Thailändisch grillen: Garnelen mit Nam Jim Talay

Thailändische Garnelen vom Grill

Ganze Garnelen mit Kopf und Schale werden kurz mit Knoblauch, KorianderwurzelAromatische Wurzel des Korianders, die besonders in der thailändischen Küche verwendet wird., Pfeffer, Fischsauce, Austernsauce und PalmzuckerPalmzucker wird aus dem eingedickten Saft verschiedener Palmen gewonnen. mariniert und über direkter starker Hitze gegrillt. Dazu passt eine frische Nam Jim Talay aus Thai-Chilis, Limette, Fischsauce und Knoblauch.

Zum Rezept
Thailändisch grillen: Garnelen mit Nam Jim Talay
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 45 Minuten
Menge 4 Personen
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Krebstiere
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die kurze Marinierzeit aromatisiert die Garnelen, ohne ihr Fleisch unnötig fest zu machen.
  • Direkte starke Grillhitze färbt die Schale kräftig und gart das Fleisch schnell, sodass es saftig bleibt.
  • Nam Jim Talay verbindet Säure, Schärfe, Salz und leichte Süße als frischen Kontrast zu den rauchigen Garnelen.
  • Korianderwurzel, Knoblauch und schwarzer Pfeffer geben der Marinade eine tiefe, würzige Basis.

Goong Yang bedeutet gegrillte Garnelen und bringt rauchige Röstaromen, saftiges Garnelenfleisch und eine spritzig-scharfe thailändische Sauce zusammen. Die Garnelen bleiben ganz, werden nur kurz mariniert und direkt über starker Hitze gegart.

Rosa, leicht geröstete Schalen umhüllen saftiges, vollständig undurchsichtiges Garnelenfleisch. Die Marinade schmeckt würzig und aromatisch, während die Nam Jim Talay säuerlich, scharf, salzig und nur leicht süß wirkt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und marinieren

  1. Garnelen vorbereiten

    Die Garnelen unter kaltem Wasser abspülen und gründlich trocken tupfen. Mit der Küchenschere die Schale am Rücken vom Schwanz bis kurz vor den Kopf einschneiden. Den dunklen Darmfaden vorsichtig herausziehen; Kopf, Schale und Schwanz an der Garnele belassen.

    • Die Schale schützt das Fleisch beim Grillen und trägt zum Aroma bei.

    Wichtig: Rohe Garnelen getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend reinigen.

  2. Marinade herstellen

    Pfefferkörner und Salz im Mörser grob zerstoßen. Korianderwurzel und Knoblauch dazugeben und zu einer groben Paste zerreiben. Fischsauce, Austernsauce, Palmzucker und Öl einarbeiten, bis sich der Zucker weitgehend gelöst hat.

    • Die Paste muss nicht völlig glatt sein; grobe Aromaten geben der Marinade Struktur.
  3. Garnelen marinieren

    Die Garnelen mit der Marinade vermengen und 10–15 Minuten ziehen lassen. Währenddessen die Nam Jim Talay zubereiten. Die Garnelen nicht deutlich länger marinieren, damit das Fleisch fest und saftig bleibt.

    15 Minuten
    • Die Schale rundum mit Marinade benetzen, damit die Aromen beim Grillen anhaften.

Nam Jim Talay zubereiten

  1. Sauce anrühren

    Chilischoten, Knoblauch und Palmzucker im Mörser grob zerstoßen. Limettensaft und Fischsauce einrühren. Die Sauce soll gleichzeitig säuerlich, scharf, salzig und nur leicht süß schmecken.

    • Vor dem Servieren abschmecken und bei Bedarf die Schärfe durch weniger oder mehr Chili anpassen.

Grillen und servieren

  1. Grill vorbereiten

    Einen Holzkohle- oder Gasgrill für direkte, starke Hitze vorbereiten und den Grillrost auf etwa 230 °C vorheizen. Den Rost dünn mit etwas neutralem Öl einölen.

    230 °C
    • Ein sauberer, dünn geölter Rost reduziert das Anhaften der Schalen.

    Wichtig: Beim Einölen und Auflegen der Garnelen auf heiße Grillflächen achten.

  2. Erste Seite grillen

    Die Garnelen nebeneinander auflegen und etwa 2–3 Minuten direkt grillen, bis die Schale auf der Unterseite kräftig rosa wird und erste Röststellen zeigt.

    3 Minuten 230 °C

    Daran erkennst du es: Die Unterseite der Schale ist kräftig rosa und zeigt erste Röststellen.

    • Die Garnelen nicht zu dicht stapeln; sie sollen nebeneinander über der direkten Hitze liegen.
  3. Wenden und fertig grillen

    Die Garnelen wenden und weitere 2–3 Minuten direkt grillen. Bei besonders großen Tieren die Seiten jeweils noch einmal kurz an die Hitze bringen. Insgesamt beträgt die Grillzeit etwa 8–10 Minuten. Die Garnelen sind fertig, wenn die Schale rundum rosa und das Fleisch vollständig undurchsichtig ist.

    7 Minuten 230 °C

    Daran erkennst du es: Die Schale ist rundum rosa, das Fleisch vollständig undurchsichtig.

    • Besonders große Garnelen kurz an den Seiten an die Hitze bringen, ohne sie lange dort liegen zu lassen.

    Wichtig: Garnelen vollständig durchgaren; rohes oder glasig-transparentes Fleisch nicht servieren.

  4. Anrichten und servieren

    Die Garnelen sofort auf eine Platte legen, mit Koriandergrün bestreuen und mit Limettenspalten und Nam Jim Talay servieren. Gegessen werden sie mit den Händen: Erst die Schale abziehen, dann das saftige Fleisch in die Sauce tunken.

