Piment finden
Pimentkörner sind in gut sortierten Gewürzregalen, karibischen Läden und vielen Asia-Märkten erhältlich. Gemahlener Piment ist eine sinnvolle, etwas weniger komplexe Alternative.
Jamaikanische Jerk-Rippchen
Zarte Lammrippchen werden mit einer aromatischen Jerk-Paste aus PimentPiment, auch Nelkenpfeffer genannt, ist ein aromatisches Gewürz aus getrockneten Beeren mit Noten von Nelke, Muskat, Zimt und Pfeffer., Scotch BonnetSehr scharfe Chilischote aus der Art Capsicum chinense mit fruchtigem Aroma., Frühlingszwiebeln, Thymian und Zitrus mariniert, sanft gegart und anschließend über direkter und indirekter Grillhitze gebräunt und glasiert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Jamaikanische Jerk-Lammrippchen bringen kräftige Würze, fruchtige Schärfe und rauchige Grillaromen zusammen. Die Rippchen werden zunächst sanft gegart, damit das Fleisch zart wird, und anschließend direkt gebräunt sowie in der indirekten Grillzone mit gekochter Jerk-Glasur fertiggestellt.
Zartes, saftiges Fleisch mit gebräunten Kanten, warmer Pimentwürze, fruchtiger Scotch-Bonnet-Schärfe und einer dunklen, glänzenden Zitrus-Melasse-Glasur.
Schritt für Schritt
Löse die zähe Membran auf der Knochenseite mit dem kleinen Messer und ziehe sie mit Küchenpapier ab. Schneide die Rippchen in handliche Stücke mit jeweils drei bis vier Knochen.
Wichtig: Rohes Lamm getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und danach Hände sowie Arbeitsflächen gründlich reinigen.
Gib Zwiebel, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Scotch Bonnet, Ingwer, Piment, Thymian, Muskatnuss, Zimt, Orangenschale, Orangensaft, Ananassaft, Sojasauce, MelasseMelasse ist ein zähflüssiger, meist dunkler Nebenstrom der Zuckergewinnung, der nach der Kristallisation von Zucker zurückbleibt., Öl und Salz in den Mixer. Püriere alles zu einer dicken, möglichst glatten Jerk-Paste.
Daran erkennst du es: Die Paste ist dick und weitgehend glatt.
Wichtig: Beim Arbeiten mit Scotch Bonnet Augen und Gesicht nicht berühren.
Teile die Paste. Verreibe zwei Drittel gründlich auf beiden Seiten der Rippchen, lege sie abgedeckt in den Kühlschrank und lasse sie mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, marinieren. Das restliche Drittel kommt sofort in den kleinen Topf.
Wichtig: Die rohe Marinade nicht als Serviersauce verwenden; dafür wird das zurückbehaltene Drittel separat gekocht.
Koche die zurückbehaltene Paste unter Rühren einmal auf. Lasse sie anschließend 8 bis 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln, bis sie sämig ist. Stelle 2 Esslöffel davon zum Servieren beiseite und bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist sämig und haftet leicht am Löffel.
Wichtig: Nur die gekochte, zurückbehaltene Paste für das spätere Servieren verwenden.
Gib die marinierten Rippchen in den großen Topf und gieße das Wasser dazu. Die Stücke sollen knapp bedeckt sein. Erhitze alles langsam bis kurz vor den Siedepunkt und lasse die Rippchen 90 bis 120 Minuten sanft köcheln, bis ein Messer leicht zwischen die Knochen gleitet. Nimm sie vorsichtig heraus und lasse sie 10 Minuten abtropfen und abdampfen.
Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet leicht zwischen die Knochen; die Rippchen lassen sich vorsichtig herausheben.
Wichtig: Heiße Flüssigkeit und Dampf vorsichtig handhaben. Das Fleisch anschließend zügig zum Grill weiterverarbeiten.
Bereite den Grill für zwei Hitzezonen vor und bringe ihn mit geschlossenem Deckel auf etwa 200 bis 220 °C. Lege die Rippchen zuerst auf die direkte Zone und bräune sie 1 bis 2 Minuten pro Seite. Bleibe dabei am Grill, weil die Oberfläche schnell Farbe annimmt.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt, aber noch nicht dunkel oder bitter.
