Hickoryholz
Hickory erzeugt ein kräftiges klassisches BBQ-Raucharoma. Geeignete unbehandelte Räucherholzstücke sind meist in Grillfachgeschäften, größeren Baumärkten oder Gartenmärkten erhältlich.
Pulled Pork aus North Carolina
Zarte Schweineschulter aus dem indirekten Low-and-slow-BBQ mit Hickoryrauch, dunkler Bark und dünner EssigGetrocknete, grob zerkleinerte Chilischoten zum Würzen von Speisen mit variabler Schärfe und fruchtigem oder rauchigem Aroma.-Pfeffer-Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Fassung orientiert sich an der rauchigen Pulled-Pork-Tradition North Carolinas. Die Schweineschulter wird langsam über indirekter Hitze gegart, bis sich das Fleisch in Fasern zupfen lässt. Eine dünne Essig-Pfeffer-Sauce bringt Säure, Schärfe und Frische in das kräftige Raucharoma.
Kräftiger Hickoryrauch, würzige und leicht süße Bark, saftige faserige Schweineschulter sowie eine dünnflüssige, säuerliche Sauce mit Pfefferschärfe und dezenter Chili-Hitze.
Schritt für Schritt
Die Schweineschulter mit Küchenpapier trocken tupfen. Salz, Zucker, Paprikapulver, schwarzen Pfeffer, Cayennepfeffer, Knoblauchpulver und Zwiebelpulver in der Mischschüssel vermischen. Das Fleisch rundum dünn mit Senf bestreichen und gleichmäßig mit dem Rub bedecken. Abgedeckt 12–24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Wichtig: Das rohe Fleisch bis zum Auflegen gekühlt halten.
Essig, Zucker, Salz, Chiliflocken, schwarzen Pfeffer und scharfe Paprikasauce im Schraubglas gründlich vermischen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Danach 150 ml als Mop-Sauce zum Bestreichen und 100 ml als saubere Sauce zum Servieren abteilen. Die Servierportion nicht mit einem Pinsel berühren, der rohes Fleisch berührt.
Daran erkennst du es: Zucker und Salz sollen weitgehend gelöst sein.
Wichtig: Für die Servierportion ein sauberes Gefäß und sauberes Werkzeug verwenden.
Den Grill für indirektes Low-and-slow-BBQ auf 110–120 °C vorbereiten. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben und eine Tropfschale auf die andere Seite stellen. Das Wasser in die Schale geben. Die Hickoryholzstücke auf die Glut legen. Bei einem Gasgrill die Holzstücke in einer geeigneten Räucherbox verwenden. Den Deckel während des Garens geschlossen halten.
Daran erkennst du es: Die Temperatur soll stabil im Bereich von 110–120 °C liegen.
Wichtig: Hitzefeste Grillhandschuhe und ausreichend Abstand zu Rauch und Glut verwenden.
Die Schweineschulter mit der Fettseite nach oben über der Tropfschale platzieren. Bei 110–120 °C räuchern und indirekt grillen, bis die Bark fest ist und die Kerntemperatur etwa 74 °C erreicht. Das dauert meist 6–8 Stunden. Nach der ersten Rauchphase die Schulter ungefähr stündlich mit etwas Mop-Sauce bestreichen. Dafür immer nur die abgeteilte Mop-Portion verwenden.
Daran erkennst du es: Die Bark ist fest und die Kerntemperatur liegt ungefähr bei 74 °C.
Wichtig: Nur die dafür abgeteilte Mop-Sauce verwenden und die Servierportion sauber halten.
Wenn die Bark dunkel und fest ist, die Schulter vom Grill nehmen und locker in zwei Lagen Alufolie wickeln. Etwa 50 ml der Mop-Sauce mit in das Folienpaket geben. Das Fleisch wieder über indirekter Hitze auflegen und weitere 2–4 Stunden garen, bis das Thermometer etwa 93–96 °C anzeigt und ohne großen Widerstand hineingleitet.
Daran erkennst du es: Das Thermometer zeigt etwa 93–96 °C und gleitet ohne großen Widerstand hinein.
Wichtig: Das Folienpaket vorsichtig öffnen, da heißer Dampf und Fleischsaft austreten können.
Die eingewickelte Schulter vom Grill nehmen und 45–60 Minuten ruhen lassen. Danach auspacken, den Knochen und größere Fettstücke entfernen und das Fleisch mit den Fingern oder zwei Gabeln in Fasern zupfen. Etwas vom aufgefangenen Fleischsaft unterheben.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht in lange, zarte Fasern teilen.