    • Die Sauce separat reichen, damit jeder Bissen nach Geschmack gedippt werden kann.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinierzeit einhalten: Die Garnelen nur 10–15 Minuten in der Marinade ziehen lassen. Eine deutlich längere Marinierzeit kann das Fleisch unnötig fest machen.
  • Direkte Hitze nutzen: Die Garnelen werden tatsächlich über direkter, starker Grillhitze gegart. Das sorgt für schnelle Garung und deutliche Röststellen an der Schale.
  • Sauce während der Marinierzeit: Die Nam Jim Talay lässt sich während der 10–15-minütigen Marinierzeit zubereiten.

Zutatenwissen

Korianderwurzel finden

Korianderwurzeln gibt es meist in gut sortierten Asia-Märkten, oft noch am Bund mit den Stielen. Wenn nur Koriandergrün erhältlich ist, können die kräftigen unteren Stiele verwendet werden; das Aroma wird dann etwas frischer und weniger erdig.

Palmzucker ersetzen

Palmzucker wird häufig als feste Scheibe oder in kleinen Dosen verkauft. Heller brauner Zucker ist eine brauchbare Alternative, schmeckt aber etwas weniger karamellig und floral.

Thai-Chilis dosieren

Thai-Chilischoten bringen die typische Schärfe der Sauce. Rote kleine Chilischoten funktionieren ebenfalls, können aber eine andere Schärfe und eine weniger typische Fruchtnote haben.

Sinnvolle Alternativen

große Tigergarnelen mit Kopf und Schale

Der Geschmack bleibt ähnlich; Größe und Grillzeit können leicht abweichen.

Die Tigergarnelen wie die Flussgarnelen vorbereiten und grillen. Bei besonders großen Tieren die Seiten kurz zusätzlich an die Hitze bringen.

dicke untere Korianderstiele

Das Aroma wird etwas frischer und weniger erdig.

Die kräftigen unteren Stiele verwenden und zusammen mit Knoblauch und Pfeffer im Mörser zerreiben.

heller brauner Zucker

Die Süße bleibt erhalten, wirkt aber etwas weniger karamellig und floral.

Den braunen Zucker in gleicher Menge verwenden und vollständig in Marinade beziehungsweise Sauce einarbeiten.

rote kleine Chilischoten

Die Sauce kann milder oder anders fruchtig ausfallen.

Mit weniger Schoten beginnen, wenn die Sorte deutlich schärfer ist, und die Sauce anschließend abschmecken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Garnelen werden fest oder wirken trocken.

Die Marinierzeit auf 10–15 Minuten begrenzen und währenddessen die Sauce zubereiten.

Die Garnelen sofort grillen und nur bis zur vollständigen Undurchsichtigkeit garen; übergarte Garnelen lassen sich nicht vollständig zurücksetzen.

Die Schale färbt sich kaum und die Garnelen garen langsam.

Den Rost auf etwa 230 °C vorheizen und die Garnelen nebeneinander auflegen.

Die Garnelen mit Abstand weitergrillen, bis die Schale rundum rosa und das Fleisch vollständig undurchsichtig ist.

Die Nam Jim Talay schmeckt zu scharf, zu salzig oder zu sauer.

Die Sauce nach dem Einrühren von Limettensaft und Fischsauce probieren und die Chili-Menge anpassen.

Mit etwas zusätzlichem Limettensaft, Palmzucker oder Wasser vorsichtig ausbalancieren, ohne die Sauce zu verdünnen.

Varianten

Mildere Nam Jim Talay

Eine weniger scharfe Sauce für Gäste, die den Limetten- und Fischsaucengeschmack stärker hervorheben möchten.

Marinade mit Korianderstielen

Eine Variante für den Fall, dass keine Korianderwurzeln erhältlich sind.

Goong Yang mit Tigergarnelen

Die gleiche Zubereitung mit großen Tigergarnelen mit Kopf und Schale.

Servieren und kombinieren

  • Sauce separat reichen: Nam Jim Talay in einer kleinen Schale neben den Garnelen servieren, damit jeder Bissen individuell gedippt werden kann.
  • Frisch garnieren: Die gegrillten Garnelen direkt vor dem Servieren mit Koriandergrün bestreuen und Limettenspalten danebenlegen.
  • Mit den Händen essen: Die Garnelen auf einer großen Platte servieren. Die Schale wird abgezogen und das Fleisch anschließend in die Nam Jim Talay getunkt.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Die Qualität von gegrillten Garnelen und der frischen Nam Jim Talay kann durch Einfrieren beeinträchtigt werden.

Allergene und Nährwerte

  • Krebstiere: enthält · Garnelen sind Krebstiere.
  • Fisch: enthält · Fischsauce ist in Marinade und Nam Jim Talay enthalten.
  • Weichtiere: enthält · Austernsauce enthält Austern als Weichtiere; die genaue Produktrezeptur kann zusätzlich weitere Allergene ausweisen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Korianderwurzel ersetzen?

Ja. Verwende die kräftigen unteren Stiele eines kleinen Korianderbundes. Das Aroma wird etwas frischer und weniger erdig.

Kann ich Tigergarnelen verwenden?

Ja. Große Tigergarnelen mit Kopf und Schale können in gleicher Stückzahl verwendet werden. Besonders große Tiere brauchen an den Seiten eventuell kurze zusätzliche Hitze.

Wie kann ich die Schärfe anpassen?

Reduziere die Thai-Chilischoten für eine mildere Sauce oder verwende weniger scharfe rote kleine Chilischoten. Taste die Nam Jim Talay vor dem Servieren ab.

Warum bleiben Kopf und Schale an den Garnelen?

Kopf und Schale schützen das Fleisch beim Grillen und geben zusätzliche Röstaromen. Vor dem Essen werden sie abgezogen.

Aus unserer Küche

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