Safranfäden verwenden
Safranfäden werden zunächst mit heißem Wasser übergossen und ziehen gelassen. Safranpulver ist möglich, schmeckt aber meist weniger nuanciert und färbt schneller.
Iranisch inspirierte Grillküche
Modernes, indirekt gegrilltes Pulled Chicken mit Zitronen-Safran-Marinade und einer sämigen Walnuss-Granatapfel-Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Persisch inspiriertes Pulled Chicken verbindet die Zitronen-Safran-Aromen von Joojeh Kabob mit der süß-säuerlichen Walnuss-Granatapfel-Idee von Fesenjan. Das Rezept ist keine klassische iranische Traditionsbezeichnung, sondern eine moderne Grillvariante: Das Hähnchen gart vollständig über indirekter Hitze, wird gezupft und anschließend mit der Sauce gebunden.
Zartes, faserig gezupftes Hähnchen mit feinen Röstaromen, nussiger Sauce und einem ausgewogenen Spiel aus Süße, Säure und warmen Gewürzen.
Schritt für Schritt
Safran mit dem heißen Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Zitronensaft, Öl, Safranwasser, Salz und Pfeffer verrühren. Die Hähnchenoberschenkel mit der Marinade und der Zwiebel in eine verschließbare Schüssel geben, gründlich wenden und abgedeckt 24 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Das marinierte Hähnchen während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Das Hähnchen 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Den Grill für indirekte Hitze auf 180–190 °C vorbereiten. Beim Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur einen Brenner einschalten. Die Zwiebel aus der Marinade nehmen und das Hähnchen auf die kühle Grillseite legen.
Wichtig: Rohes Hähnchen und Marinade nicht mit gegarten Lebensmitteln oder sauberen Utensilien in Kontakt bringen.
Das Hähnchen bei geschlossenem Deckel 45–60 Minuten indirekt grillen und nach der Hälfte der Zeit wenden. Es ist fertig, wenn die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht. Zum Schluss die Stücke jeweils etwa 1 Minute über direkte Hitze legen, damit die Oberfläche leicht röstet.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 74 °C.
Wichtig: Hähnchen vollständig durchgaren; die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen.
Das gegrillte Hähnchen 10 Minuten ruhen lassen, bevor es gezupft wird.
Während das Hähnchen grillt, die Walnüsse in einem trockenen Topf bei mittlerer Hitze 2 Minuten rösten und herausnehmen. Das Öl im selben Topf erhitzen, die gewürfelte Zwiebel 5 Minuten weich dünsten und das Kurkuma kurz einrühren.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, ohne stark zu bräunen.
Walnüsse, Hühnerbrühe, Granatapfelmelasse, Zucker, Zitronensaft und Salz zur Zwiebel geben. Die Sauce 15–20 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis sie sämig ist. Sie soll dick genug sein, um das gezupfte Fleisch zu umhüllen, aber noch gut rührbar bleiben.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig, umhüllt das Fleisch und bleibt gut rührbar.
Das gegrillte Hähnchen mit zwei Gabeln oder sauberen Händen in grobe Fasern zupfen. Dabei harte Sehnenstücke entfernen.
Wichtig: Nur saubere Hände verwenden und harte Sehnenstücke entfernen.
Das Fleisch in die warme Sauce geben und vorsichtig vermengen, bis alle Fasern gleichmäßig gebunden sind.
Daran erkennst du es: Alle Fleischfasern sind gleichmäßig mit Sauce überzogen.
Das Pulled Chicken noch 2 Minuten bei kleinster Hitze erwärmen, ohne es weiter einzukochen. Warm servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist durchgehend warm und die Sauce bleibt rührbar.
Gut zu wissen
Safranfäden werden zunächst mit heißem Wasser übergossen und ziehen gelassen. Safranpulver ist möglich, schmeckt aber meist weniger nuanciert und färbt schneller.
Granatapfelmelasse ist meist in persischen, türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.
Fein gemahlene Walnüsse geben der Sauce Körper und sorgen dafür, dass sie die gezupften Fleischfasern gut umhüllt.
Das Aroma ist meist weniger nuanciert; die Farbe entwickelt sich schneller.
Safranpulver kann anstelle der Safranfäden verwendet werden. Die Menge nach Packungsangabe dosieren und ebenfalls im heißen Wasser auflösen.
Die Sauce wird flüssiger und milder.
Granatapfelsaft einkochen und mit etwas zusätzlichem Zitronensaft ausgleichen. Die Konsistenz der Sauce anschließend durch vorsichtiges Weiterköcheln anpassen.
Olivenöl bringt eine kräftigere eigene Note ein, Rapsöl bleibt neutraler.
Eines der beiden Öle in der angegebenen Menge für die Marinade verwenden.
Die Sauce 15–20 Minuten köcheln lassen und auf eine sämige, aber noch rührbare Konsistenz achten.
Bei kleiner Hitze weiterköcheln lassen, bis die Sauce das Fleisch umhüllt.
Bei geschlossenem Deckel indirekt grillen und die dickste Stelle prüfen.
Das Hähnchen weiter indirekt grillen, bis die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht.
Bei kleiner Hitze köcheln und die Sauce gut rührbar halten.
Etwas Hühnerbrühe einrühren und die Sauce vorsichtig wieder erwärmen.
Das Hähnchen kann bis zu 24 Stunden vor dem Grillen mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Häufig gefragt
Ja. Safranpulver ist möglich, schmeckt aber meist weniger nuanciert und färbt schneller. Die Menge nach Packungsangabe dosieren und im heißen Wasser auflösen.
Granatapfelmelasse gibt es meist in persischen, türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften sowie in gut sortierten Feinkostläden.
Ja. Beim Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur einen Brenner einschalten, damit eine indirekte Grillzone entsteht.
Die dickste Stelle des Hähnchens muss mindestens 74 °C erreichen. Zum Schluss kann das Fleisch kurz über direkter Hitze angeröstet werden.
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