Chile Guajillo finden
Getrocknete Guajillo-Chilis gibt es meist in lateinamerikanischen Supermärkten, größeren Asia- und Gewürzläden oder im gut sortierten Online-Fachhandel.
Schweine-Costillar, nordmexikanische Art
Ein ganzes Schweine-Costillar wird mit einem kräftigen Adobo aus Chile de árbol, GuajilloGetrocknete mexikanische Chilischote mit länglicher Form, roter Farbe und fruchtig-würzigem Aroma. und MoritaGetrockneter und geräucherter mexikanischer Chili mit fruchtiger Schärfe und ausgeprägtem Raucharoma. mariniert, direkt angegrillt und anschließend langsam über indirekter Hitze fertig gegart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Costillar verbindet intensives Grillfeuer mit einem dunklen, fruchtig-rauchigen Adobo. Nach zwölf Stunden Marinierzeit sorgt das kurze direkte Angrillen für kräftige Röstaromen, bevor die Racks langsam über indirekter Hitze zart werden. Zum Schluss werden sie mit zurückbehaltenem Adobo bestrichen und zwischen den Knochen portioniert serviert.
Das Fleisch wird zart und saftig, mit kräftigen Grill- und Raucharomen. Der Adobo schmeckt fruchtig-säuerlich, dunkelwürzig und leicht süß; Chile de árbol bringt die deutlichste Schärfe, Guajillo eine milde Fruchtigkeit und Morita eine rauchige Tiefe.
Schritt für Schritt
Die dünne Haut auf der Knochenseite der Costillars mit einem stumpfen Messer anheben und abziehen. Überstehende Fett- oder Fleischstücke entfernen, die Racks aber möglichst ganz lassen.
Wichtig: Beim Arbeiten mit dem Messer vom Körper weg schneiden.
Chiles de árbol, Guajillo und Morita kurz in einer trockenen Pfanne anrösten, ohne sie dunkel werden zu lassen. Stiele, Kerne und grobe Rippen entfernen. Die Chilis in ein hitzebeständiges Gefäß geben, mit heißem Wasser übergießen und 20 Minuten weich werden lassen.
Daran erkennst du es: Die Chilis sind weich und biegsam, aber nicht dunkel verbrannt.
Wichtig: Beim Übergießen mit heißem Wasser vorsichtig arbeiten.
Die abgetropften Chilis mit Orangensaft, Apfelessig, Ketchup, braunem Zucker, Kreuzkümmel, Lorbeerblatt, geräuchertem Salz und schwarzem Pfeffer glatt pürieren. Den Adobo in einem Topf aufkochen und 5 Minuten sanft köcheln lassen. Das Lorbeerblatt herausnehmen und den Adobo vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Adobo ist glatt und leicht eingedickt; das Lorbeerblatt ist entfernt.
Wichtig: Ein Teil des Adobos wird später separat verwendet und darf nicht mit rohem Fleisch in Berührung kommen.
250 ml des kalten Adobos in einem sauberen Gefäß für das spätere Bestreichen beiseitestellen. Die 28 g Salz gleichmäßig auf den Costillars verteilen. Die Racks rundum mit dem übrigen Adobo einreiben, abdecken und 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Rohes Fleisch und Marinade getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln aufbewahren.
Die Costillars 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Den Grill für eine Zweizonen-Glut vorbereiten und auf etwa 150 °C einregeln. Die Kohlen auf einer Seite platzieren und auf der anderen Seite eine Tropfschale mit dem Wasser aufstellen. Der Grillrost liegt über der indirekten Zone.
Daran erkennst du es: Eine klare direkte und eine klare indirekte Grillzone sind eingerichtet.
Wichtig: Beim Umgang mit heißer Holzkohle und dem Grilldeckel hitzefeste Handschuhe verwenden.
Die marinierten Costillars zunächst mit der Fleischseite nach unten direkt über der Glut grillen, etwa 3 Minuten pro Seite. Dabei aufmerksam bleiben, weil Zucker und Ketchup im Adobo schnell dunkel werden. Anschließend die Racks über die Tropfschale in die indirekte Zone legen und den Deckel schließen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche zeigt deutliche Röstaromen, ist aber nicht verbrannt.
Wichtig: Wegen des Zuckers im Adobo aufmerksam bleiben und aufflammende Glut nicht unbeaufsichtigt lassen.
Die Costillars 3 bis 4 Stunden indirekt grillen. Die Temperatur im Grill möglichst zwischen 140 und 160 °C halten. In den letzten 45 Minuten alle 15 Minuten mit dem zurückbehaltenen Adobo bestreichen. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, die Racks locker mit Alufolie abdecken und die indirekte Garphase fortsetzen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche bleibt dunkel und aromatisch, ohne zu verbrennen.
