Salz getrennt dosieren
Die 8 g Salz gehören in die Marinade, die 4 g Salz in die Knoblauch-Milch-Sauce. Beide Mengen sind eigene Zutatenzeilen und sollten nicht zusammengelegt werden.
Georgische Grillküche · Racha
Gegrillte Hähnchenoberschenkel mit knuspriger Haut und warmer Knoblauch-Milch-Sauce. Eine Sauerrahm-Marinade sorgt für Würze und Saftigkeit, während das Fleisch im Zweizonen-Grill schonend fertig gart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Shkmeruli mit gegrillten Hähnchenschenkeln verbindet kräftig mariniertes Geflügel mit einer warmen Sauce aus Butter, Knoblauch, Milch und Wasser. Die Hähnchenoberschenkel werden zunächst direkt gebräunt und anschließend in der indirekten Grillzone vollständig gegart. Währenddessen entsteht auf dem Seitenkocher oder einer geschützten Grillzone die aromatische Knoblauch-Milch-Sauce.
Die Hähnchenhaut wird gebräunt und leicht knusprig, das Fleisch bleibt saftig und würzig. Die Sauce ist warm, buttrig und milchig mit deutlicher Knoblauchnote, während die Sauerrahm-Marinade eine milde Säure und herzhafte Tiefe beisteuert.
Schritt für Schritt
Saure SahneSaure Sahne ist ein mild säuerliches Sauermilchprodukt mit etwa zehn Prozent Fett, das vor allem kalt oder nach dem Kochen verwendet wird., Zitronensaft, 8 g Salz, Pfeffer und die ersten 4 zerdrückten Knoblauchzehen verrühren. Die Hähnchenoberschenkel rundum mit der Marinade bedecken, in eine verschließbare Schale legen und abgedeckt 4 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Das marinierte Geflügel während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.
Das Fleisch 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Überschüssige Marinade abstreifen und entsorgen. Die Haut mit Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist trocken und möglichst frei von dicker Marinadenschicht.
Wichtig: Überschüssige Marinade nach dem Kontakt mit rohem Geflügel entsorgen.
Einen Grill mit Deckel für indirektes Grillen mit zwei Zonen auf 200 bis 220 °C vorheizen. Den Rost reinigen und mit den 10 ml Öl dünn einreiben. Die heiße Zone liegt direkt über der Glut oder dem Brenner, die zweite Zone bleibt ohne direkte Hitze.
Daran erkennst du es: Eine direkte und eine klar abgegrenzte indirekte Grillzone sind eingerichtet.
Wichtig: Öl sparsam auftragen und nicht auf offene Flammen oder glühende Kohlen tropfen lassen.
Die Hähnchenoberschenkel mit der Hautseite nach unten über direkter mittlerer bis kräftiger Hitze 4 bis 5 Minuten grillen, bis die Haut gebräunt ist. Wenden und 2 bis 3 Minuten weitergrillen. Danach mit der Hautseite nach oben in die indirekte Zone legen, den Deckel schließen und 20 bis 30 Minuten grillen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gebräunt; die vollständige Garung wird anschließend mit dem Thermometer geprüft.
Wichtig: Rohes Geflügel nicht mit bereits verwendetem Grillbesteck oder einer sauberen Servierfläche in Kontakt bringen.
Während das Hähnchen gart, die Butter in einem kleinen Topf auf dem Seitenkocher oder auf einer geschützten Grillzone schmelzen. Die restlichen 8 Knoblauchzehen und 4 g Salz einrühren und 1 Minute sanft erhitzen, ohne den Knoblauch dunkel werden zu lassen. Milch und Wasser zugießen und die Sauce 2 bis 3 Minuten leise köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Der Knoblauch duftet, bleibt hell und die Sauce ist durchgehend heiß.
Wichtig: Heiße Flüssigkeit vorsichtig umfüllen und den Topf standsicher aufstellen.
Die dickste Stelle eines Oberschenkels nahe dem Knochen mit einem Einstichthermometer prüfen. Sobald dort 74 °C erreicht sind, die Stücke in eine flache hitzefeste Grillschale legen. Die Knoblauch-Milch-Sauce rund um das Fleisch gießen, die Haut dabei möglichst frei lassen, und die Schale 4 bis 5 Minuten in die indirekte Zone stellen.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle nahe dem Knochen erreicht 74 °C; die Haut bleibt möglichst über der Sauce.
