Beiried ersetzen
Beiried ist ein österreichischer Rindfleischzuschnitt aus dem Rücken. Beim deutschen Metzger kann ein vergleichbarer Zuschnitt als Roastbeef oder Rumpsteak angeboten werden.
Österreichischer Rostbraten
Vier dicke Scheiben BeiriedÖsterreichische Bezeichnungen für Rindfleisch aus dem Rücken, wobei Beiried und Rostbraten nicht immer exakt dasselbe Teilstück meinen. werden direkt über hoher Hitze gegrillt, indirekt auf die gewünschte Garstufe gebracht und mit kräftiger Zwiebelsauce, knusprigen Röstzwiebeln und Petersilie serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Zwiebelrostbraten vom Grill Der österreichische Zwiebelrostbraten wird hier mit vier dicken Scheiben Beiried zubereitet. Das Rindfleisch gart zuerst direkt über hoher Hitze und zieht anschließend kurz im indirekten Grillbereich nach. Dazu kommen eine kräftige Zwiebelsauce und knusprige Röstzwiebeln – eine gegrillte Variante des bekannten österreichischen Rostbratens.
Saftiges, kräftig gegrilltes Rindfleisch trifft auf eine dunkle, herzhafte Zwiebelsauce. Die Röstzwiebeln sind goldbraun und knusprig, während Petersilie und schwarzer Pfeffer für frische und würzige Akzente sorgen.
Schritt für Schritt
Die Beiried 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen und trocken tupfen. Den Fettrand, falls vorhanden, mehrmals leicht einschneiden, damit sich die Scheiben beim Grillen nicht wölben. Mit dem Öl dünn einreiben und mit dem vorgesehenen Salz würzen.
Einen Kohle- oder Gasgrill mit Deckel für zwei Temperaturzonen vorbereiten. Die direkte Grillzone auf etwa 250–280 °C bringen und die indirekte Zone auf etwa 160–180 °C einregeln.
Wichtig: Beim Arbeiten am heißen Grill hitzefeste Grillhandschuhe verwenden und ausreichend Abstand zu offenen Flammen halten.
Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden und mit Paprikapulver und Mehl vermengen. Das Pflanzenöl in einem hohen Topf auf 165–175 °C erhitzen. Die Zwiebelringe portionsweise 3–5 Minuten goldbraun frittieren, herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm mit dem vorgesehenen Salz würzen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebelringe sind goldbraun und knusprig.
Wichtig: Das heiße Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und niemals mit Wasser in Kontakt bringen.
20 g Butter in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten weich und leicht goldbraun braten. Das Mehl einrühren und 1 Minute mitrösten. Mit Rotwein ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen. Den Rinderfond zugießen und die Sauce 8–10 Minuten sämig einkochen lassen. Vom Herd nehmen und die restlichen 10 g kalte Butter einrühren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und die Zwiebeln sind weich.
Die Beiried auf der direkten Grillzone 2–3 Minuten pro Seite kräftig angrillen. Für ein gleichmäßiges Muster nur einmal wenden. Anschließend in den indirekten Bereich legen und bis zur gewünschten Garstufe nachziehen lassen. Für medium die Steaks bei etwa 54–56 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen.
Daran erkennst du es: Für medium bei etwa 54–56 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen.
Wichtig: Rohes Fleisch und servierfertige Zutaten mit getrennten Utensilien beziehungsweise sauberer Arbeitsfläche handhaben.
Das Fleisch 5 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen. Danach mit dem schwarzen Pfeffer würzen und quer zur Faser aufschneiden oder als ganze Scheiben servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist nach der Ruhezeit saftig und lässt sich sauber schneiden.
Die Zwiebelsauce auf Teller verteilen, die gegrillte Beiried daraufsetzen und mit den Röstzwiebeln sowie der gehackten Petersilie abschließen.
