Khajur-Imli-Chutney

Indische Chutney-Sauce

Eine eigenständige indische Tamarinden-Dattel-Sauce mit JaggeryNicht zentrifugierter, meist aus eingedicktem Zuckerrohrsaft hergestellter Vollzucker mit kräftigem Karamell- und Melassecharakter., geröstetem Kreuzkümmel und Ingwer. Die Sauce wird aufgekocht, püriert, passiert und dicklich eingekocht; sie passt besonders zu gegrillten Seekh-Kebabs und Tandoori-Hähnchen.

Zum Rezept
Khajur-Imli-Chutney für Kebabs vom Grill
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 80 Minuten
Menge ca. 450 ml, etwa 8 bis 10 Portionen als Sauce
Gerichtsform und Gerichtsart Saucen
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Sanftes Köcheln, Ziehenlassen und Aufgießen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Servierrolle Als servierfertiger Würzbegleiter vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Tamarinde und Datteln verbinden intensive Säure mit natürlicher Fruchtsüße.
  • Jaggery ergänzt eine dunkle, karamellige Süße.
  • Gerösteter Kreuzkümmel, Ingwer, Kala Namak und schwarzer Pfeffer geben der Sauce eine würzige, leicht herzhafte Tiefe.
  • Durch Pürieren, Passieren und Einkochen entsteht eine glatte, dicklich fließende Konsistenz.

Khajur-Imli-Chutney verbindet weiche Dattelsüße mit der markanten Säure der TamarindeSäuerlich-fruchtige Hülsenfrucht mit aromatischem Fruchtmark.. Die glatt passierte, glänzende Sauce wird als eigenständiger Würzbegleiter zu gegrillten Seekh-Kebabs oder Tandoori-Hähnchen serviert.

Glatt und glänzend, warm noch gut fließend und nach dem Abkühlen deutlich dicker. Geschmacklich süß-säuerlich mit karamelligen, würzigen und leicht schwefligen Noten sowie einem warmen Pfefferabschluss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Chutney zubereiten

  1. Tamarinde und Datteln einweichen

    Tamarindenmark und Datteln mit dem Messer grob zerkleinern. Beides mit 500 ml Wasser in den Topf geben, abdecken und 20 Minuten stehen lassen, damit das Mark weicher wird und die Datteln Wasser aufnehmen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Tamarindenmark ist weicher und die Datteln haben etwas Wasser aufgenommen.

    • Die Datteln müssen nicht fein geschnitten werden, da die Mischung später püriert wird.
  2. Sanft köcheln

    Die Mischung zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze 20 bis 25 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Datteln sehr weich sind und sich das Tamarindenmark weitgehend aufgelöst hat.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Datteln sind sehr weich und das Tamarindenmark ist größtenteils in der Flüssigkeit verteilt.

    • Die Mischung gelegentlich kontrollieren, damit sie bei der niedrigen bis mittleren Hitze nicht ansetzt.
  3. Pürieren und passieren

    Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Alles fein pürieren und durch ein feines Sieb in einen sauberen Topf streichen. Das Sieb mit den übrigen 100 ml Wasser ausspülen und diese Flüssigkeit ebenfalls auffangen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist fein püriert und ohne faserige oder grobe Rückstände passiert.

    • Die 100 ml Restwasser helfen, möglichst viel Fruchtmasse aus dem Sieb zu lösen.

    Wichtig: Vor dem Pürieren kurz abkühlen lassen und den Pürierstab vorsichtig einsetzen.

  4. Würzen und einkochen

    Jaggery, Kreuzkümmelpulver, Ingwerpulver, Kala NamakKala Namak, auch Schwarzsalz genannt, bringt eine leicht schweflige Würznote., feines Salz und schwarzen Pfeffer unter die passierte Sauce rühren. Ohne Deckel 15 bis 20 Minuten bei niedriger Hitze einkochen lassen und regelmäßig umrühren. Die Sauce soll warm noch gut fließen, aber deutlich dicklicher und glänzend sein.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist glänzend und dicklicher, bleibt warm aber noch gut fließfähig.

    • Nicht zu stark einkochen, da die Sauce beim Abkühlen weiter andickt.
    • Regelmäßiges Rühren verhindert, dass Jaggery und Fruchtmasse am Topfboden ansetzen.
  5. Abkühlen und servieren

    Die Sauce vollständig abkühlen lassen; sie dickt dabei weiter an. Als eigenständige Sauce zu gegrillten Seekh-Kebabs oder Tandoori-Hähnchen reichen.

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist abgekühlt und dicklich, aber noch streich- oder gießfähig.

