Satay daging aus Malaysia

Malaysische Rindfleischspieße

Saftige, gewürzte Rindfleischwürfel werden mariniert, auf Bambusspieße gesteckt und direkt gegrillt. Dazu gibt es eine aromatische Erdnusssauce, Gurke und rote Zwiebel.

Zum Rezept
Satay daging aus Malaysia
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 12 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 20 Min.
Gesamtzeit ca. 2 Std. 55 Min.
Menge 4 Personen, etwa 20 Spieße
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Grillen, Sanftes Köcheln
Würzanwendung Marinieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Kleine Fleischwürfel nehmen die Gewürzpaste gut auf und lassen sich portionsweise grillen.
  • Koriander, Kreuzkümmel, Fenchel und Kurkuma geben der Marinade eine warme, aromatische Würze.
  • Die Erdnusssauce verbindet Röstaromen mit Tamarinde und einer milden Süße.
  • Gurke und rote Zwiebel bringen eine frische, knackige Ergänzung zu den warmen Spießen.

Dieses Satay daging kombiniert eine zitronengrasbetonte Gewürzpaste mit einer würzig-süßen Erdnusssauce. Die Spieße werden während des Grillens dünn mit einer Zucker-Öl-Mischung bestrichen und heiß oder lauwarm serviert.

Außen gebräunte, leicht rauchige Rindfleischwürfel treffen auf eine dickflüssige, nussige Sauce mit milder Tamarindensäure. Gurke und rote Zwiebel sorgen für einen frischen, knackigen Kontrast.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und marinieren

  1. Spieße einweichen

    Die Bambusspieße mindestens 30 Minuten vollständig in kaltem Wasser einweichen. Das hilft, die unbedeckten Enden beim Grillen vor schnellem Verkohlen zu bewahren.

    30 Minuten
  2. Gewürzpaste pürieren

    Schalotten, Knoblauch, Zitronengras, Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Fenchel, braunen Zucker, Salz, Öl und Wasser zu einer möglichst glatten Paste pürieren.

    Daran erkennst du es: Die Paste ist möglichst glatt und gleichmäßig vermengt.

  3. Rindfleisch marinieren

    Die Rindfleischwürfel gründlich mit der Gewürzpaste vermengen, abdecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Grillen 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Währenddessen können Sauce und Beilagen zubereitet werden; die Sauce anschließend abgedeckt warm halten.

    2 Stunden
    • Die 20 Minuten bei Raumtemperatur sind Teil der Vorbereitung vor dem Grillen.

    Wichtig: Während der Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Erdnusssauce zubereiten

  1. Saucenpaste pürieren und anbraten

    Erdnüsse, Schalotten, Knoblauch, Zitronengras, Chilipulver, Koriander und Kreuzkümmel mit etwas von den 150 ml Wasser fein pürieren. Das Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Paste bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten unter Rühren anbraten, bis sie aromatisch duftet.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Paste duftet aromatisch; sie soll nicht anbrennen.

  2. Sauce köcheln lassen

    Tamarindenpaste, das restliche Wasser, Palmzucker oder braunen Zucker und Salz einrühren. Aufkochen und anschließend bei niedriger Hitze 8 Minuten sanft köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist dickflüssig, aber noch gut löffelbar.

    • Wenn die Sauce beim Stehen zu dick wird, vor dem Servieren mit wenig Wasser wieder löffelbar rühren.

Spieße grillen und servieren

  1. Bestreichen und aufspießen

    Wasser, Zucker und Öl in einer kleinen Schüssel verrühren. Das marinierte Fleisch auf die eingeweichten Bambusspieße stecken, jeweils 3 bis 4 Würfel pro Spieß, und etwas Abstand zum Griff lassen. Gurke in dünne Scheiben und rote Zwiebel in feine Spalten schneiden.

  2. Satay grillen

    Den Grill für direkte, hohe Hitze auf etwa 230 °C am Rost vorheizen und den Rost leicht ölen. Die Spieße über die Glut legen und insgesamt etwa 8 bis 12 Minuten grillen, dabei mehrmals wenden. Nach dem ersten Wenden dünn mit der Zucker-Öl-Mischung bestreichen und nach dem nächsten Wenden nochmals sparsam bepinseln. Mit einem Küchenthermometer im dicksten Würfel prüfen; nach dem Grillen mindestens 3 Minuten ruhen lassen.

    12 Minuten 230 °C

    Daran erkennst du es: Außen gebräunt und leicht rauchig; die Würfel erreichen im Inneren mindestens 62,8 °C und ruhen anschließend mindestens 3 Minuten.

    • Die Zeit ist ein Richtwert; die Kerntemperatur und das Ruhen beachten.

    Wichtig: Rohes Fleisch und dessen Marinade von verzehrfertigen Zutaten getrennt halten. Nicht verwendete Marinade, die mit rohem Fleisch in Kontakt war, nicht ungekocht als Sauce servieren.

  3. Anrichten

    Satay daging mit warmer oder lauwarmer Erdnusssauce, Gurkenscheiben und roten Zwiebelspalten servieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Vorbereitung parallel erledigen: Während das Fleisch im Kühlschrank mariniert, lassen sich Erdnusssauce sowie Gurke und Zwiebel vorbereiten. So fällt die Wartezeit vor dem Grillen kürzer aus.

Zutatenwissen

Zitronengras

Zitronengras gibt der Paste ein blumiges, zitroniges Aroma. Laut Rezepttext ist es meist im Asia-Laden und zunehmend in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Als Ersatz können etwas Limettenabrieb und frischer Ingwer dienen; das Aroma verändert sich dabei.

