soll nicht trocken ansetzen.
Kokosmilch und Wasser einrühren. Die Sauce 8 Minuten bei kleiner Hitze sanft köcheln lassen, nicht sprudelnd kochen. Sie soll leicht sämig werden.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht sämig und bewegt sich nur sanft, ohne stark zu sprudeln.
Die gegrillten Hähnchenoberschenkel mitsamt austretendem Fleischsaft in die Kokossauce legen. Bei kleiner Hitze 8–12 Minuten ohne Deckel sanft weitergaren und dabei gelegentlich Sauce über das Hähnchen schöpfen. Das Fleisch muss an der dicksten Stelle mindestens 74 °C erreichen.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle nahe am Knochen erreicht mindestens 74 °C; das Fleisch ist vollständig durchgegart.
Wichtig: Geflügel erst servieren, wenn die dickste Stelle nahe am Knochen mindestens 74 °C erreicht hat.
Den Topf vom Herd nehmen und das Hähnchen 5 Minuten ruhen lassen. Mit den Korianderblättern bestreuen und mit Zitronenspalten servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce haftet leicht am Hähnchen und das Fleisch lässt sich saftig vom Knochen lösen.
Gut zu wissen
Kashmiri-Chilipulver bringt eine milde bis mittlere Schärfe und eine kräftige rote Farbe. Als Ersatz eignet sich mildes Chilipulver; Farbe und Schärfe können dann abweichen.
Ungesüßte Kokosmilch bildet die cremige Basis der Sauce. Vor dem Öffnen die Dose schütteln oder den Inhalt gründlich verrühren.
Die Stängel kommen in die aromatische Paste, während die Blätter erst am Ende über das fertige Gericht gestreut werden. Dadurch bleibt ihr frisches Aroma deutlicher erhalten.
Die Sauce kann je nach Sorte etwas dunkler oder schärfer werden.
Kashmiri-Chilipulver im gleichen Mengenansatz ersetzen und die Schärfe vor dem Servieren prüfen.
Die Säure wirkt meist etwas pointierter und aromatischer.
Zitronensaft durch Limettensaft ersetzen und zum Servieren Limettenspalten verwenden.
Die Sauce und Garnitur werden milder und weniger zitrisch-grün.
Petersilie ebenfalls mit den Stängeln in die Paste und den Blättern zum Schluss verwenden.
Bei Flammen sofort in die indirekte Zone wechseln und den Grilldeckel schließen.
Verbrannte Hautstellen vorsichtig entfernen und das Hähnchen in der indirekten Zone beziehungsweise Sauce fertig garen.
Die Paste 8–10 Minuten einkochen und die Kokossauce anschließend bei kleiner Hitze leicht sämig werden lassen.
Die Sauce ohne Hähnchen kurz weiter reduzieren, bevor das Fleisch wieder eingelegt wird.
Die Hitze niedrig halten und nur sanft köcheln lassen.
Etwas Wasser einrühren und die Sauce bei sehr kleiner Hitze vorsichtig wieder verbinden.
Eine besonders milde Version mit weniger oder vollständig entkernter grüner Chilischote und ohne zusätzliche Schärfe aus dem Chilipulver.
Eine kräftigere Version mit zusätzlicher grüner Chili und einer schärferen Würzung der Marinade.
Hähnchenoberschenkel ohne Knochen verkürzen die Garzeit und lassen sich leichter portionieren.
Das Hähnchen kann bis zu 2 Stunden vor dem Grillen mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Kokossauce lässt sich während der Grillphase frisch zubereiten.
Reste nach dem Abkühlen zeitnah in einen flachen, luftdicht verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Hähnchen und Sauce gemeinsam lagern.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Häufig gefragt
Mildes Chilipulver eignet sich als Ersatz. Je nach Sorte wird die Sauce etwas dunkler oder schärfer; deshalb zunächst vorsichtig dosieren.
Die direkte Zone bräunt die Haut schnell. In der indirekten Zone kann das Hähnchen anschließend kontrolliert weitergaren, ohne außen zu verbrennen.
Die Sauce nur sanft köcheln lassen und nicht sprudelnd kochen. Regelmäßiges Rühren hilft zusätzlich, die Sauce cremig zu halten.
Die dickste Stelle nahe am Knochen muss vollständig durchgegart sein. Im Rezept wird dafür eine Kerntemperatur von mindestens 74 °C angegeben.
Die Stängel geben der aromatischen Paste Tiefe, während die Blätter am Ende ein frisches, deutliches Kräuteraroma liefern.
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