Montreal-Steak vom Ribeye

Steak aus Montréal

Ein 3,5 cm dickes Ribeye-Steak wird mit einer kräftigen Montréal-Gewürzmischung aus Koriander, Pfeffer, Dill, Senf, Chili, Knoblauch und Zwiebel gewürzt, zunächst indirekt und anschließend direkt sehr heiß gegrillt.

Zum Rezept
Montreal-Steak vom Ribeye
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 55 Minuten
Menge 2 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Trocken einreiben
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das indirekte Grillen bringt das dicke Ribeye gleichmäßig auf Temperatur, bevor die direkte Hitze die Kruste bildet.
  • Die grob zerstoßenen Gewürze bleiben aromatisch und sorgen für mehr Biss als fein gemahlene Gewürze.
  • Die kurze Ruhezeit verteilt die Fleischsäfte, sodass sich das Steak anschließend gut in dicke Scheiben schneiden lässt.

Montreal-Steak vom Ribeye Die kräftige Würzung aus grob zerstoßenem Koriander, Pfeffer, Dill, Senf, Knoblauch und Chili verleiht dem Ribeye ein herzhaft-würziges Aroma mit deutlicher Kruste. Durch den zweistufigen Grillweg gart das etwa 3,5 cm dicke Steak zunächst schonend in der indirekten Zone und erhält anschließend über direkter Hitze eine kräftige Röstkruste.

Außen kräftig geröstet und würzig, innen saftig und je nach Zieltemperatur medium-rare bis medium. Koriander und Pfeffer prägen das Aroma, während Dill, Senf, Chili, Knoblauch und Zwiebel für zusätzliche Würze und Tiefe sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Grill vorbereiten und Steak grillen

  1. Steaks temperieren und Gewürze vorbereiten

    Die Steaks 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen und sorgfältig trocken tupfen. KoriandersaatGetrocknete Korianderfrüchte, die ganz oder gemahlen als Gewürz dienen., Pfefferkörner, Dillsaat, SenfsaatGanze oder grob zerkleinerte Samen verschiedener Senfarten, die zum Würzen, Einlegen und zur Herstellung von Senf verwendet werden. und Chiliflocken in einem Mörser grob zerstoßen. Salz, Knoblauchpulver und Zwiebelpulver untermischen.

    30 Minuten
    • Die Steaks vor dem Würzen gründlich trocken tupfen, damit die Gewürzmischung gut haftet.
    • Die Körner nur grob zerstoßen, damit die Mischung Struktur behält.
  2. Zwei Grillzonen einrichten

    Einen Grill für zwei Zonen vorbereiten. Die indirekte Zone auf etwa 120 °C und die direkte Zone auf 260–290 °C bringen. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben; beim Gasgrill nur einen Brenner oder Brennerbereich stark aufheizen. Den Rost reinigen und leicht ölen.

    120 °C
    • Der Deckel bleibt während der indirekten Phase geschlossen.
    • Die direkte Zone muss deutlich heißer sein als die indirekte Zone.

    Wichtig: Beim Umgang mit heißem Rost, Glut und Öl vorsichtig arbeiten.

  3. Steaks würzen und indirekt auflegen

    Die Steaks dünn mit dem Öl bestreichen und die gesamte Montréal-Gewürzmischung gleichmäßig auf beide Seiten verteilen. Die gewürzten Steaks auf die kühle, indirekte Grillseite legen und den Deckel schließen.

    • Die Gewürzmischung auf beiden Seiten gleichmäßig verteilen.
    • Die Steaks nicht direkt über die stärkste Hitze legen.

    Wichtig: Fett kann auf der direkten Hitze aufflammen; die Steaks zunächst in der indirekten Zone lassen.

  4. Indirekt garen

    Die Steaks 25–35 Minuten indirekt grillen und nach etwa der Hälfte der Zeit wenden. Sie sind bereit für die direkte Phase, wenn die Kerntemperatur etwa 46–48 °C erreicht. Die genaue Zeit hängt von der Steakhöhe und der Grilltemperatur ab.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Vor dem direkten Angrillen etwa 46–48 °C Kerntemperatur erreichen.

    • Die Kerntemperatur ist verlässlicher als die Zeit allein.
    • Nach der Hälfte der indirekten Phase wenden.
  5. Direkt scharf angrillen

    Die Steaks auf die heiße direkte Zone legen und 60–90 Sekunden pro Seite kräftig angrillen. Für ein gleichmäßiges Grillmuster die Steaks nach etwa 30–45 Sekunden um 90 Grad drehen. Weitergrillen, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist; für medium-rare sind etwa 54–56 °C ein guter Richtwert.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Für medium-rare etwa 54–56 °C Kerntemperatur erreichen; für andere Gargrade nach Wunsch weitergrillen.

    • Die Steaks nach 30–45 Sekunden um 90 Grad drehen, um ein gleichmäßiges Grillmuster zu erzeugen.
    • Die kurze direkte Phase dient vor allem der Kruste und dem Grillmuster.

    Wichtig: Beim direkten Angrillen auf aufflammendes Fett achten.