Tamarindenpaste

Tamarindenpaste ist laut Rezepttext in Asia-Läden, internationalen Lebensmittelgeschäften und teils in der Asia-Abteilung größerer Supermärkte erhältlich. Als Ersatz nennt der Rezepttext 1½ EL Limettensaft mit 1 TL braunem Zucker; die Sauce wird dadurch frischer und weniger fruchtig-komplex.

Palmzucker

Palmzucker ist laut Rezepttext häufig im Asia-Laden erhältlich. Brauner Zucker ist eine ausdrücklich genannte Alternative mit etwas weniger karamelligem Aroma.

Sinnvolle Alternativen

Limettenabrieb und frischer Ingwer

Weniger blumiges und zitroniges Aroma.

Die Mischung kann in den jeweiligen Pasten anstelle des Zitronengrases verwendet werden; nach Geschmack dosieren.

Limettensaft und brauner Zucker

Die Sauce schmeckt frischer und weniger fruchtig-komplex.

Limettensaft und braunen Zucker verrühren und anstelle der Tamarindenpaste in die Sauce geben.

Brauner Zucker

Etwas weniger karamelliges Aroma als mit Palmzucker.

Die gleiche im Rezept angegebene Menge braunen Zucker verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die freien Spießenden verkohlen schnell.

Die Spieße mindestens 30 Minuten vollständig in kaltem Wasser einweichen.

Verkohlte Enden nicht anfassen; die Spieße vorsichtig mit einer Zange wenden und weiter vom Griffende entfernt platzieren.

Die Gewürzpaste für die Erdnusssauce schmeckt bitter oder setzt am Topfboden an.

Bei mittlerer Hitze anbraten und 3 bis 4 Minuten regelmäßig rühren.

Nicht angebrannte Sauce in einen sauberen Topf umfüllen; angebrannten Bodensatz nicht mit einrühren.

Die Spieße werden außen zu dunkel, bevor sie fertig gegart sind.

Dünn und sparsam bestreichen, mehrfach wenden und die Würfeltemperatur prüfen.

Die Spieße in einen kühleren Grillbereich legen und weitergaren, bis die sichere Kerntemperatur erreicht ist.

Varianten

Milde Variante

Für eine zurückhaltendere Schärfe das milde Chilipulver in der Erdnusssauce weglassen.

Schärfere Variante

Die Schärfe der Erdnusssauce nach persönlichem Geschmack erhöhen.

Servieren und kombinieren

  • Mit Erdnusssauce und frischen Beilagen: Die Spieße mit warmer oder lauwarmer Erdnusssauce sowie Gurkenscheiben und roten Zwiebelspalten anrichten.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Gegarte Reste zügig abkühlen und innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Gekühlt bei höchstens 4 °C innerhalb von 3 bis 4 Tagen verbrauchen.

Bei Umgebungstemperaturen über 32 °C nicht länger als 1 Stunde ungekühlt stehen lassen.

Einfrieren

Gegarte Spieße und Sauce portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren; für beste Qualität innerhalb von 3 bis 4 Monaten verbrauchen.

Im Kühlschrank auftauen. Nach dem Auftauen innerhalb von 3 bis 4 Tagen verbrauchen oder bis zum sicheren Wiedererhitzen gefroren erhitzen.

Die Textur von Gurke und Zwiebel kann nach dem Einfrieren leiden; diese Beilagen besser frisch zubereiten.

Aufwärmen

  • Pfanne: Die Spieße abgedeckt bei mittlerer bis niedriger Hitze unter gelegentlichem Wenden erwärmen. Bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser zugeben, damit sie nicht austrocknen.
  • Erdnusssauce im Topf: Bei niedriger Hitze unter regelmäßigem Rühren erwärmen; bei Bedarf etwas Wasser einrühren.

Allergene und Nährwerte

  • Erdnüsse: enthält · Ungesalzene, geröstete Erdnüsse sind ausdrücklich als Zutat enthalten.

Lebensmittelsicherheit

  • Kerntemperatur von Rindfleisch: Die Rindfleischwürfel mit einem Küchenthermometer prüfen. Für Rindfleisch aus ganzen Muskelstücken mindestens 62,8 °C erreichen und anschließend mindestens 3 Minuten ruhen lassen.
  • Rohes Fleisch und Marinade: Rohes Fleisch und Fleischsaft von verzehrfertigen Zutaten getrennt halten. Nicht verwendete Marinade, die rohes Fleisch berührt hat, nicht ungekocht als Sauce servieren. Mariniertes Fleisch während der Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
  • Reste kühlen und wiedererhitzen: Gegarte Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen; bei Umgebungstemperaturen über 32 °C innerhalb von 1 Stunde. Reste gekühlt innerhalb von 3 bis 4 Tagen verbrauchen oder einfrieren. Beim Wiedererhitzen 74 °C erreichen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Satay daging?

Satay daging sind gewürzte Rindfleischstücke, die auf Spieße gesteckt und gegrillt werden. Diese Fassung wird mit Erdnusssauce, Gurke und roter Zwiebel serviert.

Kann ich die Erdnusssauce während der Marinierzeit zubereiten?

Ja. Bereite die Sauce während der Marinierzeit zu und halte sie bis zum Servieren abgedeckt warm.

Warum werden die Bambusspieße eingeweicht?

Das Einweichen hilft, die unbedeckten Enden beim Grillen weniger schnell verkohlen zu lassen.

Was kann ich statt Zitronengras verwenden?

Der Rezepttext nennt etwas Limettenabrieb und frischen Ingwer als Ersatz. Das Aroma wird damit weniger blumig und zitronig.

Aus unserer Küche

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