Gut zu wissen
Beiried ist ein österreichischer Rindfleischzuschnitt aus dem Rücken. Beim deutschen Metzger kann ein vergleichbarer Zuschnitt als Roastbeef oder Rumpsteak angeboten werden.
Das Ausgangsrezept nennt keine bestimmte Getreideart für das Mehl. Die beiden Mehlmengen deshalb getrennt und unverändert führen.
Von den 30 g Butter werden 20 g zum Braten der Zwiebeln und 10 g kalt zum Fertigstellen der Sauce verwendet.
Je nach Zuschnitt kann das Fleisch etwas magerer oder stärker marmoriert sein.
Einen vergleichbaren Rindfleischzuschnitt mit etwa 2,5–3 cm Dicke verwenden und die Kerntemperatur zur Garstufenkontrolle heranziehen.
Die Sauce wird weniger fruchtig und ohne Weinaroma.
Den Rotwein durch 100 ml zusätzlichen Rinderfond ersetzen und die Sauce gegebenenfalls etwas länger einkochen lassen.
Die Sauce schmeckt etwas weniger milchig und buttrig.
Eine zum Braten geeignete pflanzliche Margarine verwenden und die Zutatenliste des Produkts auf Milchbestandteile prüfen.
Das Fleisch trocken tupfen und die direkte Grillzone vollständig vorheizen.
Das Fleisch in die heiße direkte Zone zurücklegen und kurz nachgrillen, ohne es mehrfach zu wenden.
Die Öltemperatur im Bereich von 165–175 °C halten und portionsweise frittieren.
Zu dunkle Ringe aussortieren und eine neue Portion bei kontrollierter Temperatur frittieren.
Die Sauce 8–10 Minuten sämig einkochen lassen.
Die Sauce bei mittlerer Hitze vorsichtig weiter reduzieren.
Die Kerntemperatur kontrollieren und das Fleisch bei etwa 54–56 °C für medium vom Grill nehmen.
Das Fleisch quer zur Faser dünn aufschneiden und mit zusätzlicher Zwiebelsauce servieren.
Die Beiried wird über medium hinaus gegart und bis zur gewünschten Garstufe im indirekten Grillbereich nachgezogen.
Die Sauce wird ausschließlich mit Rinderfond aufgebaut und erhält dadurch ein milderes, weniger fruchtiges Aroma.
Die Rezeptur bleibt auf Beiried, Zwiebelsauce und Röstzwiebeln konzentriert; zusätzliche Beilagen werden separat serviert.
Die Zwiebelsauce kann bis zu 24 Stunden vorher zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Röstzwiebeln am besten am selben Tag frittieren und erst kurz vor dem Servieren auflegen. Das Fleisch erst kurz vor dem Grillen würzen und grillen.
Fleisch, Sauce und Röstzwiebeln getrennt aufbewahren. Reste innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank lagern. Die Röstzwiebeln trocken und getrennt von der Sauce aufbewahren.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Textur von gegrilltem Fleisch und besonders von Röstzwiebeln leidet beim Einfrieren; frisch zubereitet ist das Ergebnis deutlich besser.
Häufig gefragt
Ein vergleichbarer Zuschnitt wie Roastbeef oder Rumpsteak eignet sich. Die Steaks sollten möglichst 2,5–3 cm dick sein; die Garstufe am besten über die Kerntemperatur kontrollieren.
Das Fleisch wird vor dem Grillen mit Öl und Salz gewürzt. Der grob gemahlene schwarze Pfeffer kommt erst nach der Ruhezeit dazu, damit sein Aroma frisch bleibt und er auf dem Grill nicht verbrennt.
Die Zwiebelringe portionsweise frittieren, gut abtropfen lassen und erst unmittelbar vor dem Servieren auflegen. Sie sollten nicht in der Sauce stehen.
Die Steaks nach dem direkten Angrillen in die indirekte Zone legen und bei etwa 54–56 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen. Anschließend 5 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.
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