    • Für eine besser dosierbare Sauce erst nach dem vollständigen Abkühlen beurteilen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz prüfen: Die Sauce soll warm noch gut fließen, nach dem Abkühlen aber deutlich dicklicher sein. Zu starkes Einkochen kann sie nach dem Erkalten zu fest machen.
  • Sorgfältig passieren: Das feine Passieren entfernt faserige Tamarindenreste und sorgt für die glatte Textur der Sauce.
  • Als Würzbegleiter servieren: Diese Chutney-Sauce ist als eigenständiger Begleiter zu gegrillten Seekh-Kebabs oder Tandoori-Hähnchen gedacht, nicht als Bestandteil der Kebabsauce oder Marinade.

Zutatenwissen

Tamarindenmark auswählen

Kernloses Tamarindenmark ist als Block oder dicke Paste erhältlich. Eine bereits verdünnte Tamarindensauce ist kein gleichwertiger Ersatz, weil sie die Sauce wässriger und meist süßer machen kann.

Jaggery verwenden

Jaggery ist unraffinierter Rohr- oder Palmzucker und wird häufig als Block oder Pulver verkauft. Vor der Verwendung grob hacken, damit er sich schneller auflöst.

Kala Namak

Kala Namak, auch Schwarzsalz genannt, bringt eine leicht schweflige Würznote. Normales Salz kann es ersetzen, verändert aber das Aroma.

Sinnvolle Alternativen

Dunkler Vollrohrzucker

Die Sauce wird etwas weniger karamellig und kann geringfügig anders süßen.

Jaggery im gleichen Mengenbereich durch dunklen Vollrohrzucker ersetzen und wie angegeben in die passierte Sauce einrühren.

Feines Salz

Die leicht schweflige Note von Kala Namak fehlt.

Kala Namak durch feines Salz ersetzen und die Sauce am Ende vorsichtig abschmecken, da bereits zusätzliches feines Salz enthalten ist.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Sauce bleibt nach dem Abkühlen zu flüssig.

Die Sauce ohne Deckel einkochen und die Konsistenz warm sowie nach dem Abkühlen beurteilen.

Die Sauce bei niedriger Hitze unter regelmäßigem Rühren weiter einkochen, bis sie warm noch fließt, aber deutlich dicklicher ist.

Die Sauce wird nach dem Abkühlen zu fest.

Die Einkochzeit beenden, sobald die warme Sauce glänzend und dicklicher, aber noch gut fließfähig ist.

Mit wenig Wasser verdünnen und kurz unter Rühren erwärmen.

Die Sauce schmeckt verbrannt oder hat dunkle Ansatzstellen.

Ohne Deckel bei niedriger Hitze einkochen und den Topfboden regelmäßig mit dem Rührlöffel lösen.

Die Sauce sofort in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den Ansatz vom Boden abzukratzen.

Die Sauce enthält faserige Tamarindenreste.

Ein feines Sieb verwenden und die pürierte Mischung gründlich durchstreichen.

Die abgekühlte Sauce erneut durch ein feines Sieb passieren.

Varianten

Weniger süße Variante

Eine säurebetontere Version mit zurückhaltenderer Süße.

Würzigere Variante

Eine kräftigere Version mit stärkerem Gewürzprofil als Begleiter zu besonders würzigen Kebabs.

Servieren und kombinieren

  • Zu Seekh-Kebabs: Die süß-säuerliche Sauce zu gegrillten Seekh-Kebabs reichen, damit sie die würzige Hackfleischkomponente ausgleicht.
  • Zu Tandoori-Hähnchen: Als kontrastierenden Würzbegleiter zu Tandoori-Hähnchen servieren.
  • Zu würzigen Snacks: Die Sauce passt auch zu würzigen Snacks, wenn ein süß-säuerlicher Dip- oder Saucenkontrast gewünscht ist.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich verdünnte Tamarindensauce statt Tamarindenmark verwenden?

Nein, sie ist kein gleichwertiger Ersatz, weil sie die Sauce wässriger und meist süßer machen kann.

Wodurch kann ich Jaggery ersetzen?

Dunkler Vollrohrzucker funktioniert als Ersatz. Die Sauce schmeckt dann etwas weniger karamellig.

Was kann ich statt Kala Namak verwenden?

Normales feines Salz funktioniert, bringt aber nicht die leicht schweflige Würznote von Kala Namak mit.

Wie dick soll die Sauce werden?

Warm soll sie noch gut fließen, aber deutlich dicklicher und glänzend sein. Beim vollständigen Abkühlen dickt sie weiter an.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar