Schaschliksauce

Deutsche Grillsauce

Eine eigenständige deutsche Schaschliksauce aus Tomaten, roter Paprika, Zwiebel, Honig und Worcestersauce. Die Sauce wird angeschwitzt, eingekocht und fein püriert und warm zu direkt gegrillten Schaschlikspießen serviert.

Zum Rezept
Schaschliksauce mit Tomate und Paprika
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge ca. 700 ml, ausreichend für 6–8 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Saucen
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln
Servierrolle Als servierfertiger Würzbegleiter vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Anschwitzen von Zwiebel und Paprika entwickelt eine aromatische, leicht süße Grundlage.
  • Tomatenmark, passierte Tomaten und Brühe sorgen nach dem Einkochen für eine kräftige, sämige Sauce.
  • Honig, Apfelessig, Worcestersauce, Senf und Paprikagewürze verbinden Süße, Säure, Würze und milde Schärfe.

Schaschliksauce ist in Deutschland besonders als Begleitung der roten Imbissvariante von Schaschlik bekannt. Diese Fassung verbindet Tomaten, Paprika und Zwiebel mit einer leicht süß-pikanten Würzung und wird warm zu direkt gegrillten Fleischspießen gereicht.

Sämige, fein pürierte Sauce mit kräftigem Tomatenaroma, süßlich-würziger Paprikanote, dezenter Säure und einer leicht rauchigen, pikanten Tiefe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Sauce zubereiten

  1. Zwiebel und Paprika anschwitzen

    Das Öl in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel und Paprika darin 6–8 Minuten anschwitzen, bis sie weich sind und leicht Farbe bekommen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Zwiebel und Paprika sind weich und leicht gebräunt.

    • Nicht zu heiß arbeiten, damit die Paprika weich wird, ohne stark zu verbrennen.
  2. Knoblauch und Tomatenmark rösten

    Knoblauch hinzufügen und 30 Sekunden mitrösten. Das Tomatenmark einrühren und etwa 2 Minuten unter Rühren rösten.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Tomatenmark ist gleichmäßig verteilt und duftet leicht geröstet, ohne dunkel zu werden.

    • Das Tomatenmark ständig rühren, damit es am Topfboden nicht ansetzt.
  3. Flüssigkeit und Gewürze einrühren

    Passierte Tomaten, Brühe, Apfelessig, Honig und Worcestersauce dazugießen. Paprikapulver, geräuchertes Paprikapulver, Cayennepfeffer, Senf, Lorbeerblatt, Salz und schwarzen Pfeffer einrühren.

    • Beim Einrühren den Topfboden mit dem Kochlöffel lösen.
  4. Sauce einkochen

    Die Sauce aufkochen lassen und anschließend bei niedriger bis mittlerer Hitze 25 Minuten offen leise köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist sichtbar eingedickt und schmeckt aromatisch eingekocht.

    • Gelegentlich umrühren und die Hitze reduzieren, falls die Sauce am Boden ansetzt.
  5. Sauce pürieren

    Das Lorbeerblatt entfernen. Die Sauce mit einem Stabmixer fein pürieren, bis sie sämig ist.

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und sämig, ohne größere Stücke von Paprika oder Zwiebel.

    • Den Stabmixer vollständig in die Sauce eintauchen, bevor er eingeschaltet wird.

    Wichtig: Vorsicht vor Spritzern bei der heißen Sauce.

  6. Abschmecken und servieren

    Die Schaschliksauce abschmecken und warm in einer Schale zu direkt gegrillten Schaschlikspießen servieren. Pro Portion passen etwa 80–100 ml Sauce.

    Daran erkennst du es: Säure, Süße, Salz und Schärfe sind ausgewogen.

    • Für eine mildere Sauce die Schärfe vorsichtig dosieren; für mehr Pikanz nachwürzen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz prüfen: Die Sauce soll nach dem Einkochen sämig sein, aber noch gut aus einer Schale fließen. Bei zu dicker Konsistenz vorsichtig mit etwas Brühe verdünnen.
  • Schärfe anpassen: Cayennepfeffer und geräuchertes Paprikapulver prägen die Schärfe und Rauchnote. Nach dem Pürieren vorsichtig nachwürzen.

