Moo Ping vom Holzkohlegrill

Marinierte Schweinespieße

Dünn geschnittene Schweinenackenstreifen werden mit KorianderwurzelAromatische Wurzel des Korianders, die besonders in der thailändischen Küche verwendet wird., Knoblauch, weißen Pfefferkörnern, PalmzuckerPalmzucker wird aus dem eingedickten Saft verschiedener Palmen gewonnen. und Kokosmilch mariniert, dicht auf Bambusspieße gesteckt und direkt über mittlerer Holzkohlehitze gegrillt.

Zum Rezept
Moo Ping vom Holzkohlegrill
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Minuten
Gesamtzeit ca. 4 Std. 50 Min.
Menge kleine Spieße
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Anfrieren erleichtert gleichmäßig dünne Fleischstreifen, die schnell und zart grillen.
  • Die Kombination aus Korianderwurzel, Knoblauch, Pfeffer, Palmzucker und Kokosmilch gibt dem Schweinefleisch ein würziges, süßes und rundes Aroma.
  • Dicht gesteckte Fleischstreifen bleiben saftiger, während direktes Grillen für gebräunte Röstkanten sorgt.
  • Das wiederholte Bestreichen mit Kokosmilch unterstützt eine saftige Oberfläche und eine leichte Karamellisierung.

Moo Ping (หมูปิ้ง) sind thailändische Schweinespieße aus dünn geschnittenem Schweinenacken. Die süß-salzige Marinade verbindet Korianderwurzel, Knoblauch, weißen Pfeffer, Palmzucker und Kokosmilch. Gegart wird direkt über mittlerer Holzkohlehitze; währenddessen hält ein dünner Kokosmilchfilm das Fleisch saftig und gibt ihm leichte Röstkanten. Moo Ping ist in Thailand als Streetfood verbreitet; diese Rezeptfassung wird keiner einzelnen Teilregion zugeschrieben.

Die Spieße duften nach geröstetem Koriander, Knoblauch und Kokosmilch. Das Fleisch ist zart und saftig, außen leicht karamellisiert und an den Kanten dezent rauchig.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und marinieren

  1. Spieße einweichen und Koriandersaat rösten

    Die Bambusspieße 20 Minuten vollständig in Wasser einweichen. Gleichzeitig die Koriandersaat in einer trockenen Pfanne kurz rösten und anschließend abkühlen lassen.

    20 Minuten
    • Die Spieße vollständig mit Wasser bedecken, damit sie beim Grillen weniger schnell verkohlen.
  2. Schweinenacken schneiden

    Den Schweinenacken 15 bis 20 Minuten anfrieren lassen. Anschließend quer zur Faser in etwa 5 cm lange, 2 bis 3 cm breite und 3 bis 4 mm dünne Streifen schneiden.

    20 Minuten
    • Gut gekühltes, leicht angefrorenes Fleisch lässt sich gleichmäßiger dünn schneiden.

    Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsfläche sowie Messer anschließend gründlich reinigen.

  3. Marinade herstellen

    Korianderwurzeln, Knoblauch, weiße Pfefferkörner und die geröstete, abgekühlte Koriandersaat im Mörser zu einer groben Paste zerstoßen. Palmzucker, 160 ml Kokosmilch, helle SojasauceEine salzige Würzsauce aus Sojabohnen, häufig ergänzt durch Weizen und traditionell fermentiert., süße dunkle Sojasauce, Austernsauce, thailändische WürzsauceDie Sauce ist in Thai- und Asialäden oft unter der englischen Bezeichnung Seasoning Sauce erhältlich. und Reisöl einarbeiten.

    • Die Paste darf grob bleiben; dadurch bleibt das Aroma der Gewürze deutlich.
  4. Fleisch marinieren

    Das Fleisch mit der Marinade gründlich vermengen, abdecken und 4 Stunden im Kühlschrank marinieren.

    4 Stunden
    • Während dieser Ruhezeit zieht die Marinade in die dünnen Fleischstreifen ein.

    Wichtig: Das Fleisch während der Marinierzeit durchgehend gekühlt halten.

  5. Fleisch aufspießen

    Die marinierten Fleischstreifen dicht und leicht ziehharmonikaartig auf die eingeweichten Spieße stecken. Die Stücke eng zusammenschieben, damit möglichst wenig Holz über der Glut liegt.

    • Dicht gesteckte Streifen bleiben saftiger und lassen sich gleichmäßiger wenden.

Grillen und servieren

  1. Grill vorbereiten

    Einen Holzkohlegrill für direkte mittlere Hitze vorbereiten, etwa 200 °C am Rost. Die Spieße erst auflegen, wenn die Glut gleichmäßig grau ist.

    200 °C

    Daran erkennst du es: Gleichmäßig graue Glut

    • Eine gleichmäßige Glut hilft, die dünnen Fleischstreifen kontrolliert zu garen.

    Wichtig: Den Grill standsicher im Freien und mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Gegenständen betreiben.

  2. Spieße grillen und bestreichen

    Die Spieße direkt über die gleichmäßig graue Glut legen. Während des Grillens regelmäßig wenden und mit der restlichen Kokosmilch bestreichen.

    10 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Leicht gebräunte Röstkanten und mindestens 63 °C im Kern des dicksten Stücks

    • Die dünnen Streifen regelmäßig wenden, damit die süße Marinade nicht zu dunkel wird.

