Fettrand vorbereiten
Ein sehr dicker Fettrand kann bei Bedarf auf etwa 6 mm zurückgeschnitten werden. Er sollte nicht vollständig entfernt werden, weil er zum Geschmack und zur Saftigkeit beiträgt.
Internationale Grillküche
Dick geschnittenes Rinder-RibeyeEin Steak aus dem Rippenbereich des Rindes, das für kräftigen Geschmack und häufig ausgeprägte Marmorierung bekannt ist. wird zunächst indirekt gegart und anschließend über direkter Hitze kräftig angeröstet. Grob zerstoßener schwarzer Pfeffer bildet eine markante Kruste, während die Mitte gleichmäßig rosa und saftig bleibt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pfefferkrusten-Ribeye Diese moderne, international gehaltene Grillzubereitung hat keine eindeutige Einzelherkunft. Ein etwa 4 cm dickes Ribeye wird zunächst indirekt gegart und erst am Ende über direkter Hitze kräftig geröstet. So bleibt die Mitte gleichmäßig saftig, während grob zerstoßener schwarzer Pfeffer eine markante Kruste bildet.
Außen kräftig geröstet und pfeffrig, innen saftig und gleichmäßig rosa. Das Ribeye bleibt vollmundig, mit einer markanten, leicht körnigen Krustenstruktur.
Schritt für Schritt
Die Steaks trocken tupfen. Einen sehr dicken Fettrand bei Bedarf auf etwa 6 mm zurückschneiden, damit beim Grillen weniger Flammen entstehen. Die Steaks rundum mit dem Öl einreiben und gleichmäßig mit Salz und grob zerstoßenem Pfeffer würzen. 30 Minuten ruhen lassen.
Den Grill für zwei Zonen vorbereiten. Bei einem Gasgrill eine Seite auf niedrige Hitze stellen und die andere Seite für direkte hohe Hitze vorsehen. Beim Holzkohlegrill die Kohlen auf einer Seite sammeln. Die indirekte Zone auf 110–120 °C einregeln und die direkte Zone auf etwa 260–290 °C vorheizen.
Wichtig: Beim Öffnen und Einrichten des heißen Grills vorsichtig arbeiten.
Die Steaks auf die indirekte Seite legen und den Deckel schließen. Mit dem Thermometer seitlich bis zur Mitte messen. Die Steaks etwa 20–30 Minuten garen und nach der Hälfte der Zeit einmal wenden, bis die Kerntemperatur 46–48 °C erreicht. Die genaue Dauer hängt von Dicke, Grill und Ausgangstemperatur ab.
Daran erkennst du es: Kerntemperatur von 46–48 °C erreicht.
Die Steaks auf die direkte, sehr heiße Grillseite legen. Je Seite 60–90 Sekunden grillen, bei Bedarf zusätzlich die Fettränder jeweils 15–20 Sekunden anrösten. Für eine gleichmäßige Kruste die Steaks während dieser Phase einmal um 90 Grad drehen. Weitergrillen, bis die Kerntemperatur 52–54 °C erreicht.
Daran erkennst du es: Kräftige Pfefferkruste und Kerntemperatur von 52–54 °C.
Wichtig: Durch herabtropfendes Fett können Flammen entstehen; die Steaks bei Bedarf kurz versetzen.
Die Steaks vom Grill nehmen und 5–7 Minuten locker ruhen lassen. Dabei steigt die Kerntemperatur noch leicht an.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gesetzt und die Kerntemperatur steigt noch leicht an.
Das Ribeye quer zur Faser in Tranchen schneiden und sofort servieren. Die Pfefferkruste bleibt dabei außen kräftig, während das Fleisch im Inneren saftig und gleichmäßig rosa bleibt.
Daran erkennst du es: Saftige, gleichmäßig rosa Mitte und kräftige äußere Kruste.
Gut zu wissen
Ein sehr dicker Fettrand kann bei Bedarf auf etwa 6 mm zurückgeschnitten werden. Er sollte nicht vollständig entfernt werden, weil er zum Geschmack und zur Saftigkeit beiträgt.
Grob zerstoßener schwarzer Pfeffer bildet eine deutlich strukturierte Kruste. Sehr fein gemahlener Pfeffer würde schneller verbrennen und eine weniger markante Oberfläche ergeben.
Das Öl wird nur als dünner Film auf den Steaks verwendet, damit Salz und Pfeffer haften und die Oberfläche gleichmäßig mit der Hitze in Kontakt kommt.
Der Geschmack bleibt neutral und der dünne Ölfilm unterstützt weiterhin die Würzkruste.
Das Ersatzöl in derselben Menge verwenden und die Steaks damit dünn einreiben.
Die Pfeffernote bleibt erhalten, wird aber etwas heller und meist milder wahrgenommen.
Den weißen Pfeffer grob zerstoßen und wie den schwarzen Pfeffer gleichmäßig auf den geölten Steaks verteilen.
Die indirekte Zone vor dem Auflegen der Steaks einregeln und mit geschlossenem Deckel kontrollieren.
Die Steaks in eine kühlere indirekte Zone verschieben und die Kerntemperatur weiter kontrollieren.
Die direkte Phase kurz halten, die Steaks nach 60–90 Sekunden je Seite prüfen und bei Bedarf die Fettränder nur kurz anrösten.
Verbrannte Stellen nach dem Ruhen vorsichtig abschneiden und die Steaks quer zur Faser servieren.
Seitlich bis zur Mitte einstechen und die Temperatur an der dicksten Stelle prüfen.
Das Steak bei Bedarf noch kurz in der indirekten Zone nachgaren und erneut messen.
Die Steaks 5–7 Minuten locker ruhen lassen, bevor sie quer zur Faser geschnitten werden.
Eine zurückhaltendere Pfefferschärfe mit weiterhin sichtbarer Kruste.
Die Fettränder werden als eigener Krustenakzent etwas deutlicher angeröstet.
Häufig gefragt
Die größere Dicke gibt genug Zeit für das indirekte Vorgaren, bevor die Oberfläche in der direkten Zone kräftig angeröstet wird.
Die indirekte Zone gart das Steak kontrolliert bis nahe an die Zieltemperatur. Die direkte Zone erzeugt anschließend schnell die kräftige Pfefferkruste.
Nach dem indirekten Garen werden 46–48 °C angestrebt. Nach dem direkten Anrösten liegt die Kerntemperatur bei 52–54 °C.
Nein. Nur ein sehr dicker Fettrand kann bei Bedarf auf etwa 6 mm zurückgeschnitten werden, damit beim Grillen weniger Flammen entstehen.
Das verkürzt die sichtbaren Muskelfasern und macht die Tranchen beim Essen angenehmer und zarter.
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