Wichtig: Am Grill bleiben, da die Melasse- und Gewürzoberfläche schnell verbrennen kann.
Schiebe die Rippchen in die indirekte Zone. Bestreiche sie mit der gekochten Jerk-Glasur, schließe den Deckel und grille sie 2 bis 3 Minuten. Wende die Stücke, bestreiche sie erneut und grille sie weitere 2 bis 3 Minuten, bis die Glasur haftet und glänzt.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet, glänzt und ist dunkel-würzig, aber nicht verbrannt.
Wichtig: Nur die gekochte Glasur verwenden; die rohe Marinade bleibt getrennt.
Nimm die Rippchen vom Grill und lasse sie 5 Minuten ruhen. Teile sie zwischen den Knochen und serviere sie mit der zurückbehaltenen Jerk-Glasur.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gesetzt und der Fleischsaft verteilt sich beim Anschneiden nicht sofort vollständig.
Gut zu wissen
Pimentkörner sind in gut sortierten Gewürzregalen, karibischen Läden und vielen Asia-Märkten erhältlich. Gemahlener Piment ist eine sinnvolle, etwas weniger komplexe Alternative.
Frische Scotch Bonnet gibt es häufig in karibischen, afrikanischen oder gut sortierten Asia-Läden. Habanero ist ähnlich fruchtig und scharf, Jalapeño deutlich milder.
Dunkle Melasse steht meist bei den Backzutaten, in Reformhäusern oder in internationalen Lebensmittelabteilungen.
Die Paste wird etwas weniger frisch und komplex, bleibt aber deutlich pimentwürzig.
Gemahlenen Piment direkt mit den übrigen Zutaten in den Mixer geben.
Habanero bleibt ähnlich fruchtig und scharf; Jalapeño macht die Paste deutlich milder.
Die Schote entkernen und wie die Scotch Bonnet grob hacken.
Die Glasur schmeckt erdiger und weniger bittersüß.
In gleicher Menge verwenden und die Glasur beim Köcheln besonders aufmerksam rühren.
Die Rippchen nur kurz direkt bräunen und die Glasur anschließend in der indirekten Zone auftragen.
Verbrannte Oberflächen vorsichtig abkratzen und mit einer kleinen Menge der zurückbehaltenen, nicht verbrannten Glasur neu bestreichen.
Beim sanften Garen auf das Messerzeichen achten und gegebenenfalls bis zur oberen Zeitgrenze weitergaren.
Die Rippchen nochmals abgedeckt mit etwas Wasser sanft weitergaren, bevor sie auf den Grill kommen.
Das Drittel für Glasur und Service sofort separat in den kleinen Topf geben und aufkochen.
Eine fruchtig-würzige Version mit deutlich weniger Schärfe.
Habanero liefert eine ähnliche fruchtige Schärfe mit leicht anderem Aroma.
Die Rippchen bis zu 24 Stunden im Voraus mit zwei Dritteln der Jerk-Paste marinieren. Die zurückbehaltene Paste separat kochen, abkühlen lassen und abgedeckt kühlen. Vor dem Grillen die Rippchen aus dem Kühlschrank nehmen und wie beschrieben sanft garen.
Gegarte Rippchen und gekochte Glasur getrennt abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren vollständig durcherhitzen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen; rohe Marinade und gekochte Glasur getrennt halten.
Das Einfrieren wird für dieses Rezept nicht empfohlen, da Textur und Glasurqualität der gegarten Rippchen leiden können.
Häufig gefragt
Scotch Bonnet sorgt für deutliche, fruchtige Schärfe. Für eine mildere Variante Jalapeño verwenden oder die Schote reduzieren.
Ja. Gemahlener Piment funktioniert, schmeckt aber etwas weniger frisch und komplex als frisch gemahlene oder verwendete Pimentkörner.
Zuckerrübensirup kann in gleicher Menge verwendet werden. Die Glasur schmeckt dann erdiger und weniger bittersüß.
Die direkte Zone bräunt die Rippchen schnell. In der indirekten Zone kann die Glasur haften und glänzen, ohne durch die starke Hitze zu verbrennen.
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