    Wichtig: Bei aufflammendem Fett die Spieße sofort an eine kühlere Stelle verschieben.

  3. Ruhen lassen und servieren

    Die Moo Ping 2 Minuten ruhen lassen und anschließend heiß servieren.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Heiß servierfertig

    • Die kurze Ruhezeit lässt die Fleischsäfte sich verteilen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Dicht stecken: Die Fleischstreifen eng auf den Bambusspießen zusammenschieben. So liegt weniger Holz über der Glut und das Fleisch bleibt während des kurzen Grillens saftiger.
  • Während des Grillens bestreichen: Der dünne Kokosmilchfilm hält die Oberfläche saftig und unterstützt leichte Röstkanten.
  • Flammen kontrollieren: Bei aufflammendem Fett die Spieße sofort an eine kühlere Stelle verschieben, damit die süße Marinade nicht verbrennt.

Zutatenwissen

Korianderwurzeln finden

Korianderwurzeln gibt es meist in gut sortierten Thai- oder Asialäden, oft noch mit feinen Wurzelhaaren.

Palmzucker finden

Thai-Märkte führen Palmzucker häufig als feste Tafel oder in kleinen Stücken.

Süße dunkle Sojasauce

Süße dunkle Sojasauce sorgt für Farbe und eine milde Süße. Bei Bedarf kann sie ersetzt werden, dann werden die Spieße etwas heller.

Thailändische Würzsauce

Die Sauce ist in Thai- und Asialäden oft unter der englischen Bezeichnung Seasoning Sauce erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

Zarte Korianderstiele

Das Aroma wird frischer und weniger erdig.

Die zarten Korianderstiele gründlich waschen und wie die Wurzeln mit den übrigen Aromaten im Mörser zerstoßen.

Heller brauner Zucker

Die Süße schmeckt etwas geradliniger.

Die gleiche Menge hellen braunen Zucker verwenden und wie den Palmzucker in die Marinade einarbeiten.

Helle Sojasauce und zusätzlicher Palmzucker

Die Spieße werden etwas heller.

Die süße dunkle Sojasauce durch 1 TL helle Sojasauce und 1 TL zusätzlichen Palmzucker ersetzen.

Helle Sojasauce

Die Marinade wird etwas weniger würzig und weniger rund.

Die thailändische Würzsauce durch 1 TL helle Sojasauce ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Spieße garen außen zu schnell, während das Fleisch im Inneren noch nicht fertig ist.

Den Schweinenacken kurz anfrieren lassen und in 3 bis 4 mm dünne Streifen quer zur Faser schneiden.

Die Spieße bei geringerer Hitze weitergrillen und häufiger wenden.

Die Oberfläche wird sehr dunkel oder bitter, bevor das Fleisch gar ist.

Direkte mittlere Hitze verwenden, regelmäßig wenden und bei Flammen sofort an eine kühlere Stelle wechseln.

Die Spieße an eine kühlere Grillstelle verschieben und dort fertig garen.

Die Bambusspieße verkohlen stark oder beginnen über der Glut zu brennen.

Die Bambusspieße vor dem Aufspießen 20 Minuten vollständig bedecken und einweichen.

Die Spieße wirken trocken statt saftig.

Die Streifen dicht aufspießen, regelmäßig wenden und mit Kokosmilch bestreichen.

Die Spieße kurz ruhen lassen und sofort heiß servieren.

Varianten

Variante mit Korianderstielen

Eine gut verfügbare Alternative zu Korianderwurzeln mit frischerem und weniger erdigem Aroma.

Hellerer Sojasaucen-Ansatz

Eine Variante ohne süße dunkle Sojasauce, bei der die Farbe heller und die Süße etwas direkter ausfällt.

Servieren und kombinieren

  • Direkt vom Grill servieren: Die Moo Ping nach der zweiminütigen Ruhezeit heiß servieren. Die leichte Karamellisierung und die rauchigen Röstkanten sind dann am deutlichsten.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Fleisch kann mit der Marinade vermengt und bis zu 4 Stunden im Kühlschrank mariniert werden. Anschließend auf die eingeweichten Spieße stecken und grillen.

Einfrieren

Für dieses Rezept ist keine geprüfte Einfrier- und Auftauanleitung angegeben.

Allergene und Nährwerte

  • Soja: enthält · Die konkrete Produktrezeptur kann zusätzliche kennzeichnungspflichtige Zutaten enthalten.
  • Weichtiere: enthält · Austernsauce enthält Austern; die Produktkennzeichnung beachten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was kann ich statt Korianderwurzeln verwenden?

30 g zarte Korianderstiele funktionieren als Ersatz. Das Aroma wird dadurch frischer und weniger erdig.

Kann ich Palmzucker ersetzen?

Ja. Die gleiche Menge heller brauner Zucker ist eine praktikable Alternative, schmeckt aber etwas geradliniger süß.

Was ersetzt süße dunkle Sojasauce?

Verwende 1 TL helle Sojasauce und 1 TL zusätzlichen Palmzucker. Die Spieße werden dann etwas heller.

Was kann ich statt thailändischer Würzsauce nehmen?

Ersetze sie durch 1 TL helle Sojasauce. Die Marinade wird dadurch etwas weniger würzig und weniger rund.

Bei welcher Hitze werden Moo Ping gegrillt?

Die Spieße werden direkt über mittlerer Holzkohlehitze gegrillt, etwa bei 200 °C am Rost.

Aus unserer Küche

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