Zutatenwissen

Tomatenmark rösten

Das kurze Rösten vertieft das Tomatenaroma und sollte unter ständigem Rühren erfolgen, damit das Mark nicht am Topfboden verbrennt.

Worcestersauce prüfen

Worcestersauce bringt eine würzige, leicht säuerliche Tiefe. Je nach Produkt können unterschiedliche allergene Zutaten enthalten sein; das Etikett prüfen.

Vor dem Pürieren entfernen

Das Lorbeerblatt vor dem Pürieren vollständig aus dem Topf nehmen.

Sinnvolle Alternativen

milder Weißweinessig

Die Sauce bleibt säuerlich, schmeckt aber etwas weniger fruchtig.

Apfelessig im gleichen Volumen durch milden Weißweinessig ersetzen und die Sauce am Ende abschmecken.

Ahornsirup

Die Süße bleibt erhalten, mit einer leicht karamelligen Ahornnote.

Ahornsirup anstelle des Honigs mit den flüssigen Zutaten einrühren.

Sojasauce

Die Sauce wird salziger und erhält eine deutlichere Sojanote.

Mit 15 ml beginnen und die zusätzliche Salzmenge entsprechend reduzieren. Produktetikett auf Gluten und Soja prüfen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Tomatenmark oder die Sauce setzt am Topfboden an.

Tomatenmark unter ständigem Rühren rösten und die Sauce anschließend offen bei niedriger bis mittlerer Hitze köcheln lassen.

Falls nichts stark verbrannt ist, die Sauce vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den Bodensatz mitzunehmen.

Die Sauce bleibt zu flüssig.

Die Sauce während des offenen Köchelns gelegentlich prüfen und bei Bedarf etwas länger reduzieren.

Weitere 5–10 Minuten offen einkochen lassen und anschließend erneut pürieren oder abschmecken.

Die Sauce ist schärfer als gewünscht.

Cayennepfeffer zunächst exakt dosieren und erst nach dem Pürieren nachwürzen.

Mit etwas passierten Tomaten oder Brühe strecken und die Balance anschließend mit Honig, Essig und Salz korrigieren.

Varianten

Milde Schaschliksauce

Eine mildere Version mit weniger Schärfe und stärkerer Paprikanote.

Pikante Schaschliksauce

Eine kräftigere Version mit deutlich spürbarer Schärfe.

Vegane Schaschliksauce

Eine pflanzliche Variante ohne Honig und mit einer veganen Worcestersauce oder einem passenden Ersatz.

Servieren und kombinieren

  • Zu gegrillten Schaschlikspießen: Die Sauce warm in einer Schale zu direkt gegrillten Schaschlikspießen servieren. Pro Portion passen etwa 80–100 ml.
  • Als Bestandteil eines Grilltellers: Die Sauce passt als würziger Begleiter zu einem Grillteller mit Fleischspießen und weiteren herzhaften Beilagen.
  • Mit Brot zum Auftunken: Mit kräftigem Brot servieren, damit die sämige Sauce aufgenommen werden kann.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Sauce kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet, abgekühlt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren langsam erhitzen und bei Bedarf mit etwas Brühe verdünnen.

Aufbewahren

Die Sauce nach der Zubereitung zügig abkühlen lassen, verschließen und im Kühlschrank lagern. Zum Servieren nur die benötigte Menge entnehmen.

Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und bei auffälligem Geruch oder Aussehen nicht weiterverwenden.

Einfrieren

Die Sauce kann durch das Einfrieren an Glätte verlieren; eine verlässliche Gefrierempfehlung ist für diese Fassung nicht hinterlegt.

Aufwärmen

  • Topf: Die benötigte Menge bei niedriger bis mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren langsam erwärmen. Bei Bedarf mit einem kleinen Schuss Brühe verdünnen.

Allergene und Nährwerte

  • Senf: enthält · Mittelscharfer Senf ist ausdrücklich als Zutat enthalten.
  • Fisch: uncertain · Worcestersauce kann je nach Produkt Fischbestandteile enthalten; das konkrete Produktetikett prüfen.

Aus unserer Küche

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