Ganzes Lamm vorbestellen
Ein küchenfertiges Lamm im Bereich von 12 bis 14 kg Schlachtgewicht sollte mehrere Tage vorher bei einer Fleischerei, einem persischen oder arabischen Metzger oder direkt bei einer regionalen Schäferei bestellt werden.
Ganzes Lamm am Drehspieß
Ein ganzes küchenfertiges Lamm wird mit würziger Butter eingerieben, über indirekter Holzkohlehitze langsam am Drehspieß gegart und mit Kreuzkümmel-Salz serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Méchoui bezeichnet in Marokko ein vollständig gegartes Lamm oder Schaf. In dieser Grillfassung wird das küchenfertige Lamm auf einem horizontalen Drehspieß langsam über seitlich angeordneter Holzkohle gegart. Butter, Knoblauch, Paprika, schwarzer Pfeffer und Kreuzkümmel würzen die Oberfläche und sorgen beim wiederholten Bestreichen für eine aromatische Kruste.
Das fertig gegarte Lamm hat eine kräftig gebräunte, würzige Oberfläche und weiches, saftiges Fleisch. Die Würzbutter duftet nach Knoblauch, Butter, Paprika und warmem Kreuzkümmel; das Kreuzkümmel-Salz schmeckt trocken, intensiv und aromatisch.
Schritt für Schritt
Vermische Butter, Knoblauch, 40 g Kreuzkümmel, Paprikapulver, schwarzen Pfeffer, 80 g Salz und 100 ml Wasser zu einer streichfähigen Würzbutter. Reibe damit den Innenraum und die Außenseite des Lamms gründlich ein. Decke das Lamm ab und lasse es 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank ruhen.
Wichtig: Das eingeriebene rohe Lamm während der gesamten Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Nimm das Lamm etwa 60 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank. Bereite einen stabilen Grill mit Drehspieß, Motor, seitlichen Kohlekörben und Auffangschale vor. Verwende den Spieß nur, wenn Tragkraft, Gabeln, Halterungen und Motor für das Gewicht freigegeben sind. Erhitze 12 bis 16 kg Holzkohle oder Briketts, bis sie vollständig durchgeglüht sind.
Daran erkennst du es: Die Kohlen sind vollständig durchgeglüht.
Wichtig: Den Drehspieß nicht verwenden, wenn Tragkraft, Halterungen oder Motor nicht ausdrücklich für das Gewicht freigegeben sind.
Führe den Spieß mittig durch den Rumpf. Setze die Spießgabeln an kräftigen Knochenbereichen im Brustkorb und im Becken an, ziehe sie fest an und prüfe den sicheren Sitz. Binde Vorder- und Hinterläufe mit hitzefestem Bratengarn oder lebensmittelechtem Edelstahldraht eng an den Körper und sichere lose Fleischpartien zusätzlich. Drehe den Spieß von Hand: Das Lamm darf nicht ausschlagen oder an Grillteilen anstoßen.
Daran erkennst du es: Das Lamm dreht sich von Hand gleichmäßig, ohne auszuschlagen oder Grillteile zu berühren.
Wichtig: Vor dem Einschalten des Motors den sicheren Sitz und den freien Drehweg vollständig prüfen.
Stelle die Kohlen links und rechts neben die Auffangschale, sodass unter dem Lamm keine offene Glut direkt liegt. Gieße 1,5 l heißes Wasser in die Schale. Bringe die Temperatur im Garraum auf etwa 170 °C. Hänge den Spieß ein, schalte den Motor ein und schließe den Grill.
Daran erkennst du es: Der Garraum erreicht etwa 170 °C und das Lamm dreht sich frei.
Wichtig: Beim Eingießen des heißen Wassers und beim Einhängen des schweren Lamms hitzefeste Handschuhe verwenden.
Gare das Lamm in den ersten 90 Minuten bei etwa 165 bis 170 °C. Halte danach 145 bis 160 °C im Garraum und lege bei Bedarf portionsweise neue Kohlen nach. Drehe das Lamm während der gesamten Garzeit ununterbrochen. Öffne den Grill nur kurz zum Prüfen und Nachlegen, damit die Wärmeführung stabil bleibt. Plane je nach Gewicht, Wind und Grill 5 bis 7 Stunden ein; die Kerntemperatur entscheidet, nicht die Uhr allein.
Daran erkennst du es: Das Lamm dreht sich kontinuierlich und die Garraumtemperatur bleibt im jeweils angegebenen Bereich.
Wichtig: Nicht unbeaufsichtigt lassen, wenn Kohle nachgelegt oder der Deckel geöffnet wird.
