Ganze Ziegenkeule besorgen
Eine ganze Ziegenkeule für den Grill ist am ehesten bei einer guten Metzgerei, einem Wild- oder Lammfleischhändler oder in einer afrikanischen beziehungsweise halal Metzgerei erhältlich.
Kenianisches Grillgericht
Eine ganze, gesalzene Ziegenkeule wird langsam über indirekter Holzkohlehitze am horizontalen Drehspieß gegart und mit frischer Kachumbari sowie festem Ugali serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Mbuzi choma steht für schlicht über Holzkohle gegartes Ziegenfleisch. Diese große Drehspießvariante verbindet Salz, Glut und Geduld mit einer praktischen Garführung für eine ganze Ziegenkeule. Kachumbari und Ugali bringen Frische und Substanz auf den Teller, ohne den klaren Charakter des gegrillten Ziegenfleischs zu überdecken.
Die Keule entwickelt eine kräftig geröstete, salzige Oberfläche und ein saftiges, aromatisches Inneres. Dazu kommen die kühle Säure der Limette, die Frische von Tomaten, Zwiebeln und Koriander sowie die feste, glatte und sättigende Konsistenz des Ugali.
Schritt für Schritt
Tupfe die Ziegenkeule gründlich trocken und entferne nur lose Haut- oder Fettstücke. Reibe sie rundum mit den 40 g Salz ein, lege sie abgedeckt in den Kühlschrank und lasse sie 8–12 Stunden ruhen. Nimm sie 60 Minuten vor dem Grillen heraus.
Binde die Keule mit hitzefester Fleischerschnur kompakt zusammen, damit nichts lose schwingt. Führe den Spießstab längs durch den dicksten, möglichst mittig ausbalancierten Teil. Befestige die Keule an beiden Enden mit den Spießgabeln und ziehe alle Schrauben fest. Drehe den Spieß von Hand und prüfe, dass die Keule frei läuft und der Motor die Last laut Geräteanleitung tragen darf.
Daran erkennst du es: Die Keule läuft beim Drehen frei und bleibt möglichst ausgewogen.
Wichtig: Vor dem Einschalten sicherstellen, dass Spießgabeln und Schrauben fest sitzen und die Keule die Grillfläche nicht berührt.
Richte den Grill für indirekte Drehspießhitze ein. Verteile die vollständig durchgeglühte Holzkohle links und rechts, stelle eine große Tropfschale darunter und lasse den Bereich direkt unter der Keule frei. Stabilisiere bei geschlossenem Deckel 160–170 °C. Halte die Kohle bei Bedarf mit kleinen Nachgaben auf dieser Temperatur.
Daran erkennst du es: Die Grilltemperatur bleibt möglichst stabil im Bereich von 160–170 °C.
Wichtig: Die Keule darf nicht direkt über der aktiven Kohle hängen.
Verrühre Wasser und Salz für die dünne Salzlake. Stelle sie neben den Grill und lege einen sauberen Pinsel bereit.
Setze den Spieß ein, starte den Motor und grille die Keule bei geschlossenem Deckel kontinuierlich über indirekter Glut. Rechne je nach Dicke und Grill mit etwa 3½–4½ Stunden. Öffne den Deckel nur kurz zum Kontrollieren und Nachlegen von Kohle.
Daran erkennst du es: Die Keule dreht gleichmäßig und die Oberfläche bräunt langsam.
Wichtig: Den Deckel nur kurz öffnen, damit die Grilltemperatur möglichst stabil bleibt.
Beginne nach der ersten Stunde, die Keule etwa alle 30 Minuten dünn mit der Salzlake zu bepinseln. Bepinsle nur die Oberfläche und lasse keine Flüssigkeit in offene Flammen tropfen. Wird die Außenseite zu dunkel, verteile die Kohle weiter nach außen und senke die Grilltemperatur, statt die Keule vom Drehspieß zu nehmen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche bleibt gleichmäßig gebräunt und wird nicht schwarz.
Wichtig: Keine Lake in offene Flammen tropfen lassen.
Prüfe nach etwa 3½ Stunden die Kerntemperatur an der dicksten Stelle, ohne den Knochen zu berühren. Miss zusätzlich an einer zweiten dicken Stelle. Die Keule ist fertig, wenn beide Messpunkte mindestens 72 °C erreichen. Liegt einer darunter, grille in 10–15-Minuten-Abschnitten weiter und prüfe erneut.
Daran erkennst du es: Beide Messpunkte erreichen mindestens 72 °C, ohne dass die Messspitze den Knochen berührt.
Wichtig: Das Thermometer sauber einsetzen und den Knochen nicht als Messpunkt verwenden.