Wichtig: Das Geflügel erst nach Erreichen der angegebenen Kerntemperatur aus dem Grill nehmen.
Die Schale vom Grill nehmen und das Hähnchen 5 Minuten ruhen lassen. Die Schenkel mit der warmen Sauce aus der Grillschale servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist warm und das Fleisch lässt sich sauber vom Knochen lösen.
Wichtig: Nicht länger als nötig ungekühlt stehen lassen.
Gut zu wissen
Die 8 g Salz gehören in die Marinade, die 4 g Salz in die Knoblauch-Milch-Sauce. Beide Mengen sind eigene Zutatenzeilen und sollten nicht zusammengelegt werden.
Die ersten 4 Knoblauchzehen würzen die Sauerrahm-Marinade. Die restlichen 8 Knoblauchzehen werden erst für die warme Sauce verwendet.
Überschüssige Sauerrahm-Marinade nach dem Kontakt mit dem rohen Hähnchen nicht als fertige Sauce verwenden, sondern entsorgen.
Die Marinade wird etwas fetter und milder, mit weniger ausgeprägter Säure.
Crème fraîche in gleicher Menge verwenden und den Zitronensaft unverändert lassen.
Die Sauce wird leichter und kann je nach Produkt weniger vollmundig sein.
Einen ungesüßten, neutralen Pflanzendrink verwenden. Für eine milchfreie Variante zusätzlich Butter durch ein geeignetes pflanzliches Streichfett ersetzen und die saure Sahne durch eine pflanzliche Alternative austauschen.
Die Stücke können eine längere Grillzeit benötigen und haben ein anderes Fleisch-Haut-Verhältnis.
Die indirekte Grillphase nach der Kerntemperatur statt ausschließlich nach der Zeit beenden.
Überschüssige Marinade abstreifen und die Haut vor dem Grillen vorsichtig trocken tupfen.
Das Fleisch in die indirekte Zone legen und die Haut am Ende kurz erneut über direkte Hitze bringen, ohne es aus den Augen zu lassen.
Knoblauch nur sanft erhitzen und die Sauce anschließend leise köcheln lassen.
Bei leichter Anhaftung die Sauce vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den Bodensatz mitzunehmen.
Die Kerntemperatur nahe dem Knochen messen und erst bei 74 °C weiterarbeiten.
Das Fleisch zurück in die indirekte Zone legen und die Temperatur erneut prüfen.
Die Sauce nur rund um das Fleisch gießen und die Haut möglichst frei lassen.
Die Stücke kurz mit der Hautseite nach oben in die indirekte Zone geben, bis die Oberfläche wieder trockener ist.
Die Knoblauchnote der Sauce wird verstärkt, ohne die Grundtechnik zu verändern.
Die Sauce und Marinade werden mit pflanzlichen Alternativen zubereitet.
Die Sauce wird weniger intensiv und wirkt milder im Geschmack.
Das Hähnchen kann bis zu 12 Stunden vor dem Grillen mit der Sauerrahm-Marinade bedeckt im Kühlschrank marinieren. Die Sauce erst während des Grillens zubereiten.
Reste innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen. Hähnchen und Sauce möglichst getrennt lagern, damit die Haut weniger aufweicht.
Nur die benötigte Portion entnehmen und Reste nicht mehrfach vollständig erwärmen.
Die Milch-Sauce kann sich beim Einfrieren und Auftauen trennen, und die gegrillte Haut verliert deutlich an Qualität.
Häufig gefragt
Das Hähnchen sollte mindestens 4 Stunden und höchstens 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren.
Die direkte Hitze bräunt die Haut. In der indirekten Zone kann das Fleisch anschließend gleichmäßiger durchgaren, ohne dass die Haut zu schnell verbrennt.
Die dickste Stelle nahe dem Knochen sollte 74 °C erreichen. Erst dann wird das Fleisch mit der Sauce in die Grillschale gelegt.
Den Knoblauch nur sanft erhitzen und Milch und Wasser anschließend bei niedriger Hitze leise köcheln lassen. Starkes Sprudelkochen vermeiden.
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