Wichtig: Das Fleisch heiß halten und saubere Gabeln zum Zupfen verwenden.
Das gezupfte Fleisch mit der sauberen Essig-Pfeffer-Sauce abschmecken. Die Sauce nur nach und nach einarbeiten, damit der Rauchgeschmack und die Bark erhalten bleiben. Warm servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist warm und gleichmäßig mit gerade genug Sauce überzogen.
Wichtig: Nur die saubere, vom rohen Fleisch getrennte Sauce verwenden.
Gut zu wissen
Hickory erzeugt ein kräftiges klassisches BBQ-Raucharoma. Geeignete unbehandelte Räucherholzstücke sind meist in Grillfachgeschäften, größeren Baumärkten oder Gartenmärkten erhältlich.
Der Knochen und das intramuskuläre Fett unterstützen die lange Garung. Überschüssiges äußeres Fett sollte entfernt werden, damit die Würzung an der Oberfläche haftet.
Die Sauce bleibt flüssig und wird nicht eingekocht. Sie dient sowohl zum Bestreichen während des Garens als auch zum abschließenden Abschmecken.
Das Raucharoma wird milder und etwas fruchtiger als mit Hickory.
Die Hickoryholzstücke im gleichen Verfahrensschritt durch unbehandelte Apfelholzstücke ersetzen.
Die Hitze lässt sich meist leichter konstant halten; das Raucharoma hängt von der Räucherbox und der Holzmenge ab.
Die Holzkohle weglassen und die Hickoryholzstücke ausschließlich in einer geeigneten Räucherbox verwenden.
Den Deckel nur zum kurzen Kontrollieren und Bestreichen öffnen und die Temperatur vor dem Auflegen stabilisieren.
Den Grill wieder auf 110–120 °C einregeln und die Schulter weitergaren, bis die Zartheit erreicht ist.
Die Sauce vor dem Grillen abteilen und für die Servierportion ein sauberes Gefäß und Werkzeug verwenden.
Die möglicherweise verunreinigte Portion nicht als kalte Serviersauce verwenden.
Erst bei dunkler, fester Bark wickeln.
Das Folienpaket am Ende vorsichtig öffnen und die Schulter kurz weitergaren, damit die Oberfläche etwas abtrocknen kann.
Die eingewickelte Schulter 45–60 Minuten ruhen lassen.
Den aufgefangenen Fleischsaft unterheben und das Fleisch mit wenig Sauce abschmecken.
Eine mildere, etwas fruchtigere Rauchvariante für empfindlichere Rauchgeschmäcker.
Die Sauce wird erst nach dem Garen portionsweise kräftiger dosiert, damit die Bark und das Raucharoma erhalten bleiben.
Die gewürzte Schweineschulter kann abgedeckt 12–24 Stunden im Kühlschrank ruhen, bevor sie auf den Grill kommt. Die Sauce kann ebenfalls vorab angesetzt und bis zum Gebrauch getrennt aufbewahrt werden.
Gezupftes Fleisch und Sauce getrennt oder gemeinsam abgekühlt im Kühlschrank aufbewahren. Das Fleisch möglichst zügig in einen flachen Behälter umfüllen.
Nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen; bei großer Hitze kürzer.
Gezupftes Fleisch portionsweise luftdicht verpacken und mit etwas Fleischsaft einfrieren. Die Serviersauce separat einfrieren oder frisch ansetzen.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.
Die Bark wird nach dem Einfrieren und Aufwärmen weicher; das Aroma bleibt am besten bei luftdichter Verpackung erhalten.
Häufig gefragt
Ja. Ersetze die 3–4 Hickoryholzstücke durch 3–4 unbehandelte Apfelholzstücke und verwende sie im gleichen Rauchschritt. Das Raucharoma wird dadurch milder und etwas fruchtiger.
150 ml werden als Mop-Sauce zum Bestreichen verwendet, 100 ml bleiben als saubere Sauce zum Servieren zurück. So wird eine Kreuzkontamination mit rohem Fleisch vermieden.
Die Schulter sollte etwa 93–96 °C anzeigen und das Thermometer ohne großen Widerstand hineingleiten. Zusätzlich lässt sich das Fleisch leicht in Fasern zupfen.
Ja. Die eingewickelte Schulter sollte 45–60 Minuten ruhen, bevor Knochen und größere Fettstücke entfernt und das Fleisch gezupft wird.
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