Nimm die Keule vom Spieß, entferne die Fleischerschnur und lasse sie locker abgedeckt 20–25 Minuten ruhen. Schneide das Fleisch anschließend quer zur Faser in dünne Scheiben und löse es bei Bedarf in gröbere Stücke vom Knochen.
Daran erkennst du es: Die Keule ist locker abgedeckt und lässt sich nach der Ruhezeit sauber tranchieren.
Wichtig: Beim Entfernen der Keule und der Schnur auf heiße Metallteile und austretenden Fleischsaft achten.
Bereite während der Ruhezeit die Kachumbari zu. Schneide die Zwiebeln fein, lege sie 10 Minuten in kaltes Wasser und lasse sie anschließend gut abtropfen. Würfle die Tomaten, hacke Koriander und Chilischote und vermenge alles mit Limettensaft und Salz.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind abgetropft und alle Zutaten gleichmäßig vermengt.
Für den Ugali bringe Wasser und Salz in einem schweren Topf zum Kochen. Rühre zunächst etwa 150 g MaismehlMaismehl ist fein gemahlenes Mehl aus Maiskörnern und wird weltweit vielseitig verwendet. ein. Streue danach das restliche Maismehl portionsweise ein und rühre kräftig, bis eine feste, glatte Masse entsteht. Koche den Ugali unter regelmäßigem Wenden 8–10 Minuten, bis er sich vom Topfrand löst.
Daran erkennst du es: Der Ugali ist fest und glatt und löst sich vom Topfrand.
Wichtig: Beim kräftigen Rühren auf heiße Spritzer achten.
Gib den Ugali auf eine Servierplatte, verteile die aufgeschnittene Ziegenkeule daneben und reiche die Kachumbari frisch dazu.
Daran erkennst du es: Fleisch, Ugali und Kachumbari sind gemeinsam servierbereit.
Gut zu wissen
Eine ganze Ziegenkeule für den Grill ist am ehesten bei einer guten Metzgerei, einem Wild- oder Lammfleischhändler oder in einer afrikanischen beziehungsweise halal Metzgerei erhältlich.
Feines weißes Maismehl findet sich häufig in afrikanischen Lebensmittelgeschäften oder gut sortierten internationalen Abteilungen. Feine Polenta ist möglich, wird aber meist weicher und weniger kompakt.
Die Beilage wird meist weicher und weniger kompakt als Ugali aus feinem weißem Maismehl.
Die feine Polenta portionsweise in das kochende, gesalzene Wasser einrühren und unter regelmäßigem Wenden garen, bis eine feste Masse entsteht.
Die Keule am dicksten Teil möglichst mittig aufspießen, kompakt binden und vor dem Einschalten von Hand drehen.
Spieß ausschalten, die Befestigung nachziehen und die Keule neu ausbalancieren.
Die Kohle links und rechts außerhalb des Bereichs direkt unter der Keule verteilen und 160–170 °C stabilisieren.
Kohle weiter nach außen verteilen und die Temperatur senken, ohne die Keule vom Drehspieß zu nehmen.
Die Zwiebeln nach dem Wässern gut im Sieb abtropfen lassen.
Überschüssige Flüssigkeit vorsichtig abgießen und erst danach die übrigen Zutaten vermengen.
Zuerst etwa 150 g einrühren und das restliche Maismehl portionsweise unter kräftigem Rühren zugeben.
Die Masse weiter kräftig wenden und rühren, bis sie möglichst glatt und fest ist.
Die Ziegenkeule wird nur mit der frischen Kachumbari serviert.
Der Ugali wird durch feine Polenta ersetzt, die als weichere Maisbeilage zubereitet wird.
Die Keule kann 8–12 Stunden vor dem Grillen mit den 40 g Salz eingerieben, abgedeckt und im Kühlschrank gelagert werden. Vor dem Grillen 60 Minuten herausnehmen und anschließend aufspießen.
Häufig gefragt
Mbuzi choma bezeichnet auf Swahili geröstetes beziehungsweise gegrilltes Ziegenfleisch. Dieses Rezept setzt den Begriff als große Drehspießvariante mit ganzer Ziegenkeule um.
Für dieses Rezept ist eine ganze Ziegenkeule mit Knochen von 4,5–5,5 kg vorgesehen. Für weniger als 10 Portionen ist ein anderes, kleineres Ziegenstück sinnvoller. Befestigung, Garzeit und Kerntemperatur müssen dann an das kleinere Stück angepasst und die dickste Stelle geprüft werden.
Die Keule ist ein großes Stück und benötigt mehrere Stunden. Die seitlich angeordnete Kohle hält direkte Flammen vom Fleisch fern und ermöglicht langsames Garen am Drehspieß.
Feine Polenta ist eine mögliche Alternative. Sie ergibt meist eine weichere und weniger kompakte Beilage als feines weißes Maismehl.
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