Erwärme die restliche Würzbutter vor dem Auftragen gründlich und bestreiche das Lamm nach etwa 90 Minuten sowie danach alle 60 bis 75 Minuten dünn. Verwende dafür jedes Mal einen sauberen Pinsel. Nach ungefähr 4 Stunden misst du die Temperatur an der dicksten Stelle von Schulter und Keule, ohne den Knochen zu berühren. Gare weiter, bis dort etwa 88 bis 92 °C erreicht sind und das Fleisch beim Einstechen deutlich weich wirkt.
Daran erkennst du es: An Schulter und Keule werden etwa 88–92 °C gemessen und das Fleisch wirkt beim Einstechen deutlich weich.
Wichtig: Für jede Anwendung einen sauberen Pinsel verwenden und das Thermometer nicht am Knochen ansetzen.
Für eine kräftige Kruste erhöhst du die Garraumtemperatur in den letzten 20 bis 30 Minuten auf etwa 190 bis 200 °C. Bleibe dabei am Grill, damit die austretende Butter nicht aufflammt. Schalte den Motor aus, nimm das Lamm mit hitzefesten Handschuhen vom Spieß und lege es auf ein großes Brett. Decke es locker ab und lasse es 30 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig gebräunt, ohne dass die Butter aufflammt.
Wichtig: Während der Schlussphase wegen möglicher Fettflammen am Grill bleiben.
Vermische zum Servieren die restlichen 30 g Kreuzkümmel mit 30 g Salz und stelle die Mischung in kleinen Schalen bereit. Entferne Garn und Spieß, löse das Fleisch portionsweise von Schulter, Keule und Brust und serviere es warm mit dem Kreuzkümmel-Salz.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich portionsweise von Schulter, Keule und Brust lösen und wird warm serviert.
Wichtig: Vor dem Servieren alle nicht essbaren Befestigungsmaterialien kontrollieren und entfernen.
Gut zu wissen
Ein küchenfertiges Lamm im Bereich von 12 bis 14 kg Schlachtgewicht sollte mehrere Tage vorher bei einer Fleischerei, einem persischen oder arabischen Metzger oder direkt bei einer regionalen Schäferei bestellt werden.
Die Würzbutter wird zunächst zum Einreiben verwendet. Ein Teil wird später erneut erwärmt und während des Garens mit einem sauberen Pinsel aufgetragen.
Die Mengen für Kreuzkümmel und Salz zum Servieren bleiben als eigene Zutaten ausgewiesen und werden erst am Ende miteinander vermischt.
Tragkraft, Spießgabeln, Halterungen und Motor vor dem Einhängen des Lamms gemeinsam kontrollieren.
Das Lamm nicht weiterdrehen lassen, wenn es wackelt, ausschlägt oder an Grillteilen anstößt; erst nach sicherer Neujustierung fortfahren.
Die Glut links und rechts der Auffangschale anordnen und das Lamm indirekt garen.
Motor nur bei sicherem Vorgehen stoppen, Kohlen neu verteilen und die Temperatur wieder stabilisieren.
In den letzten 20 bis 30 Minuten am Grill bleiben und die Garraumtemperatur auf etwa 190 bis 200 °C begrenzen.
Hitze vorsichtig reduzieren und das Lamm erst weitergaren, wenn keine Flammen mehr entstehen.
Ab etwa 4 Stunden an Schulter und Keule messen und bis zur angegebenen Temperatur und Weichheit weitergaren.
Bei stabiler Hitze weitergaren und die Kerntemperatur regelmäßig erneut prüfen.
Ein kleineres Lamm kann verwendet werden, gart schneller und lässt sich leichter am Drehspieß befestigen, liefert aber weniger Portionen.
Das Lamm kann nach dem Einreiben abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank ruhen. Die Würzbutter wird dadurch vor dem Grillen aromatisch aufgenommen.
Häufig gefragt
Wähle ein küchenfertiges, ausgenommenes und trockengetupftes Lamm mit 12 bis 14 kg Schlachtgewicht. Ein kleineres Lamm gart schneller und lässt sich leichter am Drehspieß befestigen, liefert aber weniger Portionen.
Die Garzeit beträgt ungefähr 5 bis 7 Stunden. Gewicht, Wind und Grill beeinflussen den Verlauf; die Kerntemperatur und die Weichheit des Fleisches entscheiden, nicht die Uhr allein.
Die Kohlen werden links und rechts der Auffangschale angeordnet, damit unter dem Lamm keine offene Glut direkt liegt und das Fleisch gleichmäßiger langsam gart.
Das Fleisch wird warm mit einer Mischung aus Kreuzkümmel und grobem Meersalz serviert. Frisches Fladenbrot kann zusätzlich gereicht werden.
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