  6. Ruhen lassen und servieren

    Die Steaks vom Grill nehmen, locker abdecken und 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend quer zur Faser in dicke Scheiben schneiden oder im Ganzen servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Nach der Ruhezeit quer zur Faser schneiden oder im Ganzen servieren.

    • Nur locker abdecken, damit die Kruste nicht durch Dampf weich wird.
    • Quer zur Faser schneiden, wenn das Steak in Scheiben serviert wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zweistufige Grillmethode: Die indirekte Phase gart das dicke Steak gleichmäßig. Erst danach sorgt die direkte Hitze für die kräftige Kruste.
  • Kerntemperatur vor Grillzeit beachten: Die Zeitangaben sind Richtwerte. Steakhöhe, Ausgangstemperatur und Grilltemperatur beeinflussen die tatsächliche Garzeit.
  • Vor dem Schneiden ruhen lassen: Die fünfminütige Ruhezeit gehört zum Rezept und sollte vor dem Aufschneiden eingehalten werden.

Zutatenwissen

Koriandersaat verwenden

Ganze Koriandersamen gibt es im Gewürzregal, in türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften und im Gewürzfachhandel. Grob zerstoßene Saat sorgt für mehr Biss und ein frisches Aroma; gemahlener Koriander ersetzt diese Textur nicht vollständig.

Dillsaat finden

Dillsamen findest du meist im Gewürzfachhandel, in gut sortierten Reformhäusern oder online. Dillspitzen sind kein gleichwertiger Ersatz, weil sie deutlich kräuteriger und weniger würzig schmecken.

Senfsaat auswählen

Gelbe oder braune Senfkörner stehen häufig bei den Einmachgewürzen oder im internationalen Gewürzregal. Ganze Körner geben beim Zerstoßen eine herzhafte Schärfe; Senfpulver macht die Mischung feiner und etwas weniger knackig.

Sinnvolle Alternativen

Gemahlener Koriander

Das Aroma bleibt ähnlich, aber Biss und Frische der grob zerstoßenen Körner fehlen teilweise.

Nur ersatzweise verwenden und nach Geschmack dosieren; die Mischung wird feiner und weniger körnig.

Dillspitzen

Die Würzung wird deutlich kräuteriger und weniger würzig.

Nur verwenden, wenn keine Dillsaat erhältlich ist; nach Geschmack dosieren.

Senfpulver

Die Mischung wird feiner und etwas weniger knackig.

Senfpulver anstelle der grob zerstoßenen Senfsaat einmischen und die Schärfe nach Geschmack prüfen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Gewürzmischung haftet schlecht und die Kruste wird ungleichmäßig.

Die Steaks vor dem Bestreichen mit Öl gründlich trocken tupfen.

Lose Gewürze vorsichtig andrücken und die direkte Grillphase erst beginnen, wenn die Oberfläche trocken genug ist.

Das Steak verbrennt außen, bevor die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.

Zwei Zonen einrichten und das Steak zunächst in der indirekten Zone garen.

Das Steak in die indirekte Zone verschieben und die Kerntemperatur kontrollieren.

Das Steak ist trockener oder stärker durchgegart als beabsichtigt.

Vor der direkten Phase und während des scharfen Angrillens die Kerntemperatur prüfen.

Das Steak ruhen lassen und in dicke Scheiben schneiden; eine zu hohe Kerntemperatur lässt sich nicht zurückdrehen.

Beim Aufschneiden tritt viel Saft aus und die Scheiben wirken weniger saftig.

Das Steak locker abdecken und 5 Minuten ruhen lassen.

Varianten

Medium statt medium-rare

Das Steak wird nach der direkten Grillphase bis zum gewünschten Medium-Gargrad weitergegrillt.

Gas- oder Holzkohlegrill

Die zweistufige Methode funktioniert sowohl mit einem Gasgrill als auch mit einem Holzkohlegrill.

Servieren und kombinieren

  • In dicken Scheiben servieren: Das ruhende Steak quer zur Faser in dicke Scheiben schneiden und direkt servieren.
  • Im Ganzen servieren: Die Steaks nach der Ruhezeit im Ganzen auf Tellern anrichten.

Allergene und Nährwerte

  • Senf: enthält · Senfsaat ist als Zutat ausdrücklich aufgeführt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich das Steak auch medium grillen?

Ja. Nach der direkten Grillphase einfach die Kerntemperatur weiter kontrollieren und bis zum gewünschten Medium-Gargrad weitergrillen.

Warum werden die Gewürze grob zerstoßen?

Grob zerstoßene Körner sorgen für mehr Biss und ein ausgeprägteres Aroma. Die Gewürzmischung wird dadurch weniger fein als mit gemahlenen Gewürzen.

Funktioniert das Rezept auf Gas- und Holzkohlegrills?

Ja. Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben; beim Gasgrill einen Brenner oder Brennerbereich stark aufheizen und die andere Zone indirekt nutzen.

Woran erkenne ich den richtigen Zeitpunkt zum direkten Angrillen?

Die Steaks sind bereit für die direkte Phase, wenn sie in der indirekten Zone etwa 46–48 °C Kerntemperatur erreicht haben.

Aus unserer Küche

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