Wichtig: Den Deckel nur kurz zum Bestreichen und Kontrollieren öffnen, damit die Grilltemperatur stabil bleibt.
Die Costillars sind fertig, wenn sich das Fleisch sichtbar von den Knochen zurückgezogen hat, ein Holzspieß zwischen den Knochen fast ohne Widerstand hineingleitet und die fleischigste Stelle mindestens 70 °C erreicht. Für eine besonders zarte BBQ-Textur liegt die Kerntemperatur meist höher.
Daran erkennst du es: Fleisch zieht sich von den Knochen zurück und der Holzspieß gleitet fast ohne Widerstand hinein.
Wichtig: Die Temperatur an der dicksten fleischigen Stelle messen.
Die Racks vom Grill nehmen und 15 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen. Danach zwischen den Knochen in einzelne Rippen schneiden und warm servieren. Übrig gebliebener, nicht mit rohem Fleisch in Berührung gekommener Adobo kann kurz erwärmt und dazu gereicht werden.
Daran erkennst du es: Die Racks lassen sich nach der Ruhezeit sauber zwischen den Knochen schneiden.
Wichtig: Nur der zurückbehaltene, nicht mit rohem Fleisch in Berührung gekommene Adobo darf als Beilage erwärmt werden.
Gut zu wissen
Getrocknete Guajillo-Chilis gibt es meist in lateinamerikanischen Supermärkten, größeren Asia- und Gewürzläden oder im gut sortierten Online-Fachhandel.
Morita-Chilis sind geräucherte, getrocknete Jalapeños. Sie geben dem Adobo eine dunkle, leicht rauchige Schärfe.
Die Chilis nur kurz trocken anrösten und nicht dunkel werden lassen. Stiele, Kerne und grobe Rippen werden vor dem Einweichen entfernt.
Die 28 g Salz werden getrennt auf dem Costillar verteilt. Das geräucherte Salz gehört in den Adobo und ersetzt diese feste Salzmenge nicht.
Der Adobo wird weniger fruchtig und etwas schlichter.
Die Guajillo-Chilis durch eine milde getrocknete rote Chilischote ersetzen. Die Menge nach Größe und gewünschter Schärfe anpassen.
Der Geschmack wird kräftiger und rauchiger.
Die Morita-Chilis durch Chipotle ersetzen und die Schärfe vor dem vollständigen Ersetzen prüfen.
Die Chilis nur kurz anrösten und aus der Pfanne nehmen, sobald sie aromatisch duften, ohne dunkel zu werden.
Stark verbrannte Chilis aussortieren und den Adobo mit ungerösteten Ersatzchilis neu ansetzen.
Erst in den letzten 45 Minuten bestreichen und die Racks bei zu starker Bräunung locker abdecken.
Die Racks in die kühlere indirekte Zone verschieben, locker mit Alufolie abdecken und die Garphase fortsetzen.
Die Kohlen auf einer Seite bündeln, die Tropfschale gegenüber platzieren und die Temperatur regelmäßig kontrollieren.
Kohle und Racks neu anordnen und die indirekte Zone wieder auf etwa 140 bis 160 °C einregeln.
Vor dem Marinieren 250 ml in einem sauberen Gefäß beiseitestellen.
Eine mildere Adobo-Variante mit weniger direkter Schärfe, während Fruchtigkeit und Raucharomen erhalten bleiben.
Chipotle bringt eine kräftigere, deutlich rauchigere Richtung in den Adobo.
Die Costillars können bis zu 12 Stunden im Kühlschrank im Adobo marinieren. Den für das spätere Bestreichen vorgesehenen Adobo separat in einem sauberen Gefäß aufbewahren.
Häufig gefragt
Chile de árbol liefert die deutlichste Schärfe. Guajillo ist milder und fruchtiger, Morita ergänzt vor allem rauchige Tiefe. Für eine mildere Variante kann der Anteil von Chile de árbol reduziert werden.
Der Grill soll möglichst zwischen 140 und 160 °C gehalten werden, mit etwa 150 °C als Zielwert.
250 ml werden vor dem Marinieren in einem sauberen Gefäß beiseitegestellt. Dieser Anteil bleibt frei von Kontakt mit rohem Fleisch und kann später zum Bestreichen und Servieren verwendet werden.
Das Fleisch soll sich sichtbar von den Knochen zurückgezogen haben, ein Holzspieß soll fast ohne Widerstand zwischen den Knochen gleiten und die fleischigste Stelle soll mindestens 70